
Algerien trennt sich von Trainer Vladimir Petkovic nach WM-Achtelfinal-Aus
Der algerische Fußballverband gab am Montag die einvernehmliche Auflösung von Vladimir Petkovics Vertrag bekannt, einen Monat nachdem die Mannschaft bei der WM 2026 im Achtelfinale gegen die Schweiz ausgeschieden war.
Einvernehmliche Trennung bekanntgegeben
Algerien und Cheftrainer Vladimir Petkovic haben sich einvernehmlich getrennt, wie der algerische Fußballverband (FAF) am Montagabend bestätigte. Die Entscheidung fällt einen Monat nach dem Ausscheiden der Mannschaft bei der WM 2026 in Nordamerika, wo sie das Achtelfinale erreichte und dann mit 2:0 gegen die Schweiz verlor. Der 62-jährige bosnischstämmige, in die Schweiz eingebürgerte Trainer war seit Anfang 2024 im Amt und hatte erst zwei Monate vor Turnierbeginn eine Vertragsverlängerung bis 2028 unterschrieben.
Der algerische Fußballverband gibt bekannt, dass die vertragliche Beziehung mit dem Nationaltrainer, Herrn Vladimir Petkovic, und seinem Trainerstab heute offiziell im gegenseitigen Einvernehmen beendet wurde.
Petkovics Bilanz als Trainer
Petkovic übernahm im Februar oder März 2024 von Djamel Belmadi und betreute 33 Spiele, in denen er 23 Siege, 5 Unentschieden und 5 Niederlagen verbuchte. Diese Bilanz schloss die erfolgreiche Qualifikation für die auf 48 Mannschaften erweiterte WM ein, Algeriens erste WM-Teilnahme seit 2014. Trotz der respektablen Gesamtzahlen einigten sich Verband und Trainer auf eine vorzeitige Vertragsauflösung nach zwei enttäuschenden Turnieren.
- Siege
- 23 Spiele
- Unentschieden
- 5 Spiele
- Niederlagen
- 5 Spiele
Rückschläge bei Turnieren
Der erste Rückschlag kam beim Afrika-Cup Anfang 2026, als Algerien im Viertelfinale mit 2:0 gegen Nigeria ausschied. Bei der WM überstand die Mannschaft die Gruppenphase als einer der acht besten Gruppendritten nach einer 3:0-Niederlage gegen Argentinien, einem 2:1-Sieg gegen Jordanien und einem 3:3-Unentschieden gegen Österreich. Die Kampagne endete im Achtelfinale mit einer 2:0-Niederlage gegen die Schweiz, einem Spiel, in dem Petkovics taktische Entscheidungen in den algerischen Medien breit kritisiert wurden.
- Zum algerischen Nationaltrainer ernannt, Nachfolger von Djamel Belmadi
- Algerien im AFCON-Viertelfinale gegen Nigeria ausgeschieden (2:0)
- Vertragsverlängerung bis 2028 vor der WM unterschrieben
- WM-Gruppenphase: 0:3 gegen Argentinien, 2:1 gegen Jordanien, 3:3 gegen Österreich; als bester Gruppendritter weiter
- Achtelfinal-Aus, 0:2-Niederlage gegen die Schweiz
- Einvernehmliche Trennung vom algerischen Fußballverband bekanntgegeben
Wie es weitergeht
Der FAF hat noch keinen Nachfolger benannt. Algeriens unmittelbarer Fokus liegt auf der Qualifikation für den Afrika-Cup 2027, die im September beginnt. Die Mannschaft wurde in die Gruppe I mit Sambia, Togo und Burundi gelost.
Petkovics Hintergrund
Bevor er den Job in Algerien annahm, hatte Petkovic noch nie eine Nationalmannschaft trainiert. Zuvor betreute er die Schweiz, die er bei der EM 2020 im Achtelfinale gegen Frankreich eliminierte, und hatte eine kurze Vereinsstation bei Bordeaux in der Saison 2021/2022. Seine frühere Vereinskarriere umfasste eine Station bei Young Boys.


