Mecklenburg-Vorpommern rekrutiert Tausende ehrenamtliche Wahlhelfer für die Septemberwahl
Die Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern stellen die Listen der Freiwilligen fertig, um Tausende von Wahlkabinenposten für die Landtagswahl am 20. September 2026 zu besetzen.
Personalbedarf in den nördlichen Gemeinden
Die Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern stellen die Listen der Freiwilligen für die Landtagswahl am 20. September 2026 fertig. Tausende ehrenamtliche Wahlhelfer werden die Wahlkabinen betreuen, die Wahlberechtigung prüfen, Stimmzettel verteilen und nach Schließung der Wahllokale die Stimmen auszählen. In der Landeshauptstadt Schwerin benötigt die Wahlbehörde rund 800 Freiwillige in den Wahlbezirken 8 und 9. Rostock, die größte Stadt des Landes, benötigt 1.500 Wahlhelfer für die Besetzung der Wahllokale. Weiter östlich benötigt Greifswald 500 Freiwillige für den Wahlbetrieb, während die Stadtverwaltung Neubrandenburg mitteilte, dass am Wahltag etwa 450 Freiwillige im Einsatz sein werden.
Stand in Stralsund und Wismar
Einige Gemeinden schlossen ihre Rekrutierungskampagnen weit vor der Vier-Wochen-Marke ab. Stralsund füllte sein gesamtes Kontingent von 320 Wahlhelfern bis Ende Juli und organisierte Personal in 31 Wahlbezirken und 12 Briefwahlbezirken.
Peter Koslik, Pressesprecher der Stadt Stralsund, bestätigte den Versand der offiziellen Benachrichtigungen.
Wir haben derzeit alle erforderlichen Stellen besetzt. Die Ernennungen für die Wahlhelfer wurden verschickt.
In Wismar benötigt die Stadtverwaltung 296 Wahlhelfer in 28 regulären und acht Briefwahlstationen. Bis Mitte August hatte sich der Fehlbestand in Wismar auf rund 15 offene Stellen verringert, so Stadtpressesprecher Marco Trunk.
- Rostock
- 1500 Freiwillige
- Schwerin
- 800 Freiwillige
- Greifswald
- 500 Freiwillige
- Neubrandenburg
- 450 Freiwillige
- Stralsund
- 320 Freiwillige
- Wismar
- 296 Freiwillige
Entschädigung und Erfrischungsgeld
Freiwillige erhalten je nach Gemeinde und Aufgabenbereich unterschiedliche Vergütungen, das sogenannte Erfrischungsgeld. In Schwerin erhalten die Wahlvorstände 45 €, während Freiwillige in allen anderen Funktionen 35 € erhalten. Rostock zahlt zwischen 65 € und 100 € für den Dienst im Wahllokal und zwischen 45 € und 60 € für die Briefwahlauszählung, plus 10 € für die Teilnahme an einer verpflichtenden Schulung. Greifswald bietet je nach zugewiesener Rolle zwischen 45 € und 80 €, während Stralsund zwischen 40 € und 90 € pro Freiwilligen zahlt.
Neubrandenburg hat kürzlich seine Vergütungssätze erhöht: 120 € für Wahlleiter und Schriftführer, 110 € für deren Stellvertreter und 100 € für Beisitzer. Neubrandenburg gewährt außerdem einen Erfahrungsbonus (Erfahrungszulage) von 20 € für Personen, die bereits in einem Wahlvorstand tätig waren. In Wismar soll der Stadtrat die Vergütung im August verabschieden; ein Entwurf auf Grundlage der Bundestagswahl 2025 sieht Aufwandsentschädigungen zwischen 35 € und 45 € vor.
Logistik und Anforderungen der Wahlbezirke
Um als Wahlhelfer tätig zu sein, muss die Person für die betreffende Landtagswahl wahlberechtigt sein. Obwohl es sich um ein ehrenamtliches Bürgeramt handelt, bleibt die öffentliche Beteiligung ein grundlegendes Element des Wahlsystems. Die Kommunalverwaltungen gestalten die Personalbesetzung sowohl für die persönliche Stimmabgabe als auch für die wachsende Logistik der Briefwahl. Schwerin wird 55 Wahllokale in der Stadt betreiben, was der Gesamtzahl der diesjährigen Oberbürgermeisterwahl entspricht. Greifswald richtet bis zu 42 reguläre Wahlbezirke und bis zu 18 Briefwahlbezirke ein. Neubrandenburg wird seine 450 Freiwilligen auf 38 reguläre Wahlbezirke und 18 Briefwahlbezirke verteilen, um die Stimmzettel nach Schließung der Wahllokale zu bearbeiten. Rostock registriert weiterhin Ersatzpersonal, das flexibel am oder vor dem Wahltag einspringen kann, falls gemeldete Wahlhelfer aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund unvorhergesehener Umstände ausfallen.


