
Deutscher Co-Trainer Peter Hermann stirbt mit 74 nach Kampf gegen ALS
Bayer Leverkusen gab am Samstag den Tod des langjährigen Co-Trainers Peter Hermann im Alter von 74 Jahren nach einem langen Kampf gegen ALS bekannt.
Lange Karriere im deutschen Fußball
Der langjährige deutsche Co-Trainer Peter Hermann starb am Samstag, dem 19. September 2026, im Alter von 74 Jahren. Der Bundesligist Bayer Leverkusen gab seinen Tod am Samstagabend unter Berufung auf Informationen seiner Familie bekannt. Der FC Bayern München bestätigte anschließend, dass Hermann nach einem langen Kampf gegen die neurologische Erkrankung ALS gestorben sei. Hermann, der als Inbegriff des Assistenten im deutschen Fußball galt, arbeitete jahrzehntelang in Spitzenclubs und Jugendnationalmannschaften. Seine Arbeit brachte ihm große Anerkennung in der Branche ein, und Kollegen und Vereine schätzten ihn als mindestens ebenso bedeutend wie viele Cheftrainer.
Jahrzehntelanger Dienst in Leverkusen
Hermann prägte fast drei Jahrzehnte lang die Fußballarbeit bei Bayer Leverkusen in verschiedenen Trainer- und Managementpositionen. Während seiner langen Zeit bei dem Club war er Interimstrainer und Co-Trainer der Profimannschaft. Außerdem leitete er die zweite Mannschaft und war als Scout tätig. Der Verein würdigte seinen bleibenden Beitrag in einer offiziellen Würdigung am Samstag.
Er war der Co-Trainer par excellence in Deutschland. In der Branche bekannter und geschätzter als mancher Cheftrainer.
Vertreter von Leverkusen bekräftigten die Tiefe seines Einflusses auf die Vereinsgeschichte in einer weiteren Stellungnahme.
Die gesamte Bayer-04-Familie ist tief betroffen vom Verlust eines hochgeschätzten Menschen, der den Fußball in Leverkusen über viele Jahrzehnte mitgeprägt hat. Peter bleibt unvergessen.
Triple-Ruhm bei Bayern und nationale Reise
Neben seiner langen Zeit in Leverkusen war Hermann als Co-Trainer bei mehreren prominenten deutschen Clubs und Jugendnationalmannschaften tätig. Seine glanzvollste Zeit hatte er 2013 beim FC Bayern München an der Seite von Cheftrainer Jupp Heynckes. Als erster Assistent von Heynckes half Hermann, Bayern zum ersten Triple der Vereinsgeschichte zu führen, mit dem Gewinn von Bundesliga, DFB-Pokal und UEFA Champions League in derselben Saison. Bayern betonte, dass sein taktischer und organisatorischer Beitrag ihn zu einem unverzichtbaren Teil des Trainerstabs gemacht habe. Hermann kehrte später nach München zurück, um unter Cheftrainer Niko Kovač als Assistent zu arbeiten. Seine Trainerkarriere umfasste auch Assistentenposten beim FC Schalke 04, beim Hamburger SV und zuletzt bei Borussia Dortmund sowie Aufgaben bei Jugendmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
- Gewinnt das kontinentale Triple mit dem FC Bayern München als Assistent von Jupp Heynckes
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Trauerbekundungen in der gesamten Bundesliga
Die Bekanntgabe von Hermanns Tod löste Trauerbekundungen von Clubs und Trainern in der gesamten Bundesliga aus. Der FC Bayern München veröffentlichte eine Stellungnahme auf X, in der er an seine entscheidende Rolle während der Saison 2013 erinnerte und sein Andenken nach seinem Kampf gegen ALS ehrte. Borussia Dortmunds Cheftrainer Niko Kovač, der während seiner Zeit beim FC Bayern München eng mit Hermann zusammengearbeitet hatte, sprach während eines Live-Auftritts bei Sky über den Verlust.
Er war ein großartiger Mensch, er hat uns verlassen, und möge Gott seiner Seele gnädig sein.
Kovač erklärte, dass er über die Nachricht vom Tod seines früheren Kollegen tief traurig sei. Die gemeinsamen Trauerbekundungen aus Leverkusen, München und Dortmund spiegelten Hermanns Status als dauerhafte Größe des deutschen Fußballs wider.


