
Am Montag, dem 19. Oktober 2026, veranstaltete die Federação Portuguesa pela Vida (FPV) ein Kolloquium zum Schwangerschaftsabbruch in der Assembleia da República, dem portugiesischen Parlament. Vertreter der PSD, der CDS-PP und von Chega nahmen teil. Der frühere Premierminister Pedro Passos Coelho hielt die Eröffnungsrede und forderte die Rückkehr zu Maßnahmen, die seine Regierung 2015 beschlossen hatte. Diese Änderungen führten Moderationsgebühren für Schwangerschaftsabbrüche ein und verpflichteten schwangere Frauen, vor dem Eingriff eine Psychologin oder einen Psychologen und eine Sozialarbeiterin oder einen Sozialarbeiter zu konsultieren. Das Parlament billigte sie in den letzten Tagen jener Legislaturperiode, und die Linke hob sie im Dezember 2015 wieder auf. Passos argumentierte, sie seien ohne Begründung zurückgenommen worden, und die Angelegenheit verdiene es, erneut diskutiert zu werden.
Passos stützte seine Argumentation auf Daten der Direção-Geral de Saúde (DGS) für das Jahr 2025 und frühere Jahre. Er sagte, die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche sei seit 2021 deutlich gestiegen – der erste signifikante Anstieg seit 2007 – und dieser Trend habe sich in den folgenden Jahren ohne klare Erklärung fortgesetzt. Zudem hob er den wachsenden Anteil ausländischer Frauen unter denjenigen hervor, die in Portugal eine Schwangerschaft abbrechen; laut DGS lag er 2008 bei etwa 15,6 Prozent und 2025 bei 44,2 Prozent. Er sagte, ein Zusammenhang zwischen den beiden Entwicklungen sei nicht zufällig, und dessen Ursachen verdienten eine Bewertung.
Daten aus dem Artikeltext
„Es scheint keine Daten zu geben, die irgendeine Lockerung der rechtlichen Voraussetzungen für die Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs nahelegen.“
Passos sagte, er wolle die Grundsatzdebatte darüber, ob der Schwangerschaftsabbruch entkriminalisiert bleiben solle, nicht wieder eröffnen; dies sei seit 2007 die Regel. Es gehe darum zu bewerten, wie das geltende Recht in der Praxis funktioniere, und Gesetzesänderungen vorzuschlagen, die dessen negative Folgen verringern könnten. Zudem zeigte er sich interessiert an einer guten Erklärung dafür, warum die Regeln von 2015 Monate nach ihrer Einführung wieder fallengelassen wurden.
Paulo Lopes Marcelo, stellvertretender Vorsitzender der PSD-Fraktion, beantwortete Fragen aus dem Publikum und sagte, das Regierungsprogramm sehe keine Änderung des Abtreibungsrechts vor. Er erinnerte daran, dass Premierminister und PSD-Präsident Luís Montenegro zugesagt habe, den rechtlichen Rahmen unverändert zu lassen, und dass die Programme von PSD und CDS-PP der vorherigen und der aktuellen Regierung keine solche Änderung enthielten. Montenegro hatte den Schwangerschaftsabbruch im Wahlkampf 2024 als geklärte Angelegenheit bezeichnet. Marcelo sagte, das Referendum von 2008 habe die Entkriminalisierung gebilligt, nicht eine Liberalisierung oder einen erleichterten Zugang. Er fügte hinzu, die PSD habe die DGS und das Gesundheitsministerium aufgefordert, sicherzustellen, dass schwangere Frauen die vom Gesetz geforderten Informationen erhalten, was derzeit nicht geschehe.
Die CDS-PP legte 2025 einen Vorschlag vor, zur Regelung von 2015 zurückzukehren, doch die PSD ließ ihn nicht durchkommen. Während des Kolloquiums drängten der Moderator und Mitglieder des Publikums die PSD mit der Frage, warum sie die derzeitige parlamentarische Mehrheit nicht nutze, um das Gesetz in die von Passos vorgeschlagene Richtung zu ändern. Die Rede fiel zudem in die Zeit nach einem Interview, in dem sich Passos laut Observador als Vorwahlkandidat für das Amt des Premierministers präsentierte.
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Der frühere Premierminister Pedro Passos Coelho sagte am 19. Oktober 2026 auf einem Kolloquium zum Schwangerschaftsabbruch im portugiesischen Parlament, die Regeln, die seine Regierung 2015 beschlossen hatte, sollten zurückkehren. Die PSD erklärte, ihr Regierungsprogramm sehe keine Änderung des Abtreibungsrechts vor.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, Diário de Notícias, PÚBLICO und weiteren Medien. Veröffentlicht .