Migration · Canterbury

Britisches Gericht verurteilt südsudanesischen Jugendlichen, weil er 165 Migranten über den Ärmelkanal gesteuert hat

Der Canterbury Crown Court verurteilte den 19-jährigen Chan Mathok Atak zu 27 Monaten Haft, weil er am 23. Juli ein luftverlierendes Boot mit 165 Migranten von Frankreich nach England gesteuert hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, The Telegraph, Reuters und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Canterbury · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. 23.07.Chan Mathok Atak steuert ein Schlauchboot mit 165 Migranten über den Kanal
  2. August 2026Atak legt am Canterbury Crown Court ein Schuldbekenntnis ab
  3. 18.09.Atak wird am Canterbury Crown Court zu 27 Monaten Haft verurteilt

Urteilsverkündung am Canterbury Crown Court

Ein 19-jähriger Asylbewerber aus dem Südsudan wurde am Freitag am Canterbury Crown Court zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Chan Mathok Atak hatte zuvor ein Schuldbekenntnis zu einer einzigen Anklage der Gefährdung anderer bei einer Überfahrt von Frankreich nach Großbritannien abgelegt. Atak erschien zur Verhandlung in einem T-Shirt und mit einem großen weißen Rosenkranz um den Hals und verfolgte die Verhandlung mit Hilfe eines arabischen Dolmetschers. Richterin Sarah Counsell entschied, dass die Schwere des Verhaltens eine sofortige Haftstrafe erfordere, und warnte zugleich, dass Atak nach Verbüßung seiner 27-monatigen Haftstrafe von einer automatischen Abschiebung bedroht sei.

„Wer sich dafür entscheidet, solche Boote zu steuern, übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit der Menschen an Bord.“

Sarah Counsell

Zustand des Bootes während der Überfahrt im Juli

Der Vorfall ereignete sich am 23. Juli, als Atak ein etwa 14 Meter langes Schlauchboot mit starrem Rumpf steuerte, das 165 Menschen über den Ärmelkanal beförderte. Unter den Passagieren des buslangen Bootes befanden sich 31 Kinder im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, der Jüngste war 14 Jahre alt. Staatsanwalt James Harrison teilte dem Gericht mit, dass das Boot schwere technische Probleme hatte, nur mit einem seiner beiden Außenbordmotoren lief und weder über Navigationsgeräte noch über Erste-Hilfe-Ausrüstung verfügte. Überwachungsaufnahmen aus der Luft zeigten, wie Atak das Boot mindestens 90 Minuten lang steuerte, während er eine schwarze Jacke mit einem „Italia“-Logo trug, bevor er das Kleidungsstück ablegte und sich unter die Passagiere kauerte, um nicht entdeckt zu werden. Das Boot verlor langsam Luft und nahm während der gesamten Überfahrt Wasser auf, sodass ein Passagier ständig Luft in die Schläuche pumpen musste, bevor die Grenzschutzbehörde Großbritanniens das Boot abfing.

Juristische Argumente und richterliche Feststellungen

Die Verteidigerin Audrey Cherryl Mogan erklärte, Atak sei vor der Gewalt im Südsudan geflohen und habe weder die Organisation der Überfahrt noch die Auswahl des Bootes oder die Zahl der Passagiere an Bord beeinflusst. Die Verteidigung betonte, es gebe nicht ein einziges Beweisstück, das ihn mit der Überfüllung oder dem Fehlen von Sicherheitsausrüstung an Bord in Verbindung bringe. Richterin Counsell akzeptierte, dass Atak den Schleusungsbetrieb nicht koordiniert habe, hielt jedoch fest, dass Steuerleute die rechtliche Verantwortung für die Personen an Bord übernehmen und die öffentlichen Dienste belasten. Nach der Urteilsverkündung verurteilte die National Crime Agency die Überfahrt.

„Chan Atak handelte unvorstellbar rücksichtslos, und seine Taten hätten leicht viele Todesfälle verursachen können, wäre dieses Boot nicht abgefangen worden.“

John Turner, Leitender Ermittler bei

Anwendung des Gesetzes zur Bekämpfung der Schleusung von 2026

Die Strafverfolgung stellt eine Anwendung der im Januar 2026 eingeführten Gesetzgebung dar, die speziell Personen unter Strafe stellt, die Migrantenboote steuern und Menschenleben gefährden. Die ersten Verurteilungen nach diesem Gesetz erfolgten im Juni 2026, als ein afghanischer Staatsangehöriger und ein sudanesischer Staatsangehöriger zu Haftstrafen von mindestens zwei Jahren verurteilt wurden. Die 165 Migranten an Bord von Ataks Schlauchboot stellten die höchste bis dahin registrierte Zahl auf einem einzelnen Boot dar, obwohl diese Zahl im August übertroffen wurde, als ein anderes Boot mit 230 Menschen übergesetzt wurde. Das Urteil folgt auf öffentliche Spannungen über die Ankünfte im Ärmelkanal, darunter Demonstrationen an der Südküste Anfang September, bei denen Menschenmengen wegen der Überfahrten mit kleinen Booten Straßen blockierten.

Passagierzahlen auf ausgewählten hochkapazitiven Ärmelkanal-Migrantenbooten im Jahr 2026Personen
23. Juli 2026
165 Personen
August 2026
230 Personen

Daten aus dem Artikeltext

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