
Pogoń Szczecin schlägt Cracovia 2:0 und beschert Grzelak die erste Niederlage nach sechs Unentschieden
Tore von Léo Borges und Paul Mukairu bescherten Pogoń Szczecin am Montag einen 2:0-Auswärtssieg bei Cracovia, beendeten die Serie von sechs Unentschieden von Cracovia-Trainer Bartosz Grzelak und fügten ihm seine erste Niederlage zu.
Spielzusammenfassung
Cracovia empfing Pogoń Szczecin am 3. August 2026 im Stadion Cracovii zum zweiten Spieltag der PKO BP Ekstraklasa; beide Mannschaften suchten den ersten Saisonsieg. Die Gastgeber hatten zum Auftakt 0:0 beim amtierenden Meister Lech Posen gespielt, während Pogoń zu Hause gegen Legia Warschau nach einem Gegentor in der 96. Minute mit 0:1 verlor. 11.023 Zuschauer verfolgten die Partie bei 30 Grad Hitze, es waren keine Gästefans anwesend. Durch den Sieg kletterte Pogoń auf den siebten Platz, Cracovia fiel auf Rang 15 und verlängerte seine sieglose Ligaserie auf zehn Spiele.
Erste Halbzeit
Cracovia startete druckvoll und wäre in der vierten Minute beinahe in Führung gegangen, als ein Schuss von Mauro Perković über den eigenen Mitspieler Brahim Traoré abgefälscht wurde und am Tor vorbeiging. Pogoń übernahm allmählich die Kontrolle, der Debütant Darko Čurlinov vergab in der 21. Minute eine klare Chance aus 13 Metern und schoss später einen Freistoß über das Tor. Auch Paul Mukairu traf aus vielversprechender Position das Tor nicht. Die beste Phase von Cracovia kam kurz vor der Pause: Beno Selan und Ajdin Hasić zwangen Torhüter Valentin Cojocaru innerhalb weniger Sekunden zu zwei Glanzparaden. Die Halbzeit endete torlos, obwohl Cracovia zehn Schüsse abgegeben hatte, vier davon aufs Tor. Aufgrund der hohen Temperaturen wurde in der Mitte der Halbzeit eine Abkühlungspause eingelegt.
Zweite Halbzeit und Tore
Pogoń schlug 40 Sekunden nach Wiederanpfiff zu. Mukairu legte den Ball auf Linksverteidiger Léo Borges ab, der einen flachen Schuss aus der Distanz an Sebastian Madejski vorbei ins Tor jagte. Cracovia drängte auf den Ausgleich: Kahveh Zahiroleslam vergab zwei gute Chancen, und Mateusz Klich köpfte in der 76. Minute nach einer Flanke von Martin Minczew direkt auf Cojocaru. In der vierten Minute der Nachspielzeit konterte Pogoń, Mukairu umkurvte Madejski und schob zum 2:0-Endstand ins leere Tor ein. Mit diesem Tor und seiner Vorlage für Borges wurde Mukairu zum Matchwinner.
- Perković-Schuss abgefälscht ins Aus
- Čurlinov vergibt klare Chance aus 13 Metern
- Selan und Hasić scheitern an Cojocaru
- Borges trifft aus der Distanz
- Klich-Kopfball von Cojocaru gehalten
- Mukairu erzielt Tor nach Konter
Reaktionen der Trainer
Cracovia-Trainer Bartosz Grzelak, der seit seiner Amtsübernahme sechs Unentschieden in Folge erzielt hatte, sagte, er habe nichts am Einsatz seiner Spieler auszusetzen.
Man kann ein Spiel auf verschiedene Weise verlieren. Manchmal verliert man, weil nichts funktioniert und man seine Mannschaft nicht wiedererkennt, aber ich denke, heute haben wir viele Dinge gut genug gemacht, um nicht zu verlieren. Ich habe nichts am Einsatzwillen oder Kampfgeist der Spieler auszusetzen.
Er fügte hinzu, dass die Mannschaft in den ersten 30 Minuten zu tief verteidigt habe und erst nach der Kühlungspause wie geplant pressen konnte. Pogońs Oscar Garcia, der seinen ersten Sieg mit dem Verein feierte, bezeichnete das Ergebnis als verdient.
Es war ein verdienter Sieg.
Verletzungen und Kadernews
Cracovia erlitt vor dem Spiel einen schweren Schlag, als der von Lecce ausgeliehene offensive Mittelfeldspieler Filip Marchwiński einen Kreuzbandriss erlitt und für den Rest der Saison ausfällt. Es handelt sich um dieselbe Verletzung, die ihn bereits in Italien zwei Jahre lang außer Gefecht gesetzt hatte. Pogoń verlor während des Spiels zwei Stammverteidiger: Linus Wahlqvist ging in der 60. Minute vom Platz, Attila Szalai in der 79. Minute – beide verletzt. Garcia bestätigte, dass der Club noch daran arbeite, vor dem Schließen des Transferfensters ein paar weitere Spieler zu verpflichten, während Grzelak auf mögliche weitere Transfers bei Cracovia anspielte. Gelbe Karten sahen Cracovias Dijon Kameri und Amir Al-Ammari sowie Pogońs Wahlqvist.


