Migration · Santa Cruz de Tenerife und Arguineguín
Papst Leo XIV. beendet Spanienreise mit Migrationsappell auf den Kanaren: „Wir sind alle Migranten“
Am letzten Tag eines auf Migration fokussierten Spanienbesuchs traf Papst Leo XIV. auf Teneriffa hunderte Migranten und rief zu einem „wechselseitigen Weg“ der Integration auf, während er die Gleichgültigkeit anprangerte, die Seewege in Friedhöfe verwandele.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von France 24, La Libre.be, Mediapart und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Leo XIV. forderte Migranten auf, die Sprache zu lernen und Gesetze zu respektieren, während er die Aufnahmegesellschaften aufforderte, Neuankömmlingen zu helfen, sich zugehörig zu fühlen.
Auf Gran Canaria warf der Papst Blumen ins Meer für die Tausenden, die auf der Atlantik-Migrationsroute starben – eine Geste, die sein Vorgänger nicht vollziehen konnte.
In einem Aufnahmezentrum auf Teneriffa erhob Leo XIV. seine Stimme gegen Menschenschlepper und forderte sie unter Applaus zum Aufhören auf.
IOM-Zahlen zeigen, dass im vergangenen Jahr 1.172 Migranten auf dem Weg zu den Kanaren starben oder verschwanden, während die Ankünfte von fast 50.000 im Jahr 2024 auf etwa 18.000 zurückgingen.
Der Papst sagte, Europa könne nicht die Menschenwürde proklamieren, während es zulasse, dass das Mittelmeer und der Atlantik zu Friedhöfen ohne Grabsteine würden.

Letzte Station einer Migrationspilgerreise
Papst Leo XIV. nutzte den letzten Tag seines Spanienbesuchs vom 6. bis 12. Juni, um direkt mit Migranten auf der Kanareninsel Teneriffa zu sprechen, einem der verkehrsreichsten Einreisepunkte für irreguläre Ankünfte in Europa. In einer auf Französisch gehaltenen Ansprache in einem Aufnahmezentrum sagte er zu mehreren hundert Menschen: „Wir sind alle, in gewisser Weise, Migranten.“ Der Pontifex skizzierte dann einen von ihm so genannten „wechselseitigen Weg“ der Integration und betonte, dass Neuankömmlinge die Sprache lernen sowie die Gesetze und Bräuche ihres Gastlandes respektieren müssten, während die aufnehmenden Gesellschaften die Pflicht hätten, anderen zu helfen, sich als lebendiger Teil der Gemeinschaft zu fühlen.
„Integration ist ein wechselseitiger Weg.“
Die Pflicht der Gastgeber und die Aufgabe der Neuankömmlinge
Der Papst warnte vor der Entstehung „voneinander abgeschotteter Parallelwelten, in denen Menschen zusammenleben, ohne sich wirklich zu begegnen.“ Er forderte die Migranten auf, ihre eigene Geschichte nicht auszulöschen, aber die Normen ihrer neuen Heimat anzunehmen. Gleichzeitig erinnerte er die Aufnahmegesellschaften an ihre Verpflichtungen und bezeichnete Integration als eine gemeinsame Anstrengung, um einen zweiten Schiffbruch nach der gefährlichen Atlantiküberquerung zu verhindern.
„Integrieren heißt, einen zweiten Schiffbruch zu verhindern.“
Ein Tribut für die auf See Verstorbenen
Am Donnerstag hatte Leo XIV. den Hafen von Arguineguín auf der Nachbarinsel Gran Canaria besucht, einen Ort, an dem während der Covid-19-Pandemie mehr als 3.000 Migranten unter entwürdigenden Bedingungen zusammengepfercht waren. Dort warf er einen Blumenstrauß ins Meer, um der Tausenden zu gedenken, die auf der Atlantikroute gestorben sind – eine Geste, die sein Vorgänger Franziskus, der vor einem Jahr starb, nicht hatte vollziehen können. Er rief die Herkunftsländer auf, eine Politik zu verfolgen, die es jedem Menschen ermöglicht, in Würde im eigenen Land zu leben, und wandte sich direkt an Europa: Der Kontinent könne nicht die Menschenwürde proklamieren, während er akzeptiere, dass das Mittelmeer und der Atlantik zu Friedhöfen ohne Grabsteine würden.
„Die Menschenwürde hat keinen Pass und verliert ihren Wert nicht, wenn sie eine Grenze überquert.“
Ein direkter Appell an Schlepper
Im Aufnahmezentrum auf Teneriffa erhob Leo XIV. seine Stimme, um sich an Menschenschlepper zu wenden und ihnen zuzurufen, damit aufzuhören, was anhaltenden Applaus aus dem Publikum hervorrief. Er erklärte, dass die Angst, die Gleichgültigkeit und die Gewalt derer, die mit Menschenleben handeln, niemals das letzte Wort haben würden. Ein 16-jähriger gambischer Migrant, Aliu Ceesay, der vor einem Monat angekommen war, sagte, der Papst sei freundlich gewesen und es sei ihm egal, ob die Menschen schwarz oder weiß, Muslim oder Christ seien.
Migration in Zahlen
Die Internationale Organisation für Migration berichtet, dass im Jahr 2025 1.172 Migranten auf der Atlantikroute zu den Kanaren gestorben oder verschwunden sind. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums erreichten im vergangenen Jahr knapp 18.000 andere den Archipel in provisorischen Booten – ein starker Rückgang gegenüber den fast 50.000 irregulären Einreisen im Jahr 2024.
- 2024
- 50000 Personen
- 2025
- 18000 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Ein Archipel als Tor
Während seiner sechstägigen Reise traf der Papst mit religiösen und säkularen Vereinigungen zusammen, die Migranten helfen, und machte die Migrationskrise zum zentralen Thema seines Spanienbesuchs. Die Kanarischen Inseln vor der afrikanischen Küste bleiben ein Haupttor für irreguläre Migranten nach Europa – eine Realität, die Leo XIV. in den Mittelpunkt seiner öffentlichen Auftritte stellte, die am Freitag mit einer Freiluftmesse im Hafen von Santa Cruz ihren Höhepunkt fanden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- France 24Aux Canaries, le pape réitère son soutien aux migrants et les appelle à s'intégrer
- La Libre.beAux Canaries, le pape réitère son soutien aux migrants et les appelle à s'intégrer
- MediapartAux Canaries, le pape réitère son soutien aux migrants et les appelle à s'intégrer
- 20minutes" Nous sommes tous des migrants ", lance le pape Léon XIV
- Leo XIV
- Papst, der einen sechstägigen Besuch in Spanien mit einem migrationsfokussierten Stopp auf den Kanarischen Inseln abschloss
- Francis
- Vorgänger von Leo XIV., gestorben 2025, der einen ähnlichen Tribut für Migranten auf den Kanaren geplant hatte
- Aliu Ceesay
- 16-jähriger gambischer Migrant, der vor einem Monat auf den Kanarischen Inseln ankam und die Freundlichkeit des Papstes lobte
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