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Kurz gefasst

  • Pedro Passos Coelho schlug vor, Moderationsgebühren für Schwangerschaftsabbrüche und verpflichtende Beratungen bei einer Psychologin oder einem Psychologen und einer Sozialarbeiterin oder einem Sozialarbeiter wieder einzuführen – Regeln, die die Linke im Dezember 2015 aufhob.

  • Unter Verweis auf DGS-Daten sagte Passos, ausländische Frauen hätten 2008 etwa 15,6 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche ausgemacht und 2025 44,2 Prozent, nachdem die Zahl der Abbrüche seit 2021 deutlich gestiegen sei.

  • Paulo Lopes Marcelo sagte, das Regierungsprogramm sehe keine Änderung des Abtreibungsrechts vor, und Luís Montenegro habe zugesagt, den rechtlichen Rahmen unverändert zu lassen.

Foto: European People's Party, CC BY 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2012
Wie es dazu kam
  1. Dezember 2015Linksgerichtete Parteien heben die Änderungen von 2015 auf
  2. 2021Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche beginnt deutlich zu steigen
  3. 2025Laut DGS entfallen 44,2 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche auf ausländische Frauen

Ein Kolloquium im Parlament

Am Montag, dem 19. Oktober 2026, veranstaltete die Federação Portuguesa pela Vida (FPV) ein Kolloquium zum Schwangerschaftsabbruch in der Assembleia da República, dem portugiesischen Parlament. Vertreter der PSD, der CDS-PP und von Chega nahmen teil. Der frühere Premierminister Pedro Passos Coelho hielt die Eröffnungsrede und forderte die Rückkehr zu Maßnahmen, die seine Regierung 2015 beschlossen hatte. Diese Änderungen führten Moderationsgebühren für Schwangerschaftsabbrüche ein und verpflichteten schwangere Frauen, vor dem Eingriff eine Psychologin oder einen Psychologen und eine Sozialarbeiterin oder einen Sozialarbeiter zu konsultieren. Das Parlament billigte sie in den letzten Tagen jener Legislaturperiode, und die Linke hob sie im Dezember 2015 wieder auf. Passos argumentierte, sie seien ohne Begründung zurückgenommen worden, und die Angelegenheit verdiene es, erneut diskutiert zu werden.

Ausländische Frauen und steigende Abtreibungszahlen

Passos stützte seine Argumentation auf Daten der Direção-Geral de Saúde (DGS) für das Jahr 2025 und frühere Jahre. Er sagte, die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche sei seit 2021 deutlich gestiegen – der erste signifikante Anstieg seit 2007 – und dieser Trend habe sich in den folgenden Jahren ohne klare Erklärung fortgesetzt. Zudem hob er den wachsenden Anteil ausländischer Frauen unter denjenigen hervor, die in Portugal eine Schwangerschaft abbrechen; laut DGS lag er 2008 bei etwa 15,6 Prozent und 2025 bei 44,2 Prozent. Er sagte, ein Zusammenhang zwischen den beiden Entwicklungen sei nicht zufällig, und dessen Ursachen verdienten eine Bewertung.

Anteil ausländischer Frauen an den Schwangerschaftsabbrüchen in Portugal%
200815,6%
202544,2%
2008
15.6 %
2025
44.2 %

Daten aus dem Artikeltext

„Es scheint keine Daten zu geben, die irgendeine Lockerung der rechtlichen Voraussetzungen für die Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs nahelegen.“

Pedro Passos Coelho, Früherer Premierminister und ehemaliger PSD-Vorsitzender

Passos sagte, er wolle die Grundsatzdebatte darüber, ob der Schwangerschaftsabbruch entkriminalisiert bleiben solle, nicht wieder eröffnen; dies sei seit 2007 die Regel. Es gehe darum zu bewerten, wie das geltende Recht in der Praxis funktioniere, und Gesetzesänderungen vorzuschlagen, die dessen negative Folgen verringern könnten. Zudem zeigte er sich interessiert an einer guten Erklärung dafür, warum die Regeln von 2015 Monate nach ihrer Einführung wieder fallengelassen wurden.

Reaktion von Regierung und PSD

Paulo Lopes Marcelo, stellvertretender Vorsitzender der PSD-Fraktion, beantwortete Fragen aus dem Publikum und sagte, das Regierungsprogramm sehe keine Änderung des Abtreibungsrechts vor. Er erinnerte daran, dass Premierminister und PSD-Präsident Luís Montenegro zugesagt habe, den rechtlichen Rahmen unverändert zu lassen, und dass die Programme von PSD und CDS-PP der vorherigen und der aktuellen Regierung keine solche Änderung enthielten. Montenegro hatte den Schwangerschaftsabbruch im Wahlkampf 2024 als geklärte Angelegenheit bezeichnet. Marcelo sagte, das Referendum von 2008 habe die Entkriminalisierung gebilligt, nicht eine Liberalisierung oder einen erleichterten Zugang. Er fügte hinzu, die PSD habe die DGS und das Gesundheitsministerium aufgefordert, sicherzustellen, dass schwangere Frauen die vom Gesetz geforderten Informationen erhalten, was derzeit nicht geschehe.

Oppositionsvorstöße und die Rücknahme von 2015

Die CDS-PP legte 2025 einen Vorschlag vor, zur Regelung von 2015 zurückzukehren, doch die PSD ließ ihn nicht durchkommen. Während des Kolloquiums drängten der Moderator und Mitglieder des Publikums die PSD mit der Frage, warum sie die derzeitige parlamentarische Mehrheit nicht nutze, um das Gesetz in die von Passos vorgeschlagene Richtung zu ändern. Die Rede fiel zudem in die Zeit nach einem Interview, in dem sich Passos laut Observador als Vorwahlkandidat für das Amt des Premierministers präsentierte.

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Quellen und Kontext

  • Notícias ao Minutovor 5 Std.PSD verpflichtet sich zur Einhaltung des Abtreibungsgesetzes (ohne neue Änderungen vorzusehen)PSD compromete-se a cumprir lei do aborto (sem prever novas alterações) · Original auf Portugiesisch
  • Diário de Notíciasvor 6 Std.Schwangerschaftsabbruch. Passos fordert GesetzesänderungInterrupção de gravidez. Passos apela a mudança de lei · Original auf Portugiesisch
  • PÚBLICOvor 7 Std.Passos verteidigt Rückkehr der von der Linken aufgehobenen moderierenden Gebühren für AbtreibungenPassos defende regresso de taxas moderadoras para o aborto revogadas pela esquerda · Original auf Portugiesisch
  • Jornal Expressovor 8 Std.Passos verteidigt Rückkehr der moderierenden Gebühren für Abtreibungen: „Die Zahlen geben uns keinen Grund stolz zu sein“Passos defende regresso das taxas moderadoras para o aborto: "Os números não nos dão razão para sentir orgulho" · Original auf Portugiesisch
Pedro Passos Coelho
Früherer Premierminister und ehemaliger PSD-Vorsitzender, der die Wiedereinführung der Abtreibungsregeln von 2015 forderte
Luís Montenegro
Premierminister und PSD-Präsident, der zusagte, das Abtreibungsrecht nicht zu ändern

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Veröffentlicht gestern um 23:41.

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In diesem Text

Ein Kolloquium im ParlamentEin Kolloquium im ParlamentAusländische Frauen und steigende AbtreibungszahlenAusländische Frauen und steigende AbtreibungszahlenReaktion von Regierung und PSDReaktion von Regierung und PSDOppositionsvorstöße und die Rücknahme von 2015Oppositionsvorstöße und die Rücknahme von 2015

Wo

Lissabon

Auf Grundlage von Berichten von

Notícias ao Minuto, Diário de Notícias, PÚBLICO, Jornal Expresso, Observador

Liste der Quellen

Gesundheit & Bildung · Lissabon

Passos Coelho drängt Portugal, 2015 abgeschaffte Abtreibungsgebühren und Pflichtberatungen wieder einzuführen

Der frühere Premierminister Pedro Passos Coelho sagte am 19. Oktober 2026 auf einem Kolloquium zum Schwangerschaftsabbruch im portugiesischen Parlament, die Regeln, die seine Regierung 2015 beschlossen hatte, sollten zurückkehren. Die PSD erklärte, ihr Regierungsprogramm sehe keine Änderung des Abtreibungsrechts vor.

Lissabon
Lissabon · Portugal

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, Diário de Notícias, PÚBLICO und weiteren Medien. Veröffentlicht gestern um 23:41.

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