Regierung · Tirana, Paris und Marseille

Zusammenstöße in Tirana zwischen Polizei und Demonstranten, die Edi Ramas Rücktritt fordern

In Tirana setzte die Polizei am Samstag, 24. Oktober, Wasserwerfer und Tränengas ein, als Studierendengruppen und die Mitte-rechts-Opposition gegen Ministerpräsident Edi Rama auf die Straße gingen. Am selben Tag hatte die Pariser Polizei mindestens 130 Menschen festgenommen, und in Mailand durchsuchte die Polizei 150 Wohnungen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, Bloomberg Business, PÚBLICO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Tirana, Paris, Marseille, Mailand · Albanien, Frankreich, Italien
Wie es dazu kam
  1. Ende Mai 2026Friedliche Proteste beginnen gegen einen Plan zum Verkauf von Land in einem Naturschutzgebiet
  2. Ende Juli und August 2026Polizeigewalt setzt laut Gresa Hasa wieder ein, nachdem internationale Journalisten abgereist sind
  3. Mitte Oktober 2026Zusammenstöße verletzen mehr als zwei Dutzend Studierende, 20 Menschen werden festgenommen
  4. 24.10.Zusammenstöße kehren nach drei Tagen relativer Ruhe nach Tirana zurück

Zusammenstöße kehren auf die Straßen von Tirana zurück

Am Samstag, 24. Oktober, kam es in der albanischen Hauptstadt zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten, die den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama forderten. Studierendengruppen und die von Sali Berisha angeführte Mitte-rechts-Opposition hielten am selben Tag getrennte Proteste ab. Die Demokratische Partei hatte für 11 Uhr eine Kundgebung vor dem Amt des Ministerpräsidenten angesetzt, während sich eine Jugendmobilisierung um 14 Uhr versammelte und in Konfrontationen mit den Beamten mündete.

Die Demonstranten warfen Steine, die Polizei antwortete mit Wasserwerfern und Tränengas. Die Menge versammelte sich zunächst vor dem Bildungsministerium, zog dann zum Regierungspalast und verteilte sich anschließend in die Innenstadtstraßen, wo sie brennende Mülltonnen zurückließ. Die Polizei brachte den Hauptboulevard der Stadt unter ihre Kontrolle, während sich die Unruhen ausbreiteten.

Zuvor, während drei Tagen relativer Ruhe vom 21. bis 23. Oktober, hatte Rama Stühle und Betonblöcke vor dem Regierungssitz aufstellen lassen, auf denen das Wort „Dialog“ stand. Junge Demonstranten zerstörten die Stühle mit dem Argument, der Ministerpräsident wolle nur an der Macht festhalten. Am Samstag kehrten die Demonstrationen auf die Straßen zurück.

Proteste breiten sich über Europa aus

Am selben Tag fanden auch in mehreren anderen europäischen Ländern Demonstrationen statt, darunter Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und Albanien. In Paris nahm die Polizei mindestens 130 Menschen fest, und die Behörden schlossen 24 Metrostationen, um Menschenansammlungen zu begrenzen. In Marseille wurde der öffentliche Nahverkehr eingestellt. In Mailand durchsuchte die Polizei 150 Wohnungen wegen des Verdachts, dass dort lebende Personen mit der Anstiftung zu Gewalt während der Proteste in Verbindung stehen; mindestens 50 Minderjährige sollen darunter sein. Für den Nachmittag wurden große Versammlungen in Rom, Bologna und Neapel erwartet.

Ursprünge der Bewegung

Gresa Hasa, Forscherin an der Universität Graz mit Schwerpunkt Balkan, argumentiert, die Unruhen dürften nicht als plötzlicher Wutausbruch gelesen werden. Sie beschreibt sie als Fortsetzung friedlicher Proteste, die Ende Mai begannen und als Flamingo-Revolution bekannt wurden. Auslöser war der Plan der Regierung, Land in einem Naturschutzgebiet zu verkaufen, das mehrere Vogelarten schützt – ein Projekt, das die lokale Presse mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Donald Trump, in Verbindung brachte. Hasa sagt, die Regierung habe sich sehr zurückgehalten, Gewalt einzusetzen, solange internationale Journalisten über die Proteste berichteten, und die Polizeigewalt habe Ende Juli und im August wieder eingesetzt, nachdem diese abgereist waren.

Eine frühere Runde von Zusammenstößen Mitte Oktober verletzte mehr als zwei Dutzend Studierende und führte zu 20 Festnahmen. In der folgenden Woche legten Demonstranten Feuer an mehrere öffentliche Gebäude, darunter das Bildungs- und das Finanzministerium sowie das Berufungsgericht.

Positionen von Regierung und Opposition

Edi Rama hat sich geweigert zurückzutreten und macht für den Konflikt mit den Studierenden Desinformationsnetzwerke aus Russland und Iran sowie linksextreme Gruppen verantwortlich. Die Demonstranten werfen der Demokratischen Partei, der wichtigsten Oppositionskraft unter Sali Berisha, Mittäterschaft in einem aus ihrer Sicht mafiösen System vor. Die Partei hat den Studierendenprotest unterstützt und für Samstag eine eigene Kundgebung vor dem Amt des Ministerpräsidenten angesetzt. Bloomberg berichtete, die Polizei habe auch Gummigeschosse gegen die Menge eingesetzt. Die Demonstranten fordern weiterhin Ramas Rücktritt.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen