Diplomatie · Lima und Mexiko-Stadt
Peru und Mexiko nehmen diplomatische Beziehungen nach neunmonatigem Asylstreit wieder auf
Lima und Mexiko-Stadt haben am 7. August die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen, nachdem Peru der ehemaligen Premierministerin Betssy Chávez, die wegen Pedro Castillos Selbstputsch von 2022 verurteilt wurde, sicheres Geleit nach Mexiko gewährt hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Adnkronos, BBC, RTVE.es und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die beiden Länder gaben die Wiederherstellung in einer gemeinsamen Erklärung am 7. August 2026 bekannt, neun Monate nachdem Lima die Beziehungen im November 2025 abgebrochen hatte.
Lima gewährte der ehemaligen Premierministerin Betssy Chávez, die wegen Verschwörung zu elf Jahren und fünf Monaten verurteilt wurde, sicheres Geleit, damit sie mit einem Flugzeug der mexikanischen Luftwaffe nach Mexiko reisen konnte.
Präsidentin Claudia Sheinbaum bezeichnete das sichere Geleit als einen Akt des guten Willens von Präsidentin Keiko Fujimori, die am 28. Juli ihr Amt antrat und es zur Bedingung für die Wiederaufnahme der Beziehungen gemacht hatte.
Sheinbaum sagte, Mexiko werde Pedro Castillo weiterhin verteidigen, der 2025 wegen Verschwörung zum Aufstand zu mehr als elf Jahren verurteilt wurde, ein Urteil, das Mexiko für illegal hält.
- November 2025Mexiko gewährt Chávez Asyl; Peru bricht diplomatische Beziehungen ab
- 28.07.Keiko Fujimori übernimmt die Macht in Peru
- 7.08.Diplomatische Beziehungen wiederhergestellt; Chávez reist nach Mexiko ab
Diplomatische Wiederaufnahme
Peru und Mexiko haben sich am Freitag, dem 7. August 2026, darauf geeinigt, die diplomatischen Beziehungen wiederherzustellen, die Lima im November 2025 abgebrochen hatte, nachdem Mexiko der ehemaligen peruanischen Premierministerin Betssy Chávez politisches Asyl gewährt hatte. Die Außenministerien beider Länder gaben eine gemeinsame Erklärung heraus, in der sie sich auf „historische Bande der Brüderlichkeit, Freundschaft und Zusammenarbeit“ als Grundlage für die Versöhnung beriefen, und beide Regierungen bekräftigten ihre Achtung des Völkerrechts und der Grundsätze der UN-Charta.
Der Durchbruch erfolgte nach mehrwöchigen Gesprächen mit der neuen Regierung Perus unter Präsidentin Keiko Fujimori, die am 28. Juli ihr Amt antrat. Die Gewährung von sicherem Geleit für Chávez nach Mexiko war eine Bedingung von Fujimoris Regierung für die Wiederaufnahme der Beziehungen. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum bezeichnete die Entscheidung als einen „Akt des guten Willens“ der rechtsgerichteten Fujimori-Regierung und hieß Chávez in Mexiko willkommen. Perus Außenminister Carlos Espá sagte im peruanischen Fernsehsender Canal N, er sei „sehr glücklich“ über die Wiederherstellung der Beziehungen und bestätigte, dass Chávez gegen Mitternacht zu einem Militärflughafen in Lima gebracht worden sei, wo sie ein Flugzeug der mexikanischen Luftwaffe bestieg.
Der Fall Chávez
Betssy Chávez war Premierministerin unter Präsident Pedro Castillo, der Ende 2022 festgenommen wurde, nachdem er versucht hatte, den peruanischen Kongress aufzulösen. Chávez wurde wegen Verschwörung im Zusammenhang mit ihrer angeblichen Rolle bei Castillos Selbstputsch verurteilt und zu elf Jahren und fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Sie hatte sich in der Residenz der mexikanischen Botschaft in Lima in Sicherheit gebracht. Im November 2025 gewährte Mexiko ihr diplomatisches Asyl, woraufhin die Regierung des damaligen Präsidenten José Jerí die diplomatischen Beziehungen abbrach und den Schritt als Einmischung und „unfreundlichen Akt“ verurteilte. Auch das peruanische Parlament stimmte dafür, Sheinbaum zur „persona non grata“ zu erklären.
Das peruanische Außenministerium stellte fest, dass die Ausstellung des sicheren Geleits nicht bedeute, dass man Chávez als politisch Verfolgte anerkenne, wie die mexikanische Regierung sie betrachte. Espá berief sich auf das Caracas-Abkommen von 1954 als Rechtsgrundlage für das sichere Geleit und erklärte, Peru sei „in vollem Respekt“ des Abkommens vorgegangen.
Anhaltende Spannungen um Castillo
Trotz der diplomatischen Wiederaufnahme machte Sheinbaum deutlich, dass sich Mexikos Haltung zu Castillo nicht geändert habe. Castillo wurde 2025 wegen Verschwörung zum Aufstand zu mehr als elf Jahren Gefängnis verurteilt, ein Urteil, das die mexikanische Regierung für illegal hält. Sowohl Sheinbaum als auch ihr Vorgänger Andrés Manuel López Obrador haben wiederholt Castillos Freilassung gefordert und argumentiert, dass Castillo derjenige sei, der einen Putsch der Gerichte erlitten habe.
„Wir werden Präsident Castillo weiterhin verteidigen, aus den Gründen, die wir dargelegt haben, sie wissen das. Die neue Regierung Perus weiß das, aber nun ja, es ist ein Schritt.“
Mexikos Beziehungen zu Lima hatten sich bereits nach Castillos Sturz und seiner Inhaftierung Ende 2022 zu verschlechtern begonnen, als Mexiko der Ehefrau und den Kindern des abgesetzten Präsidenten Asyl gewährte. Das Chávez im November 2025 gewährte Asyl vertiefte den Riss und führte zum vollständigen Abbruch der diplomatischen Beziehungen, der neun Monate andauerte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- AdnkronosПеру: восстановлены дипломатические отношения с Мексикой после предоставления охранной грамоты экс-премьеру
- AdnkronosPeru: diplomatic relations with Mexico re-established after safe conduct for ex-premier
- BBCMexico and Peru restore diplomatic relations after asylum row
- RTVE.esPerú y México retoman lazos diplomáticos tras nueve meses de tensión por el asilo de la ex primera ministra de Castillo
- Betssy Chávez
- Ehemalige peruanische Premierministerin unter Pedro Castillo, wegen Verschwörung verurteilt und zu elf Jahren und fünf Monaten Gefängnis verurteilt
- Claudia Sheinbaum
- Präsidentin Mexikos, die Chávez Asyl gewährte und die Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen bekannt gab
- Pedro Castillo
- Ehemaliger peruanischer Präsident, Ende 2022 festgenommen nach dem Versuch, den Kongress aufzulösen, zu mehr als elf Jahren Gefängnis verurteilt
- Carlos Espá
- Peruanischer Außenminister, der das sichere Geleit bestätigte und sich auf das Caracas-Abkommen von 1954 berief
- Keiko Fujimori
- Präsidentin Perus, die am 28. Juli 2026 ihr Amt antrat und deren Regierung Chávez sicheres Geleit gewährte
- José Jerí
- Ehemaliger peruanischer Präsident, dessen Regierung im November 2025 die diplomatischen Beziehungen zu Mexiko abbrach
- Andrés Manuel López Obrador
- Sheinbaums Vorgänger als mexikanischer Präsident, der ebenfalls Castillos Freilassung forderte
- Orte
- Lima, Mexiko-Stadt, Caracas
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