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Papst Leo XIV. trifft auf den Kanarischen Inseln ein – erster historischer Papstbesuch mit Fokus auf die Migrantenkrise

Papst Leo XIV. wird am Donnerstagmorgen auf Gran Canaria landen, als erster Pontifex, der die Kanarischen Inseln besucht. Sein Tag steht ganz im Zeichen der Atlantik-Migrationsroute und einer Messe für 40.000 Gläubige.

Ankunft und historischer erster Besuch

Papst Leo XIV. wird am Donnerstagmorgen, dem 11. Juni, nach dem Abflug von Barcelona auf dem Luftwaffenstützpunkt Gando auf Gran Canaria eintreffen. Der Besuch ist historisch: Noch nie zuvor hat ein Papst die Kanarischen Inseln bereist. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, werden den Pontifex bei seiner Ankunft empfangen. Die Reise erfüllt ein von Papst Franziskus hinterlassenes Versprechen, der öffentlich seinen Wunsch geäußert hatte, den Archipel zu besuchen, um die humanitäre Realität der Atlantik-Migrationsroute zu erleben – die Reise aber nie antrat.

Der ‚Hafen der Hoffnung‘ in Arguineguín

Vom Luftwaffenstützpunkt aus reist der Papst auf dem Landweg zum Hafen von Arguineguín, einem Ort, der 2020 aufgrund des Umgangs mit Migrantenankünften als „Pier der Schande“ bezeichnet wurde. Die lokale Kirche möchte sein Image in einen „Hafen der Hoffnung“ verwandeln. Rund 1.800 bis 2.000 Menschen, darunter Migrantenfamilien, Helfer und Freiwillige, werden sich dort versammeln, um ihn zu treffen. Die Veranstaltung umfasst vier Zeugnisse von Migrantenfamilien sowie von denen, die sie willkommen heißen und integrieren, eine Blumenehrung für die auf See Gestorbenen und die Segnung eines Fischeraltars, der der Virgen del Carmen gewidmet ist, sowie eines Kreuzes aus Holz von Migrantenbooten.

Wir wollen, dass dieser Hafen aufhört, der Pier der Schande zu sein, und zum Hafen der Hoffnung wird.

Politische und pastorale Begegnungen

Mehrere spanische Regierungsminister werden an der Veranstaltung in Arguineguín teilnehmen, darunter Félix Bolaños, Ángel Víctor Torres, Elma Saiz und Margarita Robles. Die Zusammenkunft wird auch den Dienst der Seenotrettung und der Fischer für ihre Rolle bei der Rettung von Migranten würdigen. Anschließend begibt sich der Papst nach Las Palmas de Gran Canaria, wo ihm der Bürgermeister den goldenen Schlüssel der Stadt überreicht. Danach besucht er die Kathedrale Santa Ana zu einem Treffen mit 1.500 Geistlichen und Pastoralmitarbeitern der Diözese Gran Canaria.

Papst-Motorcade und Abendmesse

Vor dem Betreten der Kathedrale wird Leo XIV. im Papamobil durch den Stadtteil Vegueta fahren, sodass Gläubige ihn von den Straßen aus sehen können. Auf dem Platz werden Bildschirme installiert, damit die Menschenmenge der Veranstaltung im Inneren folgen kann. Am Abend zelebriert der Papst um 18:30 Uhr Ortszeit (19:30 Uhr spanischer Festlandzeit) eine große Open-Air-Messe im Gran Canaria Stadion, zu der 40.000 Teilnehmer erwartet werden. Er wird auch die Umgebung des Stadions im Papamobil umrunden, um diejenigen zu begrüßen, die keinen Einlass finden.

Nächster Halt: Teneriffa

Nach Abschluss seiner Aktivitäten auf Gran Canaria fliegt Leo XIV. am Freitagmorgen nach Teneriffa zur letzten Etappe seiner apostolischen Reise in Spanien. Dieser Besuch ist die neunte Papstreise nach Spanien insgesamt.

Das Programm von Papst Leo XIV. auf Gran Canaria, 11. Juni 2026
  1. Papst trifft auf dem Luftwaffenstützpunkt Gando ein, empfangen von Ministerpräsident Sánchez und Präsident Clavijo
  2. Begegnung mit Migranten und Freiwilligen im Hafen von Arguineguín
  3. Treffen mit 1.500 Geistlichen und Pastoralmitarbeitern in der Kathedrale Santa Ana
  4. Mittagessen im Bischofspalast
  5. Open-Air-Messe für 40.000 im Gran Canaria Stadion
Las Palmas de Gran Canaria · Arguineguín

6 Quellen

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