
Parma Calcio trennt sich nach fünf Serie-A-Spielen von Cheftrainer Carlos Cuesta
Parma Calcio 1913 hat den Vertrag des 31-jährigen Trainers Carlos Cuesta nach einer internen Überprüfung einvernehmlich aufgelöst, trotz eines jüngsten 2:1-Sieges gegen Genua.
Einvernehmliche Trennung nach interner Überprüfung
Parma Calcio 1913 gab am Sonntag, den 27. September 2026, offiziell bekannt, dass Cheftrainer Carlos Cuesta den Verein im gegenseitigen Einvernehmen verlassen hat. Der Entschluss folgte auf ein internes Treffen zwischen der Vereinsführung und dem 31-jährigen spanischen Trainer, um den weiteren Verlauf des Sportprojekts zu bewerten. In einer auf der Vereinswebsite veröffentlichten offiziellen Mitteilung erklärte Parma, dass die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der beruflichen Beziehung nicht mehr gegeben seien. Vereinspräsident Kyle J. Krause, Vorstandsvorsitzender Federico Cherubini und die Sportabteilung dankten Cuesta und seinem Trainerstab für ihren täglichen Einsatz und wünschten ihnen für ihre zukünftigen Unternehmungen Erfolg. Die für Montagnachmittag, den 28. September, geplante Trainingseinheit der Mannschaft wird vom internen Trainerstab des Vereins beaufsichtigt, während die Führung die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger fortsetzt.
Im Anschluss an eine interne Diskussion zwischen dem Verein und dem Trainer wurde vereinbart, dass die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der beruflichen Beziehung zwischen den Parteien nicht mehr gegeben waren, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung des Sportprojekts.
Leistungsbilanz und taktische Reibungen
Cuesta war im Sommer 2025 auf direkte Anordnung von Präsident Kyle J. Krause zu Parma gekommen, um Cristian Chivu zu ersetzen, nachdem er zuvor als Assistenztrainer von Mikel Arteta bei Arsenal gearbeitet hatte. In seiner ersten Saison im italienischen Fußball führte der spanische Trainer den Verein aus der Emilia-Romagna auf den 13. Platz in der Serie A und sicherte mit deutlichem Vorsprung auf die Abstiegszone den rechnerischen Klassenerhalt. Diese Leistung brachte Cuesta im Sommer 2026 eine Vertragsverlängerung ein, bevor er in seine zweite Spielzeit im Stadio Ennio Tardini ging. Die Saison 2026–2027 begann jedoch mit durchwachsenen Ergebnissen: Aus den ersten fünf Ligaspielen holte die Mannschaft vier Punkte (ein Sieg, ein Unentschieden, drei Niederlagen). Die Entscheidung zur Trennung fiel kurz nach einem 2:1-Heimsieg gegen Genua (eine Quelle nannte Venedig), einem Spiel, das zunächst die Position des Trainers zu festigen schien, bevor ungelöste strategische Meinungsverschiedenheiten über die Kaderentwicklung zur Trennung führten.
- Siege
- 1 Spiele
- Unentschieden
- 1 Spiele
- Niederlagen
- 3 Spiele
Kandidatenbewertung während der Länderspielpause
Der Abgang erfolgt zu Beginn einer zweiwöchigen Länderspielpause, die dem Vorstand von Parma ausreichend Zeit gibt, einen neuen Trainer zu installieren, bevor der Serie-A-Spielbetrieb wieder aufgenommen wird. Der ehemalige Parma-Cheftrainer Roberto D'Aversa, der in der Vorsaison Turin trainierte und derzeit vereinslos ist, gehört zu den Hauptkandidaten, die von der Vereinsführung geprüft werden. Auch Alberto Gilardino steht nach seinem Abschied von Pisa auf der Shortlist und bringt Vertrautheit mit dem Verein mit, in dem er als Jugendspieler ausgebildet wurde. Auch der kroatische Trainer Igor Tudor ist als möglicher Kandidat aufgetaucht, nimmt sich aber Berichten zufolge Zeit, um verschiedene Karrieremöglichkeiten zu prüfen. Der Verein erklärte, dass die Wahl noch nicht endgültig getroffen sei und man im Laufe der Gespräche während des internationalen Fensters auch für alternative Profile offen bleibe.
Weitere Trainerwechsel in der gesamten Serie A
Cuestas Abgang ist der dritte Trainerwechsel in der Serie A in den ersten fünf Spieltagen der Saison 2026–2027. Die Trennung folgt auf frühere Entlassungen bei der Fiorentina, wo Fabio Grosso seinen Posten räumte, und bei Bologna, wo Domenico Tedesco von seinen Aufgaben entbunden wurde. Parma liegt derzeit auf dem 15. Platz der 20 Mannschaften umfassenden Tabelle und bewegt sich in einer dicht gedrängten Gruppe von Vereinen, die den frühen Abstiegskampf bestreiten. Die zweiwöchige Pause im nationalen Spielplan gibt dem neuen Trainer Zeit, taktische Anpassungen auf dem Trainingsplatz umzusetzen, bevor die Pflichtspiele wieder aufgenommen werden.
- Zum Cheftrainer von Parma ernannt nach dem Abgang von Cristian Chivu
- Führt Parma zum 13. Platz und zum Klassenerhalt in der Serie A
- Unterschreibt eine Vertragsverlängerung mit dem Verein
- Parma und Cuesta einigen sich auf eine einvernehmliche Vertragsauflösung


