Wahlen · Paris und Le Havre

Édouard Philippe lehnt eine gemeinsame Vorwahl von Rechten und Mitte ab und nennt sie eine „Vorwahl der Spaltung“

Am Sonntag, dem 1. November 2026, hat Édouard Philippe seine Ablehnung einer gemeinsamen Vorwahl von Rechten und Mitte für das Präsidentschaftsrennen 2027 bekräftigt – vier Tage, nachdem Gabriel Attal eine „Vorwahl der Demokraten“ vorgeschlagen hatte. Die Bewerber müssten im Februar ihre Verantwortung übernehmen, sagte er.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SWI swissinfo.ch, BFMTV, La Libre.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: G.Garitan, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Gabriel Attal schlägt eine „große Vorwahl der Demokraten“ vor
  2. 1.11.Philippe lehnt die Vorwahl bei TF1 ab und sagt, die Kandidaten müssten im Februar entscheiden

Philippes Absage bei TF1

Édouard Philippe, Kandidat von Horizons und Bürgermeister von Le Havre, sagte am Sonntag, dem 1. November 2026, in den 20-Uhr-Nachrichten von TF1, er glaube nicht, dass eine Vorwahl von Rechten und Mitte stattfinden werde. Er nannte sie eine „Vorwahl der Spaltung und eine Vorwahl der Verwirrung“ und argumentierte, das Prinzip einer Vorwahl bestehe darin, die Unterschiede zwischen den Kandidaten zu betonen, statt Gemeinsamkeiten zu schaffen. In den Umfragen ist er der bestplatzierte Kandidat des Lagers aus Rechten und Mitte, auch wenn seine Werte in den vergangenen Wochen gesunken sind.

Philippe sagte, die Bewerber müssten ihre Verantwortung übernehmen und die Frage im Februar klären. Er deutete an, dass die am schlechtesten platzierten Kandidaten dann zurücktreten müssten, und sagte, er sei es gewohnt, seine eigene Verantwortung zu übernehmen.

Ziele der Vorwahl-Debatte

Philippes Kritik richtete sich gegen einen Vorschlag, den der Renaissance-Kandidat Gabriel Attal am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, für eine „große Vorwahl der Demokraten“ gemacht hatte, um eine Stichwahl zwischen La France insoumise und dem Rassemblement national zu verhindern. Philippe sagte, der Vorschlag bringe Fortsetzer des Macronismus zusammen – er nannte Attal –, daneben andere, die auf eine Einigung der Rechten zusteuerten, eine Anspielung auf David Lisnard. Lisnard, Bürgermeister von Cannes und Kandidat des liberalen rechten Lagers, hat zuletzt in Umfragen zugelegt und ist ein ernstzunehmender Rivale von LR-Parteichef Bruno Retailleau.

Vertreter der Mitte hatten Lisnard am Wochenende angegriffen, weil er nicht klar genug eine Allianz mit dem Rassemblement national ablehne. Philippe wehrte sich am Sonntag erneut und sagte, er werde weder mit den Macronisten noch mit dem RN regieren.

Weitere Stimmen

Der LR-Bürgermeister von Meaux, Jean-François Copé, sagte am Sonntag in BFM Politique, es werde keine Vorwahl geben. Die Kandidaten seien sich uneinig darüber, wer teilnehmen solle, und Philippe sei dagegen. Copé fügte hinzu, er selbst sei dafür gewesen, und deutete an, die Parteien müssten sich bis Januar einigen.

Der Fraktionsvorsitzende der Modem in der Nationalversammlung, Marc Fesneau, forderte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit La Tribune Dimanche eine Vorwahl von den Sozialdemokraten bis zur republikanischen Rechten – ohne Lisnard. Aurore Bergé, Ministerin von Renaissance, sagte Le Parisien, die Parteien sollten sich bis Jahresende auf die Modalitäten einigen.

Wie es weitergeht

Die erste Runde der Präsidentschaftswahl ist laut 20 Minutes für den 18. April 2027 angesetzt. Ob eine gemeinsame Vorwahl zustande kommt, bleibt offen: Philippe und Copé sind skeptisch, Attal, Fesneau und Bergé drängen weiter auf unterschiedliche Formate.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Paris, Le Havre · Frankreich

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