
Französischer Regionalzug entgleist auf der Strecke Rouen-Caen – über 40 Verletzte
Ein regionaler TER-Zug mit 180 Passagieren ist am Freitagabend zwischen Tourville und Elbeuf-Saint-Aubin in der Normandie entgleist, nachdem er ein unbekanntes Objekt gerammt hatte. Dabei wurden bis zu 44 Menschen verletzt, und 140 Feuerwehrleute wurden mobilisiert.
Entgleisung auf der Strecke Rouen-Caen
Ein regionaler TER-Personenzug, der auf der Strecke zwischen Rouen und Caen unterwegs war, entgleiste am Freitagabend, dem 11. September 2026, in Nordfrankreich. Der Unfall ereignete sich gegen 19:45 Uhr in der Normandie im Département Seine-Maritime. Der Regionalzug durchquerte den Gleisabschnitt zwischen den Gemeinden Tourville und Elbeuf-Saint-Aubin, nahe der Gemeinde Cléon, als es zum Unfall kam. Der Zug verkehrte auf einer regulären Route zwischen den beiden normannischen Städten mit 180 Personen an Bord. Polizeiquellen, zitiert vom französischen Fernsehsender BFMTV, gaben an, dass der Zug auf ein unbekanntes Objekt auf dem Gleisbett gestoßen sei. Der Aufprall brachte vier Waggons zum Entgleisen, wobei ein Waggon komplett umkippte und auf dem Bahndamm liegen blieb.
- Regionaler TER-Zug mit 180 Passagieren entgleist zwischen Tourville und Elbeuf-Saint-Aubin nach dem Aufprall auf ein unbekanntes Objekt.
- Verkehrsminister Philippe Tabarot gibt eine erste Bilanz von rund 20 Verletzten bekannt; 140 Feuerwehrleute werden mobilisiert.
- Vertreter der Präfektur vor Ort aktualisieren die Zahl der Verletzten auf 43 bis 44 Personen.
Berichte der Passagiere und Schäden im Innenraum
Insgesamt 180 Passagiere befanden sich zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes an Bord des regionalen TER-Zuges. Von der französischen Nachrichtenplattform Franceinfo befragte Passagiere berichteten, sie hätten mehrere aufeinanderfolgende Erschütterungen gespürt, die innerhalb weniger Sekunden an Stärke zunahmen. Die plötzliche Verzögerung und Verschiebung führten dazu, dass mehrere Fensterscheiben zersplitterten und aus den Waggons herausgeschleudert wurden. Lose Schottersteine und Kies vom Bahndamm wurden direkt in die Fahrgastabteile geschleudert, als die entgleisten Waggons zum Stillstand kamen. Die umherfliegenden Trümmer und Glasscherben verursachten bei den Insassen weit verbreitete Schnittwunden und Prellungen. Trotz der physischen Zerstörung der Fahrzeuge bestätigten die örtlichen Behörden, dass es bei dem Unfall keine Toten gab.
Einsatz der Rettungskräfte und Zahl der Verletzten
Die Rettungsmannschaften wurden rasch zum Unfallort zwischen Tourville und Elbeuf-Saint-Aubin mobilisiert. Der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot gab in einer auf der Social-Media-Plattform X veröffentlichten Erklärung bekannt, dass etwa 140 Feuerwehrleute zum Einsatzort entsandt wurden, um sich um die Passagiere zu kümmern und die Verletzten zu versorgen. Minister Tabarot, zitiert von der Nachrichtenagentur Reuters, bestätigte den Umfang des Einsatzes, während die Rettungsdienste an der Bahnstrecke in Seine-Maritime eintrafen. Frühe vorläufige Schätzungen, die von der Präfektur und dem Verkehrsminister gemeinsam veröffentlicht wurden, gingen zunächst von rund 20 Verletzten aus. Vertreter der örtlichen Präfektur, die am Unfallort mit Reportern sprachen, aktualisierten später die Opferzahl und stellten klar, dass zwischen 43 und 44 Passagiere verletzt worden seien. Die Rettungskräfte richteten eine Behandlungsstation vor Ort ein, um alle 180 Reisenden zu untersuchen, Verletzungen zu triagieren und Erste Hilfe zu leisten.
- Passagiere an Bord
- 180 Personen
- Eingesetzte Feuerwehrleute
- 140 Personen
- Verletzte (aktuelle Zahl)
- 44 Personen
- Verletzte (erste Schätzung)
- 20 Personen
Sperrung der Bahnstrecke und Abschaltung der Oberleitung
Nach dem Unfall wurde der Zugverkehr auf der gesamten Strecke zwischen Rouen und Caen in beide Richtungen eingestellt. Die Stromversorgung der Oberleitungen wurde sofort abgeschaltet, um eine Stromschlaggefahr für die Einsatzkräfte zu vermeiden, die sich um die entgleisten Waggons herum bewegten. Die Abschaltung ermöglichte es den 140 eingesetzten Feuerwehrleuten und Rettungskräften, sicher auf dem Gleisbett zu navigieren und Zugang zum umgestürzten Waggon zu erhalten. Die örtlichen Behörden betonten, dass die Abschaltung der Stromversorgung ein notwendiger Schritt war, bevor Personal entlang der Bahnstrecke arbeiten konnte. Die Rettungskräfte führten strukturelle Bewertungen der vier entgleisten Waggons durch und evakuierten die Fahrgäste vom Bahndamm bis in die späten Stunden der Freitagnacht. Der regionale Verkehrskorridor blieb für den Zugverkehr gesperrt, während die Rettungsdienste und Bahntechniker vor Ort im Einsatz waren.


