
Polnische Polizei überprüft fast 50.000 Schulen – 76 Menschen nach Messerangriffen festgenommen
Am Montag, dem 12. Oktober, kehren Polizeistreifen an polnische Schulen zurück, nach Messerangriffen in Ostrołęka, Leszczydół-Nowiny und Warschau. Bei dem Angriff in Leszczydół-Nowiny starb ein Hausmeister, und die Polizei teilte am Samstagmorgen mit, dass 76 Menschen festgenommen worden seien.
Angriffe in drei Orten und Warschau
Am 29. September griff ein 13-Jähriger zwei Lehrerinnen und einen Mitschüler an einer Grundschule in Staszków an, einem Dorf und einer Gemeinde im Norden des Landes. Eine Lehrerin starb noch am Tatort, die zweite wurde mit einer Stichwunde am Bauch ins Krankenhaus gebracht, und der Schüler starb am selben Tag. Am Mittwoch, dem 7. Oktober, verletzte ein 19-Jähriger an einer Berufsschule in Ostrołęka, nördlich von Warschau, neun Menschen mit einem Messer, zwei von ihnen nach deutschen Berichten schwer. Am Donnerstag, dem 8. Oktober, griff ein 15-Jähriger Mitarbeiter einer Grundschule in Leszczydół-Nowiny an, etwa 70 Kilometer nordöstlich von Warschau, wo der 37-jährige Hausmeister starb. Die Staatsanwaltschaft erklärte, der Angreifer von Ostrołęka habe ein Messer und eine Axt benutzt, und Ministerpräsident Donald Tusk sagte, der 15-Jährige habe einen Helm mit Kamera getragen, um seinen Angriff zu filmen. Bei den Angriffen in Ostrołęka und Leszczydół-Nowiny zusammen starb eine Person und elf wurden verletzt.
Am Samstag stach ein 21-jähriger Schüler in einer Abendschule in der Mińska-Straße in Warschau auf eine 17-Jährige ein, und zwei weitere Frauen im Alter von 17 und 24 Jahren wurden verletzt. Die 17-Jährige erlitt Schnittwunden am Unterarm, ihr Leben ist nicht in Gefahr. Die Ermittler erklärten, der Angriff sei völlig willkürlich gewesen. Jacek Wiśniewski, Sprecher der Warschauer Polizei, sagte, die bisher gesammelten Informationen bestätigten keinen Zusammenhang mit einer Kette von Nachahmungstaten, und die Frau habe nach ihrer Festnahme nicht kooperieren oder sagen wollen, warum sie angegriffen habe.
Polizeikontrollen und Streifen
Tusk ordnete am Donnerstag regelmäßige Polizeikontrollen in allen Schulen des Landes an. Am Freitag überwachten 24.000 Beamte, unterstützt von Ordnungskräften der Gemeinden, Schulen und deren Umgebung, während das CBZC in Zusammenarbeit mit dem ABW das Internet beobachtete. Eine frühere Polizeimeldung zu den Kontrollen bis Freitag 17 Uhr berichtete von fast 35.000 überprüften Einrichtungen, 172 Vorfällen und 59 festgenommenen Personen. Bis Samstag 6 Uhr teilte die Polizei mit, dass fast 50.000 Einrichtungen überprüft, 231 Vorfälle registriert und 76 Menschen festgenommen worden seien; Informationen darüber, wer die Festgenommenen sind, wurden noch nicht veröffentlicht.
- 2026-10-09T17:00
- 59 Personen
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- 76 Personen
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- 172 Vorfälle
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- 231 Vorfälle
Polizeisprecherin Iwona Kijowska sagte der PAP, die Streifen würden am Montag an die Schulen zurückkehren und so lange bleiben, wie es nötig sei.
Wir haben keinen konkreten Zeitraum festgelegt, wie lange die Streifen in den Schulen präsent sein werden. Sie werden so lange dort sein, wie die Notwendigkeit besteht.
Die Beamten werden zu Fuß und mit dem Auto rund um die Schulen patrouillieren, das Schulgelände betreten, um mit Personal und Schulleitung zu sprechen, und Rucksäcke durchsuchen, wenn sie es für gerechtfertigt halten, etwa wenn jemand einen gefährlichen Gegenstand bei sich zu tragen scheint. Kijowska sagte außerdem, die Beamten würden mit den Schülern über die jüngsten Ereignisse und die rechtlichen Folgen eines solchen Verhaltens sprechen.
Junge Menschen sind sich der Folgen ihres Handelns meist nicht bewusst und halten das Posten von Drohungen im Internet für eine Art Scherz. Die Gespräche sollen ihnen klarmachen, dass dem nicht so ist.
Garwolin und Online-Drohungen
Am Samstag gab die Polizei in Masowien die Festnahme eines 14-Jährigen in Garwolin bekannt, die am Freitag erfolgt war, weil er verstörende Inhalte online gestellt hatte. Ein Elternteil aus der Gemeinde Trojanów hatte eine Aufnahme gemeldet, die gefährliche Gegenstände zeigte. Die Beamten fanden im Haus des Jugendlichen, was die Polizei als „Arsenal“ bezeichnete, überwiegend Stichwaffen wie Messer und Äxte sowie ein Luftgewehr, und beschlagnahmten sein Telefon. Der Junge wird sich wegen der Auslösung eines Fehlalarms verantworten, und ein Familiengericht entschied, dass er in ein Erziehungsheim für Jugendliche eingewiesen wird. Die Polizei forderte Eltern und Erziehungsberechtigte auf, die Social-Media-Aktivitäten ihrer Kinder zu beobachten und auf besorgniserregende Anzeichen zu reagieren.
Kijowska sagte, die meisten der bisher Festgenommenen hätten in geschlossenen sozialen Gruppen oder Messengern Inhalte gepostet, die zu Straftaten aufriefen, Drohungen aussprachen oder behaupteten, sie hätten oder planten den Kauf eines Messers, einer Machete oder einer Schusswaffe. Nur eine deutlich kleinere Gruppe sei mit gefährlichen Werkzeugen angetroffen worden. Jeder Fall werde individuell behandelt, und die Beweise würden noch gesammelt. Die Cyber-Einheit der Polizei prüfte, ob eine Social-Media-Challenge zu solchen Angriffen anstiftete, berichtete aber am Freitag, dass es bisher keine Anzeichen dafür gebe.
Regionale Reaktion und wie es weitergeht
Die slowakische Polizei teilte am Freitag mit, sie werde die Präsenz von Beamten in der Nähe von Schulen erhöhen, unter Verweis auf die Tragödie von Staszków und die Ereignisse in Polen, wie die staatliche Nachrichtenagentur TASR berichtete. Ziel sei es, die Bereitschaft zur Reaktion auf Gefahren für Gesundheit und Leben zu überprüfen und zu sehen, wie die Verfahren in der Praxis angewendet werden. In Polen kehren die Streifen am Montag an die Schulen zurück, und die Polizei erklärt, die Beweissammlung für jede festgenommene Person dauere an. Was hinter den Vorfällen steckt, bleibt unklar, da weder die Angreifer von Staszków, Ostrołęka, Leszczydół-Nowiny noch von Warschau öffentlich mit einer gemeinsamen Ursache in Verbindung gebracht wurden.
- Ein 13-Jähriger greift in Staszków zwei Lehrerinnen und einen Mitschüler an; eine Lehrerin und der Schüler sterben
- Ein 19-Jähriger verletzt an einer Berufsschule in Ostrołęka neun Menschen
- Ein 15-Jähriger greift Mitarbeiter einer Grundschule in Leszczydół-Nowiny an; der 37-jährige Hausmeister stirbt
- Polizeimeldung: fast 35.000 Einrichtungen überprüft, 172 Vorfälle, 59 festgenommene Personen
- Polizeimeldung: fast 50.000 Einrichtungen überprüft, 231 Vorfälle, 76 festgenommene Personen
- Polizei gibt die Festnahme eines 14-Jährigen in Garwolin bekannt

