Film & Medien · Taormina, Agrigento und L'Aquila
Michele Placido in Taormina geehrt, kündigt Rai-Serie über mafia-ermordeten Richter Livatino an und kritisiert Selbstzensur junger Regisseure
Beim Taormina Film Festival erhielt der 80-jährige Schauspieler und Regisseur Michele Placido einen Preis für sein Lebenswerk und kündigte seine erste Rai-Fernsehserie „Il giudice e i suoi assassini“ an, die dem Richter Rosario Livatino gewidmet ist. Er griff zudem das seiner Meinung nach vorherrschende Klima der Selbstzensur unter jungen italienischen Filmemachern an.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von lastampa.it, La Repubblica.it, AGI und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Michele Placido erhielt am Abschlussabend des Festivals den Taormina Film Festival Achievement Award.
Placido kündigte „Il giudice e i suoi assassini“ an und enthüllte neue Dokumente, die zeigen, dass Livatino dieselben Anti-Mafia-Methoden wie Falcone und Borsellino anwandte.
Der Pontifex traf sich anderthalb Stunden mit Placido, um die Serie zu besprechen, und wünschte sich während des Seligsprechungsprozesses ein Werk, das die Intimität der Menschen berührt.
Placido beschuldigte junge italienische Regisseure des mangelnden Mutes und der Bevorzugung sicherer Geschichten und forderte eine Rückkehr zum Gesellschaftskino von Rosi, Petri und Damiani.

- September 1990Rosario Livatino von der ‚Stidda‘-Mafia in Agrigento ermordet
- 2021Papst Franziskus spricht Livatino als Märtyrer, getötet ‚in odium fidei‘, selig
- 14.06.Michele Placido kündigt auf dem Taormina Film Festival die Rai-1-Serie ‚Il giudice e i suoi assassini‘ an
Ein Karrierehöhepunkt in Taormina
Am Abschlussabend des Festivals wurde Placido mit dem Taormina Film Festival Achievement Award ausgezeichnet. Auf der Bühne erinnerte er an seine frühe Arbeit an „Pummarò“, einem bahnbrechenden Film über die Ausbeutung undokumentierter afrikanischer Arbeiter, und lobte die lange Tradition des italienischen Gesellschaftskinos. Er nannte die Regisseure Francesco Rosi, Elio Petri und Damiano Damiani. Anschließend wandte er sich der Gegenwart zu und argumentierte, dass es den heutigen jungen Regisseuren an Mut fehle.
„Im heutigen italienischen Kino gibt es leider eine Art Selbstzensur. Junge Regisseure haben Angst und lenken lieber auf zahmere und beruhigendere Geschichten um. Der Mut, sich bestimmter Themen anzunehmen, fehlt.“
Livatino: Der Richter und die Methode
Die Serie mit dem Titel „Il giudice e i suoi assassini“, die für Rai 1 bestimmt ist, dreht sich um Rosario Livatino, einen sizilianischen Richter, der im September 1990 von Mitgliedern der Mafia-Organisation ‚Stidda‘ in Agrigento aus einem Hinterhalt heraus ermordet wurde. Livatino wurde 2021 von Papst Franziskus als Märtyrer, getötet ‚in odium fidei‘, seliggesprochen. Placido sagte, er habe neue Gerichtsdokumente entdeckt, die die Anti-Mafia-Strategie des Richters beleuchten.
„Ich habe neue Dokumente entdeckt, die praktisch zeigen, wie er eine Methodik zur Bekämpfung der Mafia anwandte, die der von Falcone und Borsellino entspricht, nämlich die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Bankkonten.“
Das persönliche Engagement von Papst Franziskus
Papst Franziskus bestellte Placido zu einem Gespräch ein, das auf eine halbe Stunde angesetzt war, sich aber auf anderthalb Stunden ausdehnte. Der Pontifex, so erinnerte sich Placido, begrüßte ihn mit den Worten „Michele, Michele, ich weiß, dass Sie der Regisseur sein werden“ und wollte jedes Detail des Projekts verstehen, das parallel zum Seligsprechungsprozess entstand.
„Der Papst wünschte sich ein Werk, das die Intimität der Menschen berührt.“
Ein verlorener Mut und ein Film über Coelestin V.
Placido stellte die Selbstzensur, die er bei jüngeren Filmemachern wahrnimmt, dem Beispiel von Oliver Stone gegenüber, der Rosi wiederholt als seinen Meister bezeichnet hat. Er verriet auch ein weiteres Rai-Projekt: einen Film über Papst Coelestin V., den Eremitenpapst aus dem 13. Jahrhundert, den Dante in der Hölle platziert hat. Placido übernimmt im Alter von 80 Jahren die Hauptrolle und spielt einen 87-jährigen Pontifex. Die Dreharbeiten fanden in den Abruzzen statt, und er sagte, er sei mit seiner eigenen Leistung zufrieden, da er die körperlichen Anforderungen der Rolle gefürchtet hatte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- lastampa.itMichele Placido: "I giovani registi si autocensurano, io continuo a raccontare le mafie
- La Repubblica.itPlacido tra Livatino e Celestino V: "Ecco la differenza tra essere credenti e essere credibili
- AGIJ'accuse di Placido: 'In Italia registi senza coraggio si autocensurano'
- ANSA.itMichele Placido, 'racconto in tv il beato Livatino e i suoi assassini' - Tv
- Michele Placido
- Italienischer Schauspieler und Regisseur, erhielt den Taormina Film Festival Achievement Award und kündigte die Rai-Serie über Rosario Livatino an.
- Rosario Livatino
- Sizilianischer Richter, 1990 von der Mafia ermordet, 2021 seliggesprochen, Thema von Placidos Serie.
- Pope Francis
- Traf sich mit Placido, um die Serie zu besprechen, und drängte auf ein Werk, das die Intimität der Menschen berührt.
- Celestine V
- Papst und Eremit aus dem 13. Jahrhundert, Thema von Placidos bevorstehendem Rai-Film.
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