Polens Fußballerinnen verlieren 0:1 gegen Belgien im WM-Playoff, Pajor vergibt Elfmeter
Elena Dhont traf in der dritten Minute der Nachspielzeit vor der Halbzeitpause, nachdem Kinga Seweryn zuvor einen Elfmeter von Tessa Wullaert gehalten hatte. Ewa Pajor vergab in der 57. Minute im Den Dreef in Heverlee einen Elfmeter für Polen.
Ein spannungsgeladenes erstes Halbzeit in Heverlee
Belgien ging als Favorit in die Partie im Den Dreef in Heverlee, und die Gastgeberinnen kontrollierten die Anfangsphase. Kinga Seweryn wurde mehrfach geprüft, parierte einen Distanzschuss und einen Kopfball von Marie Detruyer, während Elena Dhont einen Versuch über die Latte setzte. Polens erste echte Chance kam in der 16. Minute, als Ewa Pajor aus etwa 16 Metern abschloss, doch Lowiese Seynhaeve war zur Stelle. Nach einem schlechten belgischen Torhüterinnen-Ausflug ergab sich für Polen eine weitere Gelegenheit, die jedoch nicht genutzt werden konnte.
Zwei Elfmeter, einer pro Halbzeit gehalten
Der VAR überprüfte in der 33. Minute ein Foulspiel, als Wiktoria Zieniewicz Dhont am linken Arm hielt und sie daran hinderte, den Ball zu erreichen. Die Schiedsrichterin entschied auf Elfmeter für Belgien, und die 33-jährige Tessa Wullaert trat an. Seweryn erahnte ihre Absicht und parierte, Zieniewicz sah die Gelbe Karte. In der 57. Minute, nach einem Standardfoul von Sari Kees an Paulina Dudek, entschied Schiedsrichterin Emanuela Rusta nach VAR-Überprüfung auf Elfmeter für Polen. Pajors flacher Schuss nach links wurde von Seynhaeve gehalten, die die Richtung richtig erahnte.
- Ewa Pajor schießt aus etwa 16 Metern, Lowiese Seynhaeve hält
- VAR-Elfmeter für Belgien, nachdem Elena Dhont gehalten wurde, Kinga Seweryn hält Tessa Wullaerts Schuss
- Pajors Versuch aus kurzer Distanz wird von Sari Kees geblockt
- Elena Dhont trifft nach einem Steilpass von Tessa Wullaert, Belgien führt zur Pause 1:0
- VAR-Elfmeter für Polen, Ewa Pajors Schuss wird von Lowiese Seynhaeve gehalten
- Natalia Padilla-Bidas kommt einem Ausgleich nahe, Polens Torhüterin pariert
Dhonts Tor vor der Pause
In der dritten Minute der Nachspielzeit am Ende der ersten Halbzeit spielte Wullaert einen Steilpass auf Dhont. Dhonts Schuss in Richtung des langen Ecks überwand Seweryn und brachte Belgien zur Pause mit 1:0 in Führung. Die zweite Halbzeit brachte Polen mehr Spielanteile, wobei Ewelina Kamczyks Schuss durch die Mitte und Oliwia Wos' Versuch Paraden erzwangen. Natalia Padilla-Bidas kam in der 82. Minute einem Ausgleich nahe, und Polens Torhüterin parierte zwei Mal in schneller Folge.
Schau, wie sie das gelesen hat.
Kommentatorin Joanna Tokarska lobte mit diesen Worten Seweryns Parade beim Elfmeter der ersten Halbzeit, als sich die Partie einem 1:0-Sieg Belgiens näherte.
Was das Ergebnis für die Qualifikation bedeutet
Polen beendete die Qualifikationsgruppe mit vier Teams mit einem Punkt auf dem letzten Platz, mit fünf Niederlagen und einem Unentschieden. Das bedeutete Rang vier in Gruppe 2 der Division A und Platz 14 insgesamt, was sie als eine der Mannschaften auf den Plätzen zwei bis vier in die europäischen Playoffs brachte. Belgien belegte in seiner Gruppe mit 14 Punkten den zweiten Platz und spielte in einer niedrigeren Liga. Sieben der acht Playoff-Sieger qualifizieren sich direkt für die WM 2027, ein polnischer Playoff-Sieg garantiert also noch keinen Platz. Der am niedrigsten eingestufte Sieger muss im Februar 2027 ein einzelnes interkontinentales Playoff gegen eine Mannschaft aus Venezuela, Taiwan, Usbekistan, Südafrika, Papua-Neuguinea, Ghana, Ecuador oder die fünft- oder sechstplatzierte Mannschaft des CONCACAF-Pokals bestreiten.
- Niederlagen
- 5
- Unentschieden
- 1
Die ersten Playoff-Spiele sind für den 9. und 13. Oktober angesetzt, die weiteren Runden sind für Ende November und Anfang Dezember geplant. Die WM wird mit 32 Teams ausgetragen, und Spanien, Deutschland, Frankreich und Dänemark haben sich bereits direkt aus Europa qualifiziert.


