
Fernando Pimenta gewinnt vierten K1-1000m-Weltmeistertitel in Posen mit rekordverdächtigem zehnten Podestplatz
Fernando Pimenta sicherte sich in Posen, Polen, seinen vierten K1-1000-Meter-Weltmeistertitel. Er stoppte die Uhr bei 3:24.39 Minuten und schlug den Ungarn Balint Kopasz um 0,22 Sekunden.
Ein zehntes Podest in Posen
Portugals Fernando Pimenta gewann am Samstag, den 29. August 2026, die Goldmedaille im Einer-Kajak (K1) über 1.000 Meter bei den Kanu-Sprint-Weltmeisterschaften in Posen, Polen. Der 37-jährige Kanute startete von Bahn vier auf dem Maltasee und absolvierte die 1000-Meter-Strecke in 3 Minuten und 24.39 Sekunden. Pimenta setzte sich mit 0,22 Sekunden Vorsprung gegen den Ungarn Balint Kopasz durch, der in 3 Minuten und 24.61 Sekunden ins Ziel kam, während der Australier Thomas Green mit einer Zeit von 3 Minuten und 25.80 Sekunden die Bronzemedaille gewann. Mit dem Sieg holte sich Pimenta seinen vierten Weltmeistertitel über 1.000 Meter und den zehnten Podestplatz bei Weltmeisterschaften auf dieser Distanz. Mit vier Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen übertraf er den Norweger Knut Holmann, der zwischen 1990 und 1998 neun K1-1000-Meter-Medaillen gesammelt hatte, und wurde zum erfolgreichsten Paddler in der Geschichte dieser Disziplin.
- Fernando Pimenta (POR)
- 204.39 s
- Balint Kopasz (HUN)
- 204.61 s
- Thomas Green (AUS)
- 205.8 s
Weg durch Vorläufe und Halbfinals
Pimenta erreichte das Finale, nachdem er den sechsten Qualifikationslauf vor dem Italiener Andrea Schera und dem Norweger Amund Vold gewonnen hatte. Im dritten Halbfinal-Lauf traf er auf Kopasz, den Olympiasieger von Tokio und Bronzemedaillengewinner von Paris, der als Titelverteidiger nach Posen gekommen war. Pimenta gewann dieses Halbfinale und sicherte sich damit den Einzug in den Endlauf. Vor dem Finale beschrieb der portugiesische Athlet seine Wettkampfmentalität: Er wolle seine Gegner in Bestform sehen.
Ich sehe sie gerne brennen, gereizt. Das ist ein gutes Zeichen. Es bedeutet, dass sie ihr Bestes geben werden, was ich will. Ich will, dass meine Gegner im Finale alle bei 100% sind. Und ich will auch bei 101% oder 110% sein, mein Maximum geben. Dann werden wir sehen, wer der Beste ist.
- Fernando Pimenta
- 10
- Knut Holmann
- 9
Emotionale Vorbereitung und Rennumsetzung
Vor dem Start blickte Pimenta auf seine Karriere zurück: Sein erstes WM-Medaille hatte er 16 Jahre zuvor mit einer Silbermedaille im Zweier-Kajak (K2) über 500 Meter zusammen mit Emanuel Silva gewonnen. Er verbrachte 30 Minuten vor dem Rennen allein auf dem Steg, um die emotionale Belastung nach dem Bronzemedaillen-Ergebnis in Mailand 2025 zu bewältigen. Auf dem Wasser führte der Athlet aus Ponte de Lima von Beginn an auf der 1000-Meter-Strecke. Pimenta hielt in den letzten 250 Metern eine hohe Schlagfrequenz, um einen späten Angriff von Kopasz abzuwehren. Gleich am Steg nach dem Überqueren der Ziellinie feierte er die Rückeroberung des Weltmeistertitels.
Der Großvater ist zurück. Ich bin sehr glücklich, wir haben im Kanusport Geschichte geschrieben, ich wusste, dass wir den Medaillenrekord brechen würden, wenn ich gewinne, und ich will mehr, mehr und noch mehr gewinnen.
Ergebnisse des Nationalteams und offizielle Anerkennung
Das Gold war die zweite Medaille Portugals bei den Meisterschaften in Posen 2026, nachdem Gustavo Gonçalves, João Ribeiro, Messias Baptista und Pedro Casinha bereits Bronze im Vierer-Kajak (K4) über 500 Meter gewonnen hatten. Der portugiesische Präsident António José Seguro veröffentlichte eine offizielle Stellungnahme, in der er Pimenta für seine Langlebigkeit und sportliche Disziplin im Alter von 37 Jahren lobte. Seguro gratulierte auch Bernardo Pereira und Sara Sotero zum Gewinn des Mixed-Doppel-Surfski-Titels bei den European Ocean Racing Championships in Brest, Frankreich. In Brest hatte Pereira zuvor auch die absoluten und die U23-Europameistertitel im Einer-Surfski gewonnen.


