
American Airlines-Passagier mit Klebeband gefesselt nach Angriff an Bord von Flug AA618
Passagiere und Besatzungsmitglieder fesselten einen aggressiven Reisenden mit Kabelbindern und Klebeband an Bord eines American-Airlines-Fluges von Dallas nach Newark, was eine Notumleitung nach Baltimore erzwang.
Ausbruch von Unruhe in der First Class
Der American-Airlines-Flug AA618 war am Donnerstagabend vom Dallas-Fort Worth International Airport zum Newark Liberty International Airport unterwegs, als es in der First-Class-Kabine zu einem gewalttätigen Zwischenfall kam. Etwa zwei Stunden nach dem Start begann der 67-jährige Passagier Arthur Lundeen, über Jesus Christus und die Hölle zu schreien, während er stark betrunken wirkte. Lundeen richtete seine Aggression bald auf den neben ihm sitzenden Passagier auf dem Gangplatz. Ohne Provokation packte er den Nachbarn am Hals und begann, ihn vor den Augen der anderen Reisenden zu würgen. Eine Flugbegleiterin näherte sich der Reihe, um die Konfrontation zu deeskalieren, aber Lundeen wandte sich gegen das Besatzungsmitglied, das afroamerikanisch war, und richtete rassistische und homophobe Beleidigungen gegen sie. Als eine andere Passagierin der Flugbegleiterin zu Hilfe eilte, schlug Lundeen sie und stieß sie rückwärts in den Gang der Kabine.
Plötzlich, als ob ein Schalter umgelegt worden wäre, ging alles von Ruhe zu Geschrei und Chaos über.
Fesselung durch Mitreisende
Die Eskalation veranlasste mehrere Passagiere, direkt einzugreifen, um die Besatzung zu schützen und die Ordnung wiederherzustellen. Der pensionierte Polizeibeamte Juan Mejia und der Mitreisende Richard Olenick, die zwei Reihen vor Lundeen saßen, schlossen sich einem weiteren Passagier an, um den Mann körperlich zu überwältigen. Eine Flugbegleiterin reichte flexible Kunststoff-Kabelbinder, um Lundeen die Handgelenke zu fesseln, während er Widerstand leistete und die Gruppe anschrie, sie solle von ihm ablassen. Während der körperlichen Auseinandersetzung biss Lundeen Mejia in den Arm und versuchte, Olenick zu beißen. Die Reisenden verwendeten dann eine Rolle Klebeband, die von der Kabinenbesatzung bereitgestellt wurde, und fixierten Lundeens Oberkörper, Handgelenke und Kopf fest an seinem Sitz. Aufgrund von Mejias Erfahrung als Polizeibeamter vermieden die Passagiere bewusst, Lundeens Mund mit Klebeband zu bedecken, damit seine Atemwege völlig frei blieben. Um zu verhindern, dass Lundeen sich losreißen konnte, während er weiter um sich schlug, blieb Olenick etwa 15 Minuten lang auf ihm sitzen. Als Olenick kurz versuchte, zu seinem ursprünglichen Sitz zurückzukehren, begann Lundeen erneut heftig um sich zu schlagen, was Olenick zwang, ihn erneut festzuhalten, bis das Flugzeug mit dem Sinkflug begann.
- American-Airlines-Flug AA618 startet in Dallas-Fort Worth mit Ziel Newark.
- Arthur Lundeen brüllt religiöse Bemerkungen und packt seinen Sitznachbarn am Hals.
- Passagiere und Besatzung fesseln Lundeen mit Kabelbindern und Klebeband, nachdem er einen Helfer gebissen hat.
- Flug AA618 führt eine Notlandung am Baltimore/Washington International Airport durch.
- Polizei und FBI nehmen Lundeen fest, bevor das Flugzeug seine Route nach Newark fortsetzt.
Notlandung und Bundesgewahrsam
Angesichts des anhaltenden Risikos für die Kabinensicherheit erklärte die Flugbesatzung eine Notumleitung zum nächstgelegenen geeigneten Flugplatz. Das Flugzeug landete am Baltimore/Washington International Thurgood Marshall Airport in Maryland, wo Rettungskräfte und Strafverfolgungsbehörden bereits auf dem Rollfeld warteten. Beamte der Maryland Transportation Authority Police und Agenten des Federal Bureau of Investigation bestiegen das Flugzeug, um Lundeen in Fesseln abzuführen. Die Bundesbehörden übernahmen die Zuständigkeit für den Verdächtigen, da der körperliche Angriff und die Drohungen an Bord eines zwischenstaatlichen kommerziellen Fluges stattfanden. Lundeen wurde ohne weitere Zwischenfälle für andere Passagiere oder Besatzungsmitglieder aus dem Flugzeug eskortiert. Nachdem der störende Passagier aus der Kabine entfernt worden war, setzte Flug AA618 seine Reise fort und flog weiter zu seinem endgültigen Ziel, dem Newark Liberty International Airport. American Airlines gab anschließend eine Erklärung heraus, in der sie der Besatzung und den Reisenden für ihr Verhalten während des Notfalls dankte.
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