Migration · Arguineguín und Gran Canaria
Papst León XIV. verurteilt Migranten-„Friedhöfe ohne Grabsteine“ am Kanaren-Kai, der einst „Pier der Schande“ genannt wurde
Papst León XIV. besuchte den Kai von Arguineguín auf Gran Canaria, ein Symbol der atlantischen Migrationskrise, wo er erschütternde Zeugenaussagen von Überlebenden hörte und Europa sowie die internationale Gemeinschaft aufforderte, das Meer nicht länger als Massengrab zu behandeln.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, EL MUNDO, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
León XIV. besuchte den Kai von Arguineguín auf Gran Canaria, der als ‚Pier der Schande‘ bekannt wurde, nachdem dort 2020 Tausende Migranten gestrandet waren, und erfüllte damit einen Wunsch seines Vorgängers Papst Franziskus.
Der Papst hörte eine nigerianische Menschenhandels-Betroffene, der ihr Baby weggenommen wurde, um sie zur Prostitution zu zwingen, eine peruanische Unternehmerin, die vor 30 Jahren mit nichts ankam, und einen Rettungskapitän, der bereits über 20.000 Menschen auf See gerettet hat.
León XIV. verurteilte ‚Todesindustrien‘ und ‚Monster‘, die mit menschlicher Verzweiflung handeln, und kritisierte die Gleichgültigkeit, die es zulässt, dass Migranten ausgebeutet oder vergessen werden.
Der Aufruf des Papstes zur Nichtdiskriminierung kollidierte mit der Politik der ‚nationalen Priorität‘ von PP und Vox, wobei PP-Führer versuchten, die Unterstützung für den Pontifex mit ihrer Haltung zur Bevorzugung spanischer Bürger zu vereinbaren.
Der Besuch fand einen Tag vor Inkrafttreten des EU-Migrations- und Asylpakts am 12. Juni 2026 statt, den NGOs als ‚verheerend‘ bezeichnen und von dem der Präsident der Kanarischen Inseln, Clavijo, befürchtet, dass er zu einer weiteren humanitären Krise führen könnte.
- 11.06.Bischof José Mazuelos eröffnet die Veranstaltung; es wird die Evangeliumslesung aus Matthäus 25,31-46 verlesen.
- 11.06.Es werden Zeugenaussagen eines Seenotretters, eines Caritas-Freiwilligen, eines Opfers von Menschenhandel und einer lateinamerikanischen Unternehmerin angehört.
- 11.06.Der Papst hält eine Rede, in der er die Gleichgültigkeit verurteilt, zur ‚Gewissensprüfung‘ aufruft und Blumen für die Toten ins Meer wirft.
Papst León XIV. beendete seinen Spanien-Besuch am Kai von Arguineguín auf Gran Canaria, einem Ort, der 2020 berüchtigt wurde, als Tausende Migranten während der Pandemie unter elenden Bedingungen gestrandet waren und der den Namen „Pier der Schande“ erhielt. Der Pontifex erfüllte damit einen Wunsch seines Vorgängers Franziskus, der den Besuch geplant hatte, aber vor der Reise verstarb. Vor rund 1.800 Gästen, darunter der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, hörte der Papst Überlebenden, Rettern und Freiwilligen zu, bevor er eine eindringliche Rede über die menschlichen Kosten der atlantischen Migrationsroute hielt.
Erschütternde Zeugenaussagen von der Atlantikroute
Die Veranstaltung wurde von persönlichen Schilderungen geprägt. Eine Nigerianerin, Opfer von Menschenhandel, erzählte dem Papst, wie sie gezwungen war, zwischen einem Leben voller Leid und einer tödlichen Überfahrt zu wählen. Während der Reise wurde sie von einem Mann, der mit kriminellen Netzwerken verbunden war, schwanger. Nach ihrer Ankunft in Spanien wurde ihr Baby weggenommen, um sie zur Prostitution zu zwingen. Ein weiterer Migrant, ursprünglich aus Peru, berichtete, wie er vor dreißig Jahren mit nichts nach Spanien kam und schließlich ein eigenes Geschäft aufbaute. Tito Villarmea, ein Kapitän des spanischen Seenotrettungsdienstes Salvamento Marítimo, erklärte, sein Team habe über 20.000 Menschen auf See gerettet – eine Zahl, die er als schmerzhaft und unvergesslich bezeichnete.
„Queridos migrantes, antes de decir nada, quiero inclinarme ante su dignidad.“
Ein Appell zur europäischen „Gewissensprüfung“
Der Papst richtete seine Botschaft direkt an die politischen Führer und forderte sie auf, die Stimmen derer zu hören, die gesprochen hatten. Er rief zu einer breiten „Gewissensprüfung“ auf, die die Herkunftsländer, die Transitländer und Europa selbst betreffen sollte. Er argumentierte, Europa könne nicht die Menschenwürde proklamieren und sich gleichzeitig daran gewöhnen, dass das Mittelmeer und der Atlantik als „Friedhöfe ohne Grabsteine“ dienten. Er bestand darauf, dass die Menschenwürde keinen Pass brauche und ihren Wert nicht verliere, wenn sie eine Grenze überquere.
„Europa no puede proclamar la dignidad humana y acostumbrarse a que el Mediterráneo y el Atlántico sean cementerios sin lápidas.“
Verurteilung der Schleppernetzwerke
León XIV. verurteilte, was er „Todesindustrien“ und die „Monster“ nannte, die die Meere durchstreifen, und bezog sich dabei auf Mafias, die mit der Verzweiflung handeln und Frauen und Kinder ausbeuten. Er warnte Migranten davor, denen zu vertrauen, die im Tausch gegen ihren Körper, ihr Geld, ihr Schweigen oder ihre Freiheit einfache Paradiese versprechen. Der Papst sprach auch die Gleichgültigkeit derer an, die zuließen, dass die Armen von Ausbeutung oder Vernachlässigung verschlungen würden, und betonte, dass die Kirche sich nicht von diesen Kais abwenden könne, an denen menschliches Leid eine Antwort fordere.
„No entreguen su existencia a quienes comercian con ella.“
Politischer Zwist über die „nationale Priorität“-Politik
Die Botschaft des Papstes traf in Spanien auf politische Spannungen. Die konservative Partido Popular (PP) versuchte, die Unterstützung für den Pontifex mit ihrer Politik der „nationalen Priorität“ in Einklang zu bringen, die spanische Bürger vor Migranten stellt. Die PP-Sprecherin Ester Muñoz erklärte, die Partei sei sich einig, dass jeder, der in Spanien ankomme, in voller Würde empfangen werden solle. Die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso argumentierte jedoch, die Rede des Papstes sei global und nicht an die Spanier gerichtet gewesen. Diese Haltung steht im Widerspruch zu Papst Leóns explizitem Aufruf zur Nichtdiskriminierung und zur Aufnahme, Grundsätze, die nach Ansicht von Kritikern direkt mit dem von der PP und der rechtsextremen Vox-Partei vereinbarten Rahmen der „nationalen Priorität“ kollidieren.
Bevorstehender EU-Migrationspakt und lokale Warnungen
Der Besuch erfolgte einen Tag vor dem Inkrafttreten des neuen EU-Migrations- und Asylpakts am 12. Juni 2026. NGOs wie CEAR, Save the Children und Médecins Sans Frontières haben gewarnt, der Pakt werde „verheerend“ sein, und erwarten, dass noch mehr Menschen in die Falle geraten, inhaftiert und ihres Schutzes beraubt werden. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, äußerte die Hoffnung, dass die Botschaft des Papstes eine Wiederholung der Szenen vom „Pier der Schande“ von 2020 verhindern werde, und warnte, dass der neue EU-Pakt in die entgegengesetzte Richtung einer vernünftigen Grenzverwaltung gehe und zu einer ähnlichen Krise führen könnte. Im vergangenen Jahr starben oder verschwanden nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) fast 1.200 Migranten auf der Route zu den Kanarischen Inseln.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LaSextaEl papa clama en Arguineguín por la "dignidad de los migrantes": "No son números ni expedientes. Su vida debe ser protegida"
- LaSextaEl papa manda un contundente mensaje a los políticos sobre migración mientras PP y Vox siguen con su prioridad nacional
- EL MUNDOEl duro testimonio de una nigeriana víctima de trata que ha emocionado al Papa: "La mafia me quitó a mi bebé"
- La RazónClavijo confía en que la visita del Papa León XIV evite "otro muelle de la vergüenza" en Canarias
- León XIV
- Papst der katholischen Kirche, besucht den Kai von Arguineguín auf Gran Canaria, um die atlantische Migrationskrise anzusprechen.
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident Spaniens, anwesend bei der päpstlichen Veranstaltung am Kai von Arguineguín.
- Fernando Clavijo
- Präsident der Kanarischen Inseln, warnte, der neue EU-Migrationspakt könne zu einer weiteren ‚Pier der Schande‘-Krise führen.
- Isabel Díaz Ayuso
- Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, erklärte, die Rede des Papstes sei global und nicht an die Spanier gerichtet.
- Ester Muñoz
- Sprecherin der Partido Popular im spanischen Kongress, sagte, die Partei stimme zu, dass Migranten mit Würde empfangen werden sollten.
- Alfonso Fernández Mañueco
- Präsident der Junta von Kastilien und León, erklärte, er teile die Überlegungen des Papstes ‚von A bis Z‘.
- Santiago Abascal
- Vorsitzender der Vox-Partei, hat sich wiederholt für die Politik der ‚nationalen Priorität‘ eingesetzt, die Spanier vor Migranten stellt.
- Imanol Pradales
- Lehendakari (Präsident) des Baskenlandes, anwesend bei der Veranstaltung in Arguineguín.
- Onalia Bueno
- Bürgermeisterin von Mogán, überreichte dem Papst bei seiner Ankunft einen Rosenkranz aus Kiefern- und Avocadoholz.
- José Mazuelos
- Bischof der Diözese der Kanarischen Inseln, hielt die Eröffnungsworte bei der Veranstaltung in Arguineguín.
- Tito Villarmea
- Kapitän des Seenotrettungsschiffs Guardamar Urania von Salvamento Marítimo, erklärte, sein Team habe über 20.000 Menschen auf See gerettet.
- Mohamed Amjahdi
- Mitglied der Spanischen Islamischen Kommission, kam vor 20 Jahren aus Marokko und lobte die Arbeit der katholischen Kirche mit Migranten.
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