
Spanische Polizei beschlagnahmt 1.410 Kilogramm Kokain und verhaftet Clanführer in Galizien
Die spanische Policía Nacional nahm drei Männer fest, darunter den Anführer des Los-Fanchos-Clans, nach der Beschlagnahme von 1.410 Kilogramm Kokain in A Pobra do Caramiñal.
Geheimdienst und internationale Zusammenarbeit
Die Operation begann am Donnerstag, dem 20. August 2026, als Strafverfolgungsbehörden erfuhren, dass zwei Boote eine große Kokainlieferung an einem Strand in A Pobra do Caramiñal im Bezirk Barbanza von A Coruña gelöscht hatten. Die US-amerikanische Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) lieferte frühe Geheimdienstinformationen, die die Ermittlungen auslösten. Beamte der Grupo de Respuesta Especial contra el Crimen Organizado (GRECO Galicia) der Policía Nacional übernahmen in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizeidienststelle in Ribeira die Ermittlungen. Erste Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass der örtliche Clan Os Fanchos den Auftrag übernommen hatte, die Seefracht in Empfang zu nehmen, die Bündel zu löschen und in sicheren Häusern zu verstecken, bis eine sichere Verteilung arrangiert werden konnte.
Überwachung der Clanführung
Die Polizei konzentrierte die Überwachung auf Rafael R.G., den die Ermittler als Kopf des Los-Fanchos-Clans und Koordinator der Empfangs- und Lageroperation identifizierten. Der Clan operiert hauptsächlich im Bezirk Barbanza, einschließlich der Städte Boiro und A Pobra do Caramiñal. Die Ermittler überwachten das Haus des Anführers, um seine Bewegungen zu verfolgen und das Lager zu lokalisieren. Die erste bedeutende Interaktion wurde am Freitag, dem 21. August, um 06:55 Uhr aufgezeichnet, als ein Auto vor dem Wohnsitz des Ziels anhielt. Eine Person verließ das Grundstück mit einem Rucksack und stieg in das Fahrzeug, das dann Sicherheitsmanöver durchführte, um zu prüfen, ob Polizeieinheiten ihnen folgten.
- Polizei erhält DEA-Informationen über zwei Boote, die Kokain in A Pobra do Caramiñal anlanden
- Überwachung zeichnet einen Verdächtigen mit Rucksack auf, der das Haus des Clanführers mit einem Auto verlässt
- Beamte fangen drei Verdächtige beim Transport von Paketen in der Nähe des Strandes O Conchido ab und beschlagnahmen 1.410 kg Kokain
- Verdächtige werden den Justizbehörden in Ribeira für Gerichtsanhörungen überstellt
Mitternächtliche Transfers und Festnahmen am Strand
Die Aktivitäten intensivierten sich in den frühen Morgenstunden des Samstags, 22. August. Rafael R.G. und zwei andere Männer unternahmen wiederholte Fahrten zwischen seinem Haus und einem Schuppen auf der anderen Straßenseite, der direkt am Strand O Conchido lag. Überwachungsteams beobachteten, wie die drei Männer große, schwere Pakete aus dem Küstenschuppen holten und zu einem dritten Wohnhaus in A Pobra do Caramiñal transportierten. Aufgrund der Abmessungen der Pakete und der körperlichen Anstrengung, die für den Transport erforderlich war, kamen die Beamten zu dem Schluss, dass es sich um die zwei Tage zuvor eingegangene Kokainlieferung handelte. Die Polizei griff sofort während des Transfers ein, nahm die drei Männer auf der Stelle fest und sicherte die Pakete, bevor die Lieferung verlegt oder aufgeteilt werden konnte.
Durchsuchungen und Gerichtsverfahren
Nach den Festnahmen vollstreckten die Beamten Durchsuchungsbefehle an drei miteinander verbundenen Orten: dem Wohnsitz von Rafael R.G., dem Strandschuppen gegenüber dem Grundstück und dem dritten Haus, in das die Bündel gebracht wurden. Auf den drei Anwesen beschlagnahmte die Polizei 1.410 Kilogramm Kokain sowie 100 Gramm Heroin, Bargeld und weiteres Material, das mit dem Verteilernetz in Verbindung stand. Die drei festgenommenen Männer wurden wegen des Verdachts auf Drogenhandel und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung in Haft genommen. Am Montag, dem 24. August, wurden mindestens zwei der Festgenommenen den Justizbehörden in Ribeira überstellt, um vor Gericht zu erscheinen.


