Kurz gefasst
Neun Personen, die als mutmaßliche Kernmitglieder der kriminellen Organisation gelten, sind nach ersten Berichten vom Donnerstag, 22. Oktober, festgenommen worden.
Der Organisation wird vorgeworfen, von 2022 bis heute mindestens 25 Millionen Euro Mehrwertsteuer nicht an den griechischen Staat abgeführt zu haben.
Die Behörden haben bei den Durchsuchungen Bargeld von mehr als 500.000 Euro sowie Luxusautos, Schmuck und Beweismittel beschlagnahmt.
Die Ermittler werfen den Verantwortlichen vor, in einer Kette mit mehr als 100 Filialen landesweit gefälschte Kassensysteme eingesetzt zu haben; die DAOE arbeitet dabei mit der AADE zusammen.
Die Razzien
Die Direktion zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität (DAOE) startete am Morgen des Donnerstag, 22. Oktober, eine großangelegte Operation mit dem Ziel, eine kriminelle Organisation zu zerschlagen, der vorgeworfen wird, keine Mehrwertsteuer an den griechischen Staat abgeführt zu haben. Die Ermittlungen führt die Einheit für Wirtschaftskriminalität in Zusammenarbeit mit der Unabhängigen Behörde für öffentliche Einnahmen (AADE) und der Direktion für kriminologische Forschung. Durchsuchungen finden in Filialen und Privatwohnungen statt, die Arbeit erfolgt unter strenger Geheimhaltung. Ersten Berichten zufolge beläuft sich die mutmaßlich nicht abgeführte Mehrwertsteuer auf mindestens 25 Millionen Euro für den Zeitraum von 2022 bis heute.
Der mutmaßliche Betrug
Die Organisation steht in Verbindung mit einer bekannten Pizza-Kette mit einem landesweiten Netz von mehr als 100 Filialen in ganz Griechenland. NewsIT nennt die Kette Pizza Fun, andere Medien sprechen lediglich von einer bekannten Pizza-Kette. Die Ermittler werfen den Verantwortlichen vor, in den Filialen gefälschte Kassensysteme eingesetzt zu haben. Der Fall soll die Eigentümer der Kette betreffen, und einige Berichte nennen neben den Steuervorwürfen weitere Straftaten.
Festnahmen und Beschlagnahmungen
Bislang sind neun Personen festgenommen worden, die als mutmaßliche Mitglieder des Kerns der kriminellen Gruppe bezeichnet werden. Bei den Durchsuchungen haben die Behörden Bargeld von mehr als 500.000 Euro, Luxusautos, eine Menge Schmuck und weitere Beweismittel beschlagnahmt.
- Mutmaßlich nicht abgeführte Mehrwertsteuer seit 2022 (mindestens)
- 25000000 EUR
- Bisher beschlagnahmtes Bargeld (mehr als)
- 500000 EUR
Daten aus dem Artikeltext
Die Ermittlungen dauern an, um weitere mögliche Beteiligte zu identifizieren. Offizielle Mitteilungen der griechischen Polizei werden im Laufe des Donnerstags erwartet.
Was offen bleibt
Die bisherigen Zahlen stammen aus ersten Berichten, und der Mehrwertsteuerbetrag wird mit mindestens 25 Millionen Euro angegeben. Die Bargeldsumme und die Zahl der Festnahmen können sich im Zuge der weiteren Durchsuchungen ändern. Bei den neun Personen handelt es sich um mutmaßliche Kernmitglieder, nicht um verurteilte Straftäter. Die Berichte sagen noch nicht, wann die Verdächtigen einem Staatsanwalt vorgeführt werden.