
Polnische Militärärzte nach Ungarn entsandt, um drei schwer verletzte Überlebende eines Busunglücks zu begutachten
Drei Militärärzte aus Polen sind in Ungarn eingetroffen, um drei kritisch verletzte Überlebende eines Busunglücks zu begutachten, bei dem zwölf Pilger ums Leben kamen, und koordinieren deren eventuelle medizinische Evakuierung.
Militärmedizinisches Team nach Ungarn entsandt
Drei Militärärzte des Militärmedizinischen Instituts (WIM-PIB) in Polen wurden nach Ungarn entsandt, um die medizinische Hilfe nach dem polnischen Busunglück zu unterstützen. Das entsandte Team besteht aus Militärärzten, die auf Anästhesiologie und Intensivmedizin, Notfallmedizin, Orthopädie und Traumatologie sowie Neurochirurgie spezialisiert sind. Diese Spezialisten wirken aktiv am Aufbau der operativen Fähigkeiten des Special Operations Surgical Team (SOST) mit. Ihr Hauptauftrag besteht darin, eine spezialisierte klinische Bewertung der verletzten polnischen Staatsbürger durchzuführen und die medizinischen Behandlungen zu überprüfen, die vom ungarischen Personal vor Ort durchgeführt wurden. Wie Instituts-Sprecher Mariusz Gierej ausführte, hat das Team die Aufgabe, genaue Parameter für den sicheren medizinischen Transport festzulegen, klinische Folgepläne in Polen zu skizzieren und die Rückführung zu organisieren, sobald die Patienten transportbereit sind.
Fachärztliche Beurteilung des Zustands der Verletzten und des bisherigen Behandlungsverlaufs, Festlegung der Bedingungen für ihren sicheren Transport, Erstellung eines Plans für die weitere Behandlung nach der Rückkehr nach Polen, einschließlich – in klinisch begründeten Fällen – im WIM-PIB, sowie Planung und medizinische Koordination ihrer Evakuierung, sobald die Transportfähigkeit erreicht ist.
Konsultationen und Status der hospitalisierten Patienten
Nach der Ankunft in Ungarn führte das polnische Ärzteteam Vor-Ort-Gespräche mit ungarischen Ärzten, Krankenhausabteilungsleitern und Mitgliedern des humanitär-medizinischen Hilfsteams. Die Spezialisten trafen sich auch direkt mit den Familien der hospitalisierten polnischen Staatsbürger, um sie auf dem Laufenden zu halten und den anhaltenden Patientenbedarf zu ermitteln. Nach diesen Bewertungen stellten die Behörden fest, dass die ungarischen Krankenhäuser eine medizinische Versorgung bieten, die der in polnischen Einrichtungen gleicht. Folglich entschied die polnische Regierung, dass die drei Schwerstverletzten so lange in Ungarn hospitalisiert bleiben, bis sich ihr klinischer Zustand für einen sicheren Transport ausreichend gebessert hat. Das Ärzteteam überwacht weiterhin ihre Vitalparameter und Fortschritte, um zu bestimmen, wann ein anschließender Lufttransport ohne Beeinträchtigung der Patientensicherheit genehmigt werden kann.
Gestaffelte Rückführung von 35 verletzten Fahrgästen
Vor der Entsendung des militärischen Bewertungsteams wurden im Laufe der Woche 35 verletzte Fahrgäste mit Flugzeugen des Polnischen Medizinischen Luftrettungsdienstes (LPR) und Regierungsmaschinen nach Polen zurückgebracht. Der erste Rückführungsflug fand am Montag statt und brachte 21 Personen zurück nach Polen. Von dieser ersten Gruppe benötigten fünf Personen eine stationäre Krankenhausbehandlung, und zwei dieser Patienten wurden inzwischen nach Hause entlassen. Am Mittwoch transportierte ein zweiter Evakuierungsflug zwölf verletzte Fahrgäste nach Polen, wo sie mit Bodenkrankenwagen direkt in medizinische Einrichtungen in Rzeszów gebracht wurden. Die Woiwodin der Woiwodschaft Podkarpackie, Teresa Kubas-Hul, erklärte, dass sich alle zwölf Patienten, die in Rzeszówer Krankenhäusern behandelt werden, in einem guten Zustand befinden, jedoch weiterhin einer medizinischen Überwachung und Krankenhausaufnahme bedürfen.
- Reisebus mit 59 polnischen Piloten verunglückt auf Ungarns M3-Autobahn nahe Mezőkeresztes
- Erster Evakuierungsflug bringt 21 Fahrgäste nach Polen zurück, fünf benötigen Krankenhausaufenthalt
- Zweiter Flug transportiert 12 Verletzte in Krankenhäuser in Rzeszów
- Drei polnische Militärärzte reisen nach Ungarn, um die drei verbliebenen Patienten zu begutachten
Unfallhergang und grenzüberschreitende Ermittlungen
Das tödliche Straßenunglück ereignete sich gegen 1:00 Uhr am Sonntag auf der M3-Autobahn nahe der Ortschaft Mezőkeresztes in Ostungarn. Der Bus beförderte 59 polnische Staatsbürger, die sich auf der Rückreise von einer religiösen Pilgerreise nach Medjugorje in Bosnien und Herzegowina befanden. Bei dem Zusammenstoß kamen zwölf Menschen ums Leben, bei denen es sich nachweislich um erwachsene Einwohner der polnischen Woiwodschaft Podkarpackie handelte. Die Behörden bestätigten, dass die Leichen aller zwölf Verstorbenen offiziell identifiziert wurden. Die Regionalstaatsanwaltschaft in Krosno führt eine offizielle Untersuchung der Ursachen und Umstände des Unglücks durch, die in direkter Koordination mit den ungarischen Strafverfolgungsbehörden erfolgt.
- Todesfälle
- 12 Fahrgäste
- Nach Polen repatriiert
- 35 Fahrgäste
- In Ungarn hospitalisiert
- 3 Fahrgäste


