NRWs neue Polizeibeauftragte sucht pensionierte Beamte für Besetzung der Aufsichtsstelle vor dem Start im Oktober
Ursula Mecklenbrauck, die designierte Polizeibeauftragte von Nordrhein-Westfalen, sucht zwei pensionierte Beamte für Teilzeitstellen, die Bürgerbeschwerden und rechtliche Überwachung bearbeiten sollen – mit der Begründung schneller Verfügbarkeit und keiner Belastung des aktiven Personals.
Rekrutierungsstrategie
Ursula Mecklenbrauck, derzeit Polizeipräsidentin in Krefeld, wird ihr neues Amt als unabhängige Polizeibeauftragte des Landes am 1. Oktober 2026 antreten. Bereits vor diesem Termin sucht eine Stellenausschreibung des Landtags zwei pensionierte Polizeibeamte für Teilzeit-Verwaltungspositionen. Die Ausschreibung listet Aufgaben wie die Bearbeitung von Eingaben von Bürgern und Polizeibeamten, die Erfüllung von Anfragen des Innenausschusses und die Überwachung relevanter rechtlicher Entwicklungen auf.
Die Stellenausschreibung richtet sich gezielt an pensionierte Beamte, weil diese voraussichtlich kurzfristig verfügbar sind. Zudem wird dadurch der aktive Personalpool der Polizei nicht belastet.
Der Sprecher fügte hinzu, dass das Team der Beauftragten später durch aktive Beamte ergänzt werden könne, etwa durch vorübergehende Abordnungen. Für das Büro sind sieben Stellen vorgesehen, wobei nicht alle mit Polizeipersonal besetzt werden.
Rolle und Aufgaben
Nach der Aufnahme des Betriebs wird das Büro der Beauftragten als direkte Anlaufstelle für Bürger und Polizeibedienstete dienen, die Beschwerden oder Fragen zum polizeilichen Handeln haben. Die Stelle ist für eine unabhängige Aufsicht außerhalb der Befehlskette konzipiert.
Politischer Hintergrund
Die Schaffung einer Polizeibeauftragten wurde im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen in Nordrhein-Westfalen verankert. Mehrere andere Bundesländer haben bereits ähnliche Beauftragte, und der Bundestag wählte 2024 die erste Bundespolizeibeauftragte.


