Regierung · Prag, Tirana und Ankara
Petr Pavel wird die tschechische Delegation zum NATO-Gipfel in Tirana führen – nach Einigung mit Andrej Babiš
Der tschechische Premierminister Andrej Babiš bestätigte, dass Präsident Petr Pavel die nationale Delegation beim NATO-Gipfel in Tirana führen wird. Damit enden monatelange Streitigkeiten zwischen der Regierung und der Prager Burg.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Aktuálně.cz und ČT24. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Premierminister Andrej Babiš bestätigte, dass Präsident Petr Pavel die tschechische Delegation zum NATO-Gipfel in Tirana führen wird, der für Herbst 2027 oder Frühjahr 2028 geplant ist.
Beim früheren Gipfel in Ankara reisten Pavel und Babiš getrennt, nachdem eine einstweilige Anordnung des Verfassungsgerichts das Kabinett gezwungen hatte, den Präsidenten zusammen mit Petr Macinka und Jaromír Zůna in die Delegation aufzunehmen.
Pavel und Babiš vereinbarten ein persönliches Treffen auf der Prager Burg am 14. September 2026, nachdem sie am 27. August 2026 zum ersten Mal seit über drei Monaten gesprochen hatten.

- Juni 2026Tschechische Regierung genehmigt Pavels Leitung der UN-Generalversammlungsdelegation
- 27.08.Pavel und Babiš treffen sich nach Sitzung des Staatssicherheitsrates zur Wiederaufnahme des Dialogs
- 13.09.Babiš bestätigt, dass Pavel die tschechische Delegation zum NATO-Gipfel in Tirana führen wird
Einigung über Delegation für Tirana
Der tschechische Präsident Petr Pavel wird die nationale Delegation zum bevorstehenden NATO-Gipfel in Tirana führen, bestätigte Premierminister Andrej Babiš. Die Allianz plant den Gipfel in Tirana entweder für Herbst 2027 oder Frühjahr 2028; ein genaues Datum steht noch nicht fest. Babiš erklärte, die Regierung habe beschlossen, die Teilnahme des Staatsoberhauptes nicht anzufechten, und bestätigte die Regelung, nachdem er bereits im Juli angedeutet hatte, Pavels Teilnahme nicht zu widersprechen. Pavel begrüßte die Entscheidung und erklärte, die Leitung der Delegation entspreche den Pflichten des Präsidenten.
Pavel betonte seine institutionelle Verantwortung, den Präzedenzfall für künftige Staatsoberhäupter zu wahren.
„Die Teilnahme des Staatsoberhauptes an NATO-Gipfeln entspricht der gängigen Praxis sowie der verfassungsmäßigen Befugnis des Präsidenten der Republik, den Staat nach außen zu vertreten. Meine Pflicht ist es nicht nur, diese Befugnisse auszuüben, sondern sie auch für alle Präsidenten zu schützen, die nach mir kommen.“
Die Nachwirkungen des Ankara-Gipfels
Die Einigung folgt auf monatelange Meinungsverschiedenheiten im Zusammenhang mit dem NATO-Gipfel in Ankara Anfang des Jahres. Die Regierung hatte zunächst versucht, Pavel von der Delegation auszuschließen, doch das Verfassungsgericht erließ eine einstweilige Anordnung, die das Kabinett verpflichtete, seine Teilnahme zu ermöglichen. Infolgedessen wurde die Tschechische Republik in Ankara durch Pavel, Babiš, Außenminister Petr Macinka von der Partei Motoristé und Verteidigungsminister Jaromír Zůna von der SPD vertreten. Während des Gipfels in Ankara reisten Pavel und Babiš getrennt, operierten mit getrennten Delegationen und führten fast zwei Tage lang keine direkten Gespräche.
Nach der Rückkehr aus der Türkei kritisierte Babiš die Delegationsstruktur in den sozialen Medien und erklärte im Juli, er werde nie wieder gemeinsam mit dem Präsidenten an einer Gipfeldelegation teilnehmen.
„Das nächste Mal ersparen wir uns solche Kontroversen einfach.“
Spannungen im Kabinett und der Streit im Januar
Die Reibungen um die Außenvertretung folgten auf einen breiteren Konflikt, der im Januar über Regierungsernennungen ausgebrochen war. Pavel weigerte sich, den Motoristé-Abgeordneten Filip Turek zum Umweltminister zu ernennen. Auf einer außerordentlichen Pressekonferenz Ende Januar berichtete Pavel von Textnachrichten, die er von Macinka erhalten hatte und die der Präsident als Erpressungsversuch charakterisierte. Macinka behauptete, Pavel habe mit seiner Vorgehensweise bei den Kabinettsnominierungen den verfassungsrechtlichen Rahmen überschritten, und argumentierte, Pavel solle keine Delegationen ins Ausland führen. Turek räumte im April ein, dass Macinkas Haltung zum NATO-Gipfel mit dem Streit über die Ministerernennung zusammenhing.
Koordinationsgespräche auf der Prager Burg
Die wichtigsten Verfassungsorgane hatten seit Januar ihre regelmäßigen Treffen zur Koordinierung der Außenpolitik eingestellt, nachdem Babiš Pavels Bitte um Wiederaufnahme nach dem Gipfel in Ankara zunächst abgelehnt hatte. Der direkte Kontakt wurde am 27. August wieder aufgenommen, als sich die beiden Führungspersönlichkeiten nach einer Sitzung des Staatssicherheitsrates trafen, um über Cybersicherheit und Auslandsreisen zu sprechen – ihr erstes Treffen seit mehr als drei Monaten. Pavel und Babiš vereinbarten ein bilaterales Treffen auf der Prager Burg im Anschluss an die feierliche Entnahme der Kronjuwelen aus dem Veitsdom, bei dem beide als Schlüsselverwalter fungieren.
Obwohl Macinka zu dem Treffen auf der Burg eingeladen war, stimmte er mit Babiš darin überein, dass nur der Premierminister teilnehmen würde. Außenamtssprecher Adam Čörgö bestätigte, dass Macinka Pavel später in der Woche während eines Besuchs von König Abdullah II. von Jordanien treffen werde. Die Gespräche auf der Burg konzentrieren sich auf Auslandsreisen, Gegenzeichnungen und Pavels Rede vor der bevorstehenden UN-Generalversammlung in New York, wo Pavel die Delegation mit einer von der Regierung genehmigten Maschine anführen wird, während Macinka getrennt reist.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
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- Petr Pavel
- Präsident der Tschechischen Republik
- Andrej Babiš
- Premierminister der Tschechischen Republik
- Petr Macinka
- Tschechischer Außenminister
- Jaromír Zůna
- Tschechischer Verteidigungsminister
- Filip Turek
- Mitglied des tschechischen Abgeordnetenhauses
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