
Polnischer Fallschirmspringer stirbt in Tschechien, nachdem sich der Fallschirm bei einem Gruppensprung nicht öffnete
Ein 51-jähriger polnischer Fallschirmspringer starb am Freitag bei Klatovy in Tschechien, nachdem sich die Leinen seines Hauptfallschirms verdreht hatten und sein Reserveschirm sich bei einem Sprung aus 4.000 Metern Höhe nicht öffnete.
Tödlicher Zwischenfall bei Trainingssprung
Ein 51-jähriger polnischer Fallschirmspringer starb am Freitag, dem 2. Oktober 2026, während einer Gruppensprung-Übung in Tschechien. Der Unfall ereignete sich auf einer Wiese zwischen der Gemeinde Tocnik und der Stadt Klatovy, unmittelbar in der Nähe des örtlichen Flughafens. Polizeisprecher Michal Schon erklärte, der Fallschirmspringer sei kurz vor 9:30 Uhr auf freiem Gelände gelandet, während andere erste Berichte den Sprung gegen 10:30 Uhr verorteten. Das Opfer nahm an einem Gruppensprung mit 14 weiteren Fallschirmspringern aus verschiedenen Ländern teil, im Rahmen von Trainings für eine bevorstehende Flugschau. Das internationale Treffen wurde von Pink Aviation organisiert, um das 40-jährige Jubiläum des Flugzeugs Pink Skyvan zu feiern.
Ausrüstungsfehler in großer Höhe
Die Gruppe verließ das Flugzeug gemeinsam in einer Höhe von etwa 4.000 Metern über dem Boden. Die Organisatorin der Veranstaltung, Jana Spevackova, berichtete, der 51-jährige polnische Staatsangehörige sei ein erfahrener Fallschirmspringer gewesen, der im Laufe seiner Karriere Hunderte ähnlicher Sprünge absolviert habe. Die Probleme begannen kurz nachdem der Fallschirmspringer das Flugzeug verlassen und den Hauptschirm geöffnet hatte, als sich die tragenden Aufhängungsleinen verdrehten. Die Verwicklung brachte den Springer während des Sinkflugs in einen schnellen, unkontrollierten Trudel. Spevackova bemerkte, dass sich die Notlage sehr schnell entwickelte und den Mann daran hinderte, seinen Reserveschirm erfolgreich auszulösen. Die Organisatorin schätzte, dass der Fallschirmspringer mit einer Geschwindigkeit zwischen 70 und 100 km/h auf dem Boden aufschlug.
- Eine Gruppe von 14 Fallschirmspringern springt in einer Höhe von 4.000 Metern aus dem Flugzeug.
- Der Hauptfallschirm öffnet sich mit verdrehten Leinen und löst einen schnellen, unkontrollierten Trudel aus.
- Der Reserveschirm öffnet sich nicht, bevor der Springer mit 70 bis 100 km/h auf einer Wiese aufschlägt.
- Ersthelfer führen vor Ort mit Hubschrauberunterstützung eine Wiederbelebung durch, doch der Springer wird für tot erklärt.
Er sprang in einer Höhe von etwa 4.000 Metern über dem Boden aus dem Flugzeug, und als sich der Fallschirm öffnete, waren die Leinen, die ihn halten, verdreht.
Notfallversorgung und Wiederbelebungsversuche
Rettungsteams und ein Rettungshubschrauber wurden sofort auf das offene Feld bei Tocnik entsandt. Ersthelfer und Flugrettungssanitäter führten auf der Wiese eine längere Herz-Lungen-Wiederbelebung durch und setzten dabei sämtliche verfügbaren modernen Notfallgeräte ein. Das schwere körperliche Trauma durch den Aufprall mit hoher Geschwindigkeit verhinderte die Wiederherstellung der Vitalfunktionen des Opfers. Der Sprecher des regionalen Rettungsdienstes, Martin Stepan, bestätigte den tödlichen Ausgang nach dem Einsatz vor Ort. Die behandelnden Ärzte mussten den 51-jährigen polnischen Fallschirmspringer schließlich noch an der Unfallstelle für tot erklären.
Trotz aller Bemühungen der Retter und der Ausschöpfung aller verfügbaren Mittel konnten die Vitalfunktionen des Patienten nicht wiederhergestellt werden, und die Ärzte mussten ihn für tot erklären.
Offizielle Ermittlungen und frühere Zwischenfälle
Tschechische Polizeiermittler und Spezialisten für Flugunfälle haben eine förmliche Untersuchung eingeleitet, um den genauen Ablauf der technischen und operativen Fehler festzustellen. Die Untersuchung umfasst eine gründliche Prüfung des Sprungverlaufs, der verwendeten Ausrüstung und der physikalischen Mechanismen, die das Auslösen des Reserveschirms verhinderten. Experten analysieren, warum die verdrehten Hauptleinen den anschließenden tödlichen Sinkflug auslösten. Die Tragödie ist der zweite tödliche Fallschirmsprung-Zwischenfall bei Klatovy im Jahr 2026, nach dem Tod eines 34-jährigen Fallschirmspringers im selben Bezirk im Mai. Behörden und Luftfahrtexperten werten weiterhin die Ausrüstung und Zeugenaussagen aus, um die Untersuchung abzuschließen.


