Kurz gefasst
In einem Interview am Donnerstag, dem 15. Oktober, sagte Zacharia laut Adnkronos und Der Tagesspiegel, China habe nicht einmal richtige Toiletten gehabt, als sie 2016 von dort zurückkehrte.
Außenministeriumssprecherin Mao Ning sagte auf eine Reporterfrage, Zacharia sei willkommen, häufiger nach China zu kommen und sich die Lage selbst anzusehen, wie am 16. Oktober berichtet wurde.
Zacharia zog 2011 mit ihrem Mann nach China und arbeitete dort laut US-Medien für eine Anwaltskanzlei; inzwischen hat sie eingeräumt, die Anwaltsprüfung nicht bestanden zu haben.
Ihr Debüt-Briefing am Dienstag, dem 13. Oktober, dauerte unter 15 Minuten und umfasste Fragen von drei rechtsgerichteten Medien; das Wall Street Journal berichtete über Zweifel unter Trumps Verbündeten an ihrer Eignung.
- 13.10.Erstes Briefing als Pressesprecherin des Weißen Hauses, Dauer unter 15 Minuten
- 15.10.Interview, in dem sie sagt, China habe nicht einmal richtige Toiletten
- 16.10.Außenministeriumssprecherin Mao Ning lädt sie ein, häufiger nach China zu kommen
Die Äußerung
Katie Zacharia, 41, wurde rund eine Woche vor diesen Äußerungen Pressesprecherin des Weißen Hauses, nachdem Donald Trump sie als Nachfolgerin der zurückgetretenen Karoline Leavitt vorgestellt hatte. In einem Interview am Donnerstag, dem 15. Oktober, sagte sie, als sie 2016 aus China zurückgekehrt sei, habe man allen gesagt, Hillary Clinton werde die Präsidentschaft gewinnen und China sei das nächste Land am Horizont. Sie fragte, wie China dieses Land sein könne, wenn es dort nicht einmal richtige Toiletten gebe. Adnkronos und Der Tagesspiegel nannten als Interviewer den Influencer Jack Posobiec, während n-tv berichtete, sie habe mit dem konservativen Sender Real America's Voice gesprochen.
Pekings Antwort
Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, lächelte, als sie auf eine Frage eines Reporters in Peking sagte, Zacharia sei willkommen, häufiger nach China zu kommen und sich die Verhältnisse selbst anzusehen. Die Antwort erfolgte auf die Frage eines Reporters, wie n-tv und watson übereinstimmend beschreiben. Adnkronos, Der Tagesspiegel, n-tv und der Standard berichteten alle in Artikeln vom 16. Oktober über die Einladung. Adnkronos ordnete den Wortwechsel in einen Handelskrieg aus Zöllen und Gegenzöllen zwischen beiden Ländern ein, dazu Spannungen in verschiedenen Dossiers sowie Lächeln und Händeschütteln zwischen Trump und Xi Jinping.
Hintergrund und Qualifikationen
Zacharia zog 2011 nach Abschluss ihres Jurastudiums in Kalifornien mit ihrem Mann nach China und arbeitete dort laut mehreren US-Medien für eine renommierte Anwaltskanzlei. Der Tagesspiegel berichtet, sie bezeichne sich als Anwältin, obwohl sie offenbar nie eine US-Anwaltsprüfung bestanden habe. n-tv berichtet, sie habe inzwischen eingeräumt, die Anwaltsprüfung nicht bestanden zu haben. Der Tagesspiegel beschreibt sie als ehemalige Fox-News-Kommentatorin, n-tv nennt sie eine ehemalige Fernsehkommentatorin.
Erstes Briefing und Zweifel
Ihr Debüt im Briefingraum des Weißen Hauses fand am Dienstag, dem 13. Oktober, statt und dauerte knapp 15 Minuten. Sie nahm Fragen nur von drei Journalisten rechtsgerichteter Medien entgegen, und ein Versprecher, bei dem sie in einem Satz „Präsident“ und „Ehemann“ verwechselte, sorgte für Gelächter im Raum. n-tv berichtet, sie habe während dieses Briefings zeitweise nervös gewirkt und sich mehrfach verhaspelt. Das Wall Street Journal berichtete über Zweifel, auch unter Trumps Verbündeten, ob sie der Aufgabe gewachsen sei, und Adnkronos merkte an, sie habe bereits wegen anderer Episoden Kritik auf sich gezogen.