
Bus mit 45 polnischen Touristen stürzt in der Westtürkei um – zwei Türken getötet
Der Zusammenstoß ereignete sich am Freitag, dem 9. Oktober, gegen 14:30 Uhr auf der Straße Aydın–Izmir im Gebiet Germencik. Türkische und polnische Berichte nennen unterschiedliche Zahlen zu den verletzten Polen, und die Unfallursache ist weiterhin umstritten.
Was geschah
Am Freitag, dem 9. Oktober, stieß gegen 14:30 Uhr ein Reisebus mit 45 polnischen Touristen auf der Straße Aydın–Izmir im Gebiet Germencik in der Westtürkei mit einem Kleinbus zusammen. Ein Bericht besagt, der Bus sei von Izmir zum Ferienort Didim unterwegs gewesen, andere Berichte nennen als Ziel Touristen vom Flughafen Izmir in Richtung Aydın. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge durch die Schutzleitplanken geschleudert und stürzten einen Abhang hinunter in bewaldetes Gelände. Rettungskräfte, Feuerwehr, Einsatzkräfte der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD und Gendarmerie wurden an die Unfallstelle entsandt. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein, um die genauen Umstände und Ursachen des Unfalls zu klären.
Opfer
Zwei Menschen starben, beide Insassen des Kleinbusses und beide türkische Staatsbürger. Die türkische Nachrichtenagentur DHA identifizierte sie als Brüder: den 58-jährigen Ali Şevket Yavuz, der den Kleinbus fuhr, und den 65-jährigen Orhan Yavuz. Keiner der Toten war polnischer Staatsbürger. Die Angaben zur Zahl der verletzten Polen gehen auseinander. Am Freitag berichteten türkische Medien unter Berufung auf die Tageszeitung Hürriyet von neun verletzten polnischen Fahrgästen, und am Freitagabend bezeichnete die Zeitung ihren Zustand als gut. Der Sprecher des polnischen Außenministeriums, Maciej Wewiór, sagte dem polnischen Rundfunk, sieben Personen seien verletzt worden. Am Samstagmorgen meldete RMF FM, dass eine Person im Krankenhaus verblieben sei, während sechs weitere mit leichten Verletzungen medizinische Hilfe benötigten.
- Hürriyet (türkischer Medienbericht)
- 9 Personen
- Maciej Wewiór, polnisches Außenministerium
- 7 Personen
Eine verletzte Person hat ein gebrochenes Bein und muss im Krankenhaus bleiben, während die übrigen die Einrichtung verlassen haben und unter der Obhut des Reiseveranstalters stehen. Die am Freitag genannten Zahlen beschreiben die Situation unmittelbar nach dem Unfall, während die Aktualisierung vom Samstag einen späteren Behandlungsstand wiedergibt.
Widersprüchliche Darstellungen der Ursache
Die Darstellungen, wie es zu dem Zusammenstoß kam, unterscheiden sich. In polnischen Medien zitierte türkische Berichte besagen, der Fahrer des Kleinbusses habe die Kontrolle verloren und sei in den Bus gefahren. Eine andere Version, gestützt auf vorläufige Erkenntnisse, lautet, der Kleinbus habe versucht, vom Standstreifen aus in den Verkehr einzufädeln. Die türkische Nachrichtenagentur DHA nannte als Busfahrer den 44-jährigen Erkan Elalmış. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sollen die genauen Ursachen klären; ein Termin für deren Abschluss wurde in den Berichten nicht genannt.
Unterstützung für die Touristen
Alle polnischen Fahrgäste stehen unter der Obhut des Reiseunternehmens, das die Fahrt organisiert hatte. Mitarbeiter des Unternehmens halfen nach dem Unfall den Verletzten und den übrigen Fahrgästen, und die Verletzten wurden mit Krankenwagen in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. Der polnische Konsul steht mit der Gruppe in Kontakt und beteiligt sich an den Hilfsmaßnahmen für polnische Staatsbürger im Ausland. Der Sprecher des polnischen Außenministeriums, Maciej Wewiór, sprach mit dem polnischen Rundfunk über den Fall. Die nächsten Schritte hängen von den Ergebnissen der türkischen Ermittlungen ab, die die Ursachen noch nicht benannt haben.
- Bus mit 45 polnischen Touristen stößt auf der Straße Aydın–Izmir bei Germencik mit einem Kleinbus zusammen
- Die türkische Tageszeitung Hürriyet bezeichnet den Zustand der verletzten Polen als gut
- RMF FM meldet eine Person im Krankenhaus und sechs weitere mit leichten Verletzungen

