Migration · Madrid, Barcelona und Arguineguín

Papst Leo XIV. beendet Spanienreise mit Migranten-Ehrung am „Schanddock“ auf den Kanarischen Inseln

Am letzten vollen Tag seiner Spanienreise besuchte Papst Leo XIV. den Hafen von Arguineguín, wo er zu einer europäischen „Gewissensprüfung“ über die Toten auf dem Meer aufrief und einen Blumengruß für die Verlorenen anführte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Publico, Notícias ao Minuto, RTP und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Barcelona, Arguineguín · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 6.06.Ankunft in Madrid und Rede vor dem spanischen Parlament
  2. 10.06.Barcelona: Segnung des Jesus-Christus-Turms der Sagrada Família
  3. 11.06.Gran Canaria: Rede im Hafen von Arguineguín und Menschenkette zum Gedenken an die auf See verlorenen Migranten
  4. 12.06.Geplante Rückkehr nach Rom

Eine Pilgerreise für Migranten

Papst Leo XIV. beendete seine sechstägige Spanienreise am Donnerstag mit einem hochsymbolischen Besuch auf den Kanarischen Inseln, der letzten Etappe einer Reise, die von der Migrationsfrage dominiert wurde. Der Stopp im Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria erfüllte einen Wunsch seines Vorgängers, Papst Franziskus, der den Ort besuchen wollte, der 2020 als „Schanddock“ (cais da vergonha) bekannt wurde, nachdem Tausende Migranten wochenlang in Freiluftlagern festgehalten worden waren. Leo XIV. rückte damit die südliche Seegrenze der Europäischen Union in den Fokus, an der weiterhin westafrikanische Migranten in prekären Booten, sogenannten Pateras oder Cayucos, ankommen.

Europas „Gewissensprüfung“

Vor rund 1.800 Menschen, darunter Hunderte Migranten, richtete der Papst eine deutliche Herausforderung an die europäischen Entscheidungsträger.

„Wir dürfen uns nicht daran gewöhnen, die Toten zu zählen. Die Menschenwürde hat keinen Pass und verliert ihren Wert nicht beim Überschreiten einer Grenze.“

Pope Leo XIV, Papst
Er bestand darauf, dass das Mittelmeer und der Atlantik nicht zu „Friedhöfen ohne Grabsteine“ werden dürften, und forderte eine „Gewissensprüfung“ der Herkunfts-, Transit- und Zielländer – und der Kirche selbst.

„Liebe Migranten, bevor ich etwas anderes sage, möchte ich mich vor Ihrer Würde verneigen. Sie sind keine Zahlen oder Verfahren. Sie sind Menschen mit einer Familie und einer Heimat, die Sie zurückgelassen haben, mit Träumen, die niemand herabwürdigen darf.“

Pope Leo XIV, Papst
Der Pontifex formulierte auch konkrete Forderungen: legale und sichere Migrationswege, Rettungseinsätze, ein härteres Vorgehen gegen Schlepper und Integrationspolitiken, die das respektieren, was er das Recht nannte, in Würde im eigenen Land zu leben.

Der „Schanddock“ und eine menschliche Kette des Gedenkens

Der Hafen von Arguineguín erhielt seinen berüchtigten Beinamen im Jahr 2020, als ein Ansturm von Ankünften Migranten zwang, ohne sanitäre Einrichtungen im Freien zu schlafen. Am Donnerstag wurde der Ort zu einer Stätte der Ehrung. Leo XIV. schloss sich einer Menschenkette entlang der Küste an, während Blumen zum Gedenken an die Tausenden, die bei der Überfahrt ums Leben kamen, ins Meer geworfen wurden. Die Zeremonie sollte der Tragödie ein menschliches Gesicht geben.

Über die Kanaren hinaus: ein weiterer Appell

Der Besuch auf den Kanarischen Inseln krönte eine Woche migrationsbezogener Interventionen. In einer beispiellosen Rede vor dem spanischen Parlament am 6. Juni, kurz nach seiner Ankunft in Madrid, bezeichnete der Papst das „tragische Migrationsdrama“ als Prüfung für die nationalen Gewissen und forderte multilaterale Zusammenarbeit, die sich an der Menschenwürde orientiert. Bei einem Stopp in Barcelona am 10. Juni segnete er den neu fertiggestellten Jesus-Christus-Turm der Sagrada Família und sagte einer Menge von über 4.000 Menschen, dass die Höhe der Basilika dazu dienen solle, „die Schritte des Volkes Gottes zu leiten“, statt Rekorde zu jagen. Während der gesamten Reise traf die Botschaft des Papstes mit der eigenen Politik der spanischen Regierung zusammen: Madrid startete in diesem Jahr eine Legalisierungskampagne für Hunderttausende undokumentierte Einwanderer, die sowohl wirtschaftliche als auch humanitäre Gründe anführte.

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