
Londoner Polizei beschlagnahmt 90 Luxusautos, darunter Ferrari im Wert von 3,7 Mio. Pfund, bei Rekordrazzia
Die Metropolitan Police hat bei einer gezielten Aktion gegen gefährliches Fahren in Kensington, Chelsea und dem Hyde Park am Wochenende 90 Fahrzeuge im Wert von über 8 Millionen Pfund beschlagnahmt, darunter einen in Dubai zugelassenen Ferrari Monza SP2.
Rekordverdächtige Beschlagnahmung
Die Londoner Metropolitan Police hat bei einer gezielten Aktion am Wochenende gegen nicht versichertes, asoziales und gefährliches Fahren in einigen der wohlhabendsten Bezirke der Hauptstadt 90 Fahrzeuge im Wert von mehr als 8 Millionen Pfund (9,3 Millionen Euro) beschlagnahmt. Die Operation, die gemeinsam mit dem Motor Insurers' Bureau durchgeführt wurde, lief von Freitag, dem 7. August, bis Sonntag, dem 9. August, in Kensington, Chelsea und dem Hyde Park. Die Polizei erklärte, sowohl die Anzahl als auch der Gesamtwert der beschlagnahmten Fahrzeuge seien die höchsten in der fünfjährigen Geschichte der Operation.
Die herausragendste Beschlagnahmung war ein Ferrari Monza SP2 im Wert von 3,7 Millionen Pfund (etwa 4,2 Millionen Euro), eines von nur 499 Exemplaren, die der italienische Hersteller produzierte. Der in Dubai zugelassene Supersportwagen war erst einen Tag im Vereinigten Königreich, als Polizeibeamte ihn stoppten. Der Fahrer besaß nur einen Führerschein auf Probe, hatte keine Versicherung und saß weniger als eine halbe Stunde am Steuer. Ein vergleichbarer Monza SP2 wurde Anfang des Jahres bei einer Auktion für fast 5 Millionen Dollar verkauft. Der Monza SP2 ist eine moderne Interpretation der Renn-Barchettas der 1950er Jahre, hat keine Windschutzscheibenfenster und verwendet ein von Ferrari als Virtual Wind Shield bezeichnetes System, das den Luftstrom über die Köpfe der Insassen lenkt. Zu den bekannten Besitzern des Modells gehören der Koch Gordon Ramsay und der ehemalige Fußballspieler Zlatan Ibrahimović.
Polizeibeamter fährt Ferrari zum Polizeihof
Anstatt den Sportwagen – wie bei beschlagnahmten Fahrzeugen üblich – auf einen Tieflader zu laden, fuhr ein Polizeibeamter der Metropolitan Police mit Sonnenbrille den offenen Ferrari durch Mayfair und den Marble Arch zum Polizeihof, begleitet von Streifenwagen und dem leeren Tieflader. Aufnahmen der Szene kursierten in den sozialen Medien, wo Nutzer scherzten, es sei der „beste Tag“ in der Karriere des Beamten gewesen. Ein Kommentator schrieb, der Beamte werde als „der glücklichste Mann der Welt“ nach Hause gehen.
Festnahmen und weitere Beschlagnahmungen
- Die Operation beginnt mit dem Ziel, nicht versicherte, asoziale und gefährliche Fahrer in Kensington, Chelsea und dem Hyde Park ins Visier zu nehmen
- Die Operation endet mit der Beschlagnahme von 90 Fahrzeugen im Wert von über 8 Millionen Pfund
- Die Metropolitan Police gibt die Ergebnisse bekannt: die höchste Anzahl und der höchste Wert in der fünfjährigen Geschichte der Operation
Bei Fahrzeugkontrollen während der Operation gab es vier Festnahmen. Ein Mann, der in einem Mercedes GLC mit 19 auf andere Personen ausgestellten Bankkarten und mehr als 2.500 Pfund Bargeld angetroffen wurde, wurde wegen des Verdachts der Hehlerei und Geldwäsche festgenommen. Ein zweiter Mann, der wegen Fahrens ohne Versicherung gestoppt wurde, wurde wegen des Verdachts des Drogenbesitzes mit Verkaufsabsicht festgenommen; laut Tages Anzeiger fand die Polizei 5.500 Pfund Bargeld bei ihm. Zwei weitere Festnahmen erfolgten, eine wegen der Verwendung von Worten oder Verhaltensweisen, die wahrscheinlich Belästigung, Beunruhigung oder Bedrängnis verursachen, und eine wegen des Verdachts eines Einwanderungsdelikts.
Beschwerden von Anwohnern und Reaktion der Polizei
Der leitende Polizeichef Geoff Tatman, der die Operation leitete, sagte, Anwohner hätten sich wiederholt über gefährliches Fahren und Fahrzeugmodifikationen beschwert, die in der Gegend eine Belästigung darstellten.
Wir hören regelmäßig von Anwohnern, die es satt haben, dass Menschen in der Gegend gefährlich fahren oder Modifikationen vornehmen, die sie für diejenigen, die in der Nähe wohnen, zur Belästigung machen.
Fünfzehn der 90 Fahrzeuge wurden aufgrund neuer Befugnisse beschlagnahmt, die es der Polizei erlauben, ein Auto sofort zu konfiszieren, wenn es in asozialer Weise genutzt wird, ohne vorher eine Verwarnung auszusprechen. Angus Eaton, Geschäftsführer des Motor Insurers' Bureau, sagte, die Operation zeige, dass die Regeln für alle Autofahrer unabhängig vom Wert des Fahrzeugs gelten, das sie fahren.


