
Hyrox entschuldigt sich und überprüft Regeln, nachdem Joanna Wietrzyk trotz Kontamination das Beijing-Event gewinnt
Die deutsche Fitnessmarke Hyrox hat am Montag zugesagt, ihre Eventprotokolle zu aktualisieren, nachdem die australische Teilnehmerin Joanna Wietrzyk ein Rennen in Peking gewann, obwohl sie auf der Strecke unter schwerer Magen-Darm-Inkontinenz litt.
Vorfall während des Beijing Pro Women-Rennens
Am Samstag, den 12. September 2026, trat die australische Athletin Joanna Wietrzyk in der Hyrox Pro Women-Division im Ice Ribbon-Stadion in Peking an. Die 24-jährige Weltmeisterin erlitt während der körperlichen Anstrengung plötzliche Magen-Darm-Beschwerden und Stuhlinkontinenz. Hyrox-Events kombinieren acht separate Ein-Kilometer-Läufe mit acht funktionellen Fitness-Workouts, was eine kontinuierliche körperliche Belastung erzeugt. Wietrzyk entschied sich, nicht für medizinische Hilfe anzuhalten oder die Strecke zu verlassen, sondern setzte alle Übungsstationen fort und belegte mit einer aufgezeichneten Zeit zwischen 1:01:23 und 1:03:23 den ersten Platz. Nach ihrem Finish postete Wietrzyk ein Bild von einem medizinischen Bett mit einer Siegesunterschrift, bevor sie es nach negativem öffentlichem Feedback löschte.
Man sagt, geh hart oder geh nach Hause... Ein Sieg ist ein Sieg.
Athletenkritik und Ausrüstungskontamination
Die Entscheidung der Eventverantwortlichen, Wietrzyk das Rennen beenden zu lassen, führte zu Beschwerden anderer Teilnehmer und Beobachter. Mitläufer mussten ihre Routen ändern, um kontaminierte Bereiche zu umgehen, wobei einige Athleten auf der beeinträchtigten Oberfläche ausrutschten. Die Kontamination erstreckte sich auf gemeinsame Ausrüstungsstationen, sodass Teilnehmer nachfolgender Wellen verschmutzte Kettlebells und Rudergeräte handhaben mussten. Der Teilnehmer Joe Ho forderte die Organisatoren öffentlich heraus und erklärte, dass das Unternehmen Verantwortung übernehmen müsse, wenn seine Betriebsabläufe versagen. Mehrere Athleten legten formelle Beschwerden ein und beantragten Rückerstattungen der Anmeldegebühren bei den Organisatoren, wobei sie auf Gesundheitsgefahren auf dem Wettkampfboden hinwiesen.
- Joanna Wietrzyk gewinnt das Beijing Hyrox Pro Women-Rennen, während sie unter schwerer Magen-Darm-Inkontinenz leidet.
- Konkurrenten und Zuschauer registrieren Beschwerden über kontaminierte Streckenbedingungen und fordern Rückerstattungen.
- Hyrox-Mitbegründer Moritz Fürste gibt eine öffentliche Entschuldigung heraus und verspricht sofortige Aktualisierungen der Eventprotokolle.
Disziplinarische Ungleichheit unter Hyrox-Regeln
Das Ereignis führte zu einer Überprüfung der Konsistenz der Hyrox-Disziplinarregeln und Sicherheitsstandards. Gemäß den offiziellen Wettkampfregeln erhalten Teilnehmer obligatorische zweiminütige Zeitstrafen für geringfügige Verstöße wie Spucken, Naseputzen oder das Verschütten von Wasser auf dem Veranstaltungsboden. Konkurrenten stellten fest, dass Athleten routinemäßig Strafen für versehentliches Wasserverschütten aus Trinkbechern erhalten, während die Kampfrichter während des Rennens am Samstag keine Zeitstrafen gegen Wietrzyk verhängten. Kommentatoren in Fitnessmedien stellten auch die Frage, ob kommerzielle Beziehungen die Schiedsrichtertätigkeit beeinflusst haben, und wiesen darauf hin, dass Wietrzyk von Puma gesponsert wird, das auch als offizieller Bekleidungssponsor von Hyrox fungiert.
- Wasserverschütten auf der Strecke
- 2 Min.
- Spucken oder Naseputzen
- 2 Min.
- Müll fallen lassen
- 2 Min.
- Beijing-Biogefahr-Vorfall
- 0 Min.
Organisatorische Entschuldigung und Regelrevision
Am Montag, den 14. September 2026, gaben Hyrox-Mitbegründer Moritz Fürste und die deutsche Organisation eine öffentliche Entschuldigung bezüglich des Beijing-Wettbewerbs heraus. Fürste erklärte, dass das Management die Situation nicht angemessen gehandhabt habe, und versprach, die Wettkampfrichtlinien zu aktualisieren, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Hyrox-Vertreter räumten ein, dass bestehende Regeln zu Biokontamination und medizinischen Notfällen während des Events Unklarheiten zwischen Elite- und Massenteilnehmerkategorien geschaffen hätten. Das Unternehmen gab an, dass Wartungspersonal die Strecke und Ausrüstung nach Abschluss des Rennens isoliert und desinfiziert habe. Hyrox kündigte außerdem an, dass Personen, die gewalttätige Drohungen oder Belästigungen gegen Wietrzyk im Internet aussprechen, dauerhaft von allen zukünftigen Events ausgeschlossen werden.
Es gibt keinen Platz in unserer Gemeinschaft für Gewaltandrohungen oder die Aufforderung, einem Athleten Schaden zuzufügen.


