
Schweiz beendet 88-jährige Wartezeit auf WM-K.o.-Sieg, besiegt Algerien 2:0 und erreicht Achtelfinale
Breel Embolo und Dan Ndoye trafen früh in jeder Halbzeit, als die Schweiz Algerien in Vancouver mit 2:0 besiegte und sich erstmals seit 1938 für das Achtelfinale der Weltmeisterschaft qualifizierte.
Spielzusammenfassung
Die Schweiz lieferte eine disziplinierte, effiziente Leistung ab und warf Algerien mit einem 2:0-Sieg im BC Place am Donnerstag aus der Weltmeisterschaft. Embolo eröffnete in der 10. Minute nach einem blitzschnellen Konter, der von Johan Manzambi eingeleitet wurde, und Ndoye verdoppelte die Führung unmittelbar nach der Pause, um eine 88-jährige Wartezeit auf einen K.o.-Sieg bei dem Turnier zu beenden.
Die Schweizer, die in den Jahren 2006, 2014, 2018 und 2022 im Achtelfinale ausgeschieden waren, treffen am Dienstag in Vancouver entweder auf Kolumbien oder Ghana.
- Anstoß im BC Place, Vancouver
- Breel Embolo trifft nach Manzambis Konterflanke (1:0)
- Halbzeit: Schweiz führt nach einer verwerteten Chance
- Dan Ndoye macht es direkt nach Wiederanpfiff 2:0
- Abpfiff: Schweiz zieht ins Achtelfinale ein
Manzambis Stern geht weiter auf
Der 20-jährige Mittelfeldspieler lieferte erneut den kreativen Funken, indem er eine flache Hereingabe von links für Embolos Abstauber schlug. Manzambi kam mit drei Toren und einer Vorlage bereits bei dieser WM in das Spiel und erhöhte seine Gesamt-Torbeteiligungen auf fünf mit der entscheidenden Vorlage. Trainer Murat Yakin lobte seine Vielseitigkeit und Ausdauer:
Er ist unglaublich vielseitig und durchsetzungsfähig. Er hat viel Tempo am Ball. Er hat zwei- oder dreimal tolle Situationen gefunden. Aber er musste auch defensiv arbeiten. Und je länger das Spiel dauerte, desto schwieriger wurde es für ihn.
Taktische Kontrolle und defensive Stärke
Yakin stellte sein Team so auf, dass es frühen Druck absorbierte und dann konterte. Nach dem Tor wechselte die Schweiz in Ballbesitz zu einem Fünfer-Mittelfeld, erstickte Räume und zwang Algerien, über die Außenbahnen anzugreifen. Kapitän Granit Xhaka, der seinen 150. Einsatz feierte, orchestrierte die defensive Formation, während Denis Zakaria als rechter Verteidiger beeindruckte und Torhüter Gregor Kobel die wenigen Halbchancen, die durchkamen, souverän meisterte.
Yakin bezeichnete es als eine nahezu perfekte Defensivleistung:
Wir haben dem Gegner keine Chancen zugelassen. Ich möchte mein gesamtes Team loben, denn sie mussten heute leiden, und ich denke, sie haben genau im richtigen Moment getroffen.
Algerische Frustration
Algeriens Trainer Vladimir Petkovic, der sieben Jahre lang die Schweiz trainierte, gab zu, dass seine Mannschaft für Fehler schwer bezahlt habe. Die Nordafrikaner hatten mehr Ballbesitz und mehr Schüsse, konnten aber nicht verwerten, wobei Kapitän Riyad Mahrez kurz nach dem zweiten Schweizer Tor aus vielversprechender Position direkt auf einen Verteidiger schoss.
Jedes Mal, wenn wir unseren ersten Fehler gemacht haben, haben wir ein Gegentor kassiert. Der Gegner hatte drei Chancen und hat zwei davon genutzt. Wir hatten mehr Möglichkeiten als sie, aber leider ist es, wie es ist.
Schweizer Optimismus und ein Gruß des Präsidenten
Die Schweizer Presse lobte die Leistung als reif und abgeklärt. Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin verfolgte das Spiel von der Tribüne aus mit einer roten Kappe mit dem Slogan „Switzerland – Great Since 1291“, was als spielerische Anspielung auf die rote MAGA-Kappe von US-Präsident Donald Trump interpretiert wurde. Mit einem Achtelfinal-Treffen gegen entweder Kolumbien oder Ghana als Nächstes glauben die Schweizer, dass sie weiterkommen können. Yakin lehnte es ab, eine Präferenz für den Gegner zu äußern, und sagte einfach: „Es gibt keine leichten Gegner.“


