Sicherheit · Barcelona
León XIV. bringt seinen Barcelona-Besuch ins Raval, ein Viertel mit 150 Nationalitäten, Armut und Kriminalität
Papst León XIV. hat seinen Barcelona-Besuch am Mittwoch ins Raval verlegt und wählte eine Pfarrgemeinde in einem Viertel, das von extremer Vielfalt, tiefer Armut und hoher Kriminalität geprägt ist, um eine Botschaft der Solidarität und Geschwisterlichkeit zu überbringen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, LaVanguardia, RTVE.es und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Papst León XIV. besuchte das Raval, einen Bezirk Barcelonas mit 150 Nationalitäten, hoher Armut und erhöhter Kriminalität, um sich auf die Benachteiligten zu konzentrieren.
Die Kirche Sant Agustí betreut spanische, katalanische, philippinische und lateinamerikanische Gemeinschaften mit Messen in mehreren Sprachen und sozialen Diensten für Einwanderer.
Die Missionarinnen der Nächstenliebe versorgen täglich über 400 Menschen in der Pfarrei, die auch Lebensmittel verteilt, Kleidung sammelt und bei der Dokumentation hilft.
Fàtima Ahmed vom Grup Interreligiós del Raval forderte den Papst auf, den interreligiösen Dialog als Gegenpol zu Hassrede und rechtsextremer Rhetorik zu fördern.
Eine Pfarrgemeinde am Scheideweg
Papst León XIV. besuchte am Mittwochnachmittag die Kirche Sant Agustí im Raval-Viertel von Barcelona, einem Stadtteil, in dem rund 150 Nationalitäten zu Hause sind und in dem laut städtischen Daten über 55 % der Bewohner ausländischer Herkunft sind. Die Pfarrgemeinde selbst ist ein Zentrum der Vielfalt: Eine spanisch- und katalanischsprachige Gemeinde betet Seite an Seite mit einer großen philippinischen Gemeinschaft, die die 460 Sitzplätze umfassende Kirche mit über 600 Menschen für drei Sonntagsmessen auf Tagalog und eine auf Englisch füllt. Auch lateinamerikanische Einwanderer aus Paraguay, Bolivien, Peru, Ecuador und Chile haben dort Bruderschaften gegründet, jede mit einer eigenen Kapelle, die dem Schutzpatron ihres Landes gewidmet ist.
„Der Papst ist an einen bescheidenen Ort gekommen, der in der Stadt fast vergessen ist. Für mich ist das sehr wichtig, weil er zu den Demütigsten kommt.“
Alltag und täglicher Kampf
Das Raval hat eines der niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen Barcelonas und eine der höchsten Kriminalitätsraten. Anwohner und Ladenbesitzer in der Carrer Hospital, wo die Kirche steht, beschrieben ein Viertel, das ihrer Meinung nach vergessen wurde. Jamal, ein marokkanischer Basar-Angestellter, der vor 18 Jahren nach Spanien kam, sagte, dass Kunden wegen Diebstählen nicht mehr kommen wollten. Mohamed, ein seit über 30 Jahren in Barcelona lebender Marokkaner, äußerte die Hoffnung, dass der Besuch dauerhafte Verbesserungen der Sicherheit bringen möge, nicht nur einen eintägigen Polizeieinsatz.
„Wir sind die großen Vergessenen. Kunden, die wir früher hatten, wollen nicht mehr kommen. Sie können diese Straße nicht passieren.“
Eine Botschaft jenseits des Katholizismus
Die Wahl des Ortes durch den Papst war eine bewusste Fokussierung auf die Benachteiligten. Die Pfarrei betreibt über die Missionarinnen der Nächstenliebe, den von Mutter Teresa gegründeten Orden, einen täglichen Essensdienst für über 400 Menschen, und eine angegliederte Stiftung verteilt Lebensmittel und sammelt Kleidung für Obdachlose. Die Kirche hilft Einwanderern auch dabei, Ausweispapiere in Spanien zu erhalten. Der Pontifex traf sich mit Vertretern von Caritas, Obinso und Adoratriz und beantwortete Fragen von Kindern aus der Gemeinde, darunter eines, das fragte, warum manchen Menschen Schlechtes und anderen Gutes widerfährt.
Interreligiöse Realitäten
Trotz des Papstbesuchs zeigte das Viertel wenig sichtbare Begeisterung. Weder Vatikanflaggen noch Papstbilder waren auf den Straßen zu sehen, und das Leben ging weitgehend normal weiter. Das Raval ist der Bezirk Barcelonas mit dem zweithöchsten Anteil an im Ausland geborenen Einwohnern und einer der größten religiösen Vielfalt, mit neun Moscheen neben zehn katholischen Kirchen. Fàtima Ahmed, eine Promotorin des Grup Interreligiós del Raval, einer interreligiösen Initiative der Stiftung Tot Raval seit zwei Jahrzehnten, war zu der Veranstaltung eingeladen.
„Dass er über den interreligiösen Dialog als Gegenpol zur Hassrede spricht.“
Ahmed wies darauf hin, dass die extreme Rechte muslimische Einwanderung als politische Waffe einsetzt. Die Einladung interreligiöser Vertreter durch den Papst unterstrich seine Botschaft des Respekts vor Unterschieden und der Geschwisterlichkeit jenseits des Glaubens.
Eine persönliche Rückkehr
Für Papst León XIV., früher Robert Francis Prevost, war der Besuch auch persönlich. Als Augustiner selbst sah er die Kirche erstmals 1984 auf einer Autofahrt von Rom nach León. Beim Betreten scherzte er, dass er damals keinen Erzbischof an seiner Seite gehabt habe, nach einer Begrüßung durch Kardinal Juan José Omella. Er traf auch den Rektor Faustino wieder, mit dem er vor zwei Jahrzehnten eine Zeit in Tansania verbracht hatte. Die Begegnung verband institutionellen Zweck mit privater Erinnerung, in einem Viertel, in dem, wie ein Anwohner es ausdrückte, Vielfalt einfach Normalität ist.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La Razón"Ha venido a un lugar que muchos prefieren ignorar"
- LaVanguardiaEl Papa pone el Raval en el mapa
- RTVE.esEl Raval, el corazón multicultural de Barcelona que recibe, sin mucha emoción, al papa: "Aquí la diversidad es normalidad"
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLEl Raval de las 150 nacionalidades también espera al Papa
- León XIV
- Papst, der das Raval-Viertel in Barcelona besuchte, um sich mit sozialen und karitativen Organisationen zu treffen.
- Faustin
- Augustiner-Rektor der Pfarrei Sant Agustí im Raval-Viertel von Barcelona.
- Robert Francis Prevost
- Geburtsname von Papst León XIV.; ehemaliger Augustiner, der die Kirche Sant Agustí erstmals 1984 besuchte.
- Juan José Omella
- Kardinal, der Papst León XIV. in der Kirche Sant Agustí in Barcelona begrüßte.
- Fàtima Ahmed
- Promotorin des Grup Interreligiós del Raval, eingeladen zu der Papstveranstaltung und Verfechterin des interreligiösen Dialogs.
- Jamal
- Marokkanischer Basar-Angestellter an der Carrer Hospital, der die Sicherheitsprobleme des Raval beschrieb und die Hoffnung äußerte, der Papstbesuch werde Veränderung bringen.
- Mohamed
- Langjähriger marokkanischer Einwohner Barcelonas, der die zunehmende Kriminalität im Raval beklagte.
- Orte
- Barcelona
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