
Ungarischer Gripen-Kampfjet stürzt nahe Szolnok ab – Pilot rettet sich mit Schleudersitz
Ein Gripen-Kampfjet der ungarischen Streitkräfte ist am Montag bei Szolnok abgestürzt. Es gab keine Verletzten oder zivile Schäden, nachdem der Pilot die Maschine auf militärisches Gelände lenkte und sich ausstieß.
Flugzeugabsturz bei Szolnok
Ein Saab JAS 39 Gripen-Kampfjet der ungarischen Streitkräfte ist am Montag, den 24. August 2026, in der Nähe der zentralungarischen Stadt Szolnok abgestürzt. Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar gab den Absturz in einem öffentlichen Facebook-Beitrag gegen 11:35 Uhr Ortszeit bekannt und erklärte, die genaue Ursache des Unglücks sei noch nicht bekannt. Szolnok ist ein urbanes Zentrum mit rund 71.000 Einwohnern, das an der internationalen Transitroute E60 liegt, die Westeuropa mit dem Schwarzmeerhafen Constanța verbindet, etwa 130 Kilometer Luftlinie von der rumänischen Stadt Oradea entfernt. Erste Bewertungen ergaben, dass keine zivile Infrastruktur beschädigt wurde und keine Unbeteiligten Verletzungen erlitten.
Aus noch unbekannten Gründen ist vor wenigen Minuten ein Gripen-Kampfjet der ungarischen Streitkräfte in der Nähe von Szolnok abgestürzt. Der Pilot konnte sich aussteigen. Die Ermittlungen laufen, und der Verteidigungsminister ist auf dem Weg zum Unglücksort.
Pilotenschleudersitz und Notfallmaßnahmen
Der Pilot des Kampfjets führte einen Notausstieg durch, bevor die Maschine auf dem Boden aufschlug. Der ungarische Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi äußerte sich zu dem Vorfall in einer auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft und bestätigte, dass der Pilot lebe und von einem Krankenwagen aufgenommen worden sei. Ruszin-Szendi erklärte, das medizinische Personal habe keine Verletzungen infolge des Schleudersitzvorgangs festgestellt. Laut dem Verteidigungsminister habe der Pilot bis zum letzten Moment daran gearbeitet, die sinkende Maschine von Wohngebieten fernzuhalten, und das Flugzeug erfolgreich auf militärisches Gelände gelenkt.
Offizielle Untersuchung vor Ort
Nach dem Absturz leiteten ungarische Militär- und Regierungsbeamte Notfallprotokolle ein, um den Ort zu sichern und das Wrack zu inspizieren. Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi und der Generalstabschef der ungarischen Streitkräfte reisten sofort zum Absturzort bei Szolnok. Technische Ermittler der Streitkräfte leiteten eine offizielle Untersuchung ein, um den Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren und die technischen oder operativen Faktoren zu identifizieren, die zum Absturz führten. Ministerpräsident Magyar bestätigte in weiteren Kommentaren zu seinem Beitrag, dass erste Überprüfungen null Todesfälle und null zivile Schäden ergaben.
Geschichte der ungarischen Gripen-Flotte
Die ungarische Luftwaffe betreibt seit 2006 schwedisch gebaute Gripen-Mehrzweckkampfflugzeuge, als die erste Maschine aus Schweden geliefert wurde, um in Ungarn in Dienst zu stellen. Die Flugzeuge bilden seither die primäre Kampffähigkeit für die ungarische Luftraumverteidigung und regionale Sicherheitsverpflichtungen. Im Februar 2024 traf der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson in Budapest mit dem damaligen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zusammen. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz während dieses Besuchs gaben beide Regierungschefs bekannt, dass Ungarn seine bestehende Flotte von 14 schwedischen Gripen-Kampfflugzeugen um vier weitere Maschinen ergänzen werde.
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