
Pakistan und Türkei bekräftigen saudische Verteidigungszusagen nach angeblichem Drohnenangriff auf Mekka
Islamabad bestätigte seine militärische Bereitschaft, Riad im Rahmen des Mekka-Verteidigungspakts nach einem angeblichen Huthi-Drohnenangriff nahe der heiligen Stadt zu unterstützen, während Ankara anmerkte, dass ein gemeinsames Vorgehen eine formelle saudische Anfrage erfordert.
Eskalation nach angeblichem Drohnenangriff auf Mekka
Die regionalen Spannungen verschärften sich, nachdem Saudi-Arabien Mitte der Woche bekannt gab, dass jemenitische Huthi-Rebellen einen unbemannten Luftfahrzeugangriff auf die heilige Stadt Mekka versucht hätten. Riad bezeichnete die Aktion als feigen Angriff, während Huthi-Sprecher bestritten, eine Drohne auf die heilige Stadt abgefeuert zu haben. Die saudische Ankündigung löste in vielen mehrheitlich muslimischen Ländern breite Verurteilung aus. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif verurteilte den Vorfall öffentlich in den sozialen Medien und drückte im Namen der pakistanischen Bevölkerung Trauer und Besorgnis aus. In Ankara gab das türkische Außenministerium eine formelle Erklärung ab, in der es seine Unterstützung für die territoriale Integrität und Souveränität Saudi-Arabiens bekräftigte und gleichzeitig zu einem sofortigen Ende der Angriffe aufrief, die die Stabilität bedrohen. Als Reaktion auf die Aktivitäten der Huthi starteten die saudischen Streitkräfte erneute Luftangriffe auf Stellungen im Jemen.
Pakistan sagt Riad physische Hilfe zu
Pakistanische Beamte bestätigten ihre Bereitschaft, saudisches Territorium und die beiden heiligen Stätten in Mekka und Medina mit diplomatischen und militärischen Mitteln zu verteidigen. Pakistanisches Militärpersonal und -ausrüstung sind im Rahmen bestehender bilateraler Abkommen im Königreich im Einsatz, darunter Kampf- und Unterstützungsflugzeuge, die im April 2026 auf dem König-Abdulaziz-Luftwaffenstützpunkt stationiert wurden. Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif erklärte, Islamabad werde Riad unterstützen, wenn der Konflikt im Jemen die saudischen Grenzen überschreite, und fügte hinzu, dass Pakistan die heiligen Stätten des Islam unabhängig von formellen Vertragsklauseln verteidigen werde. Am Donnerstag sprach Generalleutnant Ahmed Sharif Chaudhry, Generaldirektor der Medienabteilung des pakistanischen Militärs, mit der Zeitung Arab News über die militärische Haltung des Landes.
Ich möchte hier das Wort 'physisch' unterstreichen. Wir werden alles tun.
Chaudhry fügte hinzu, dass pakistanische Streitkräfte weiterhin im Königreich stationiert seien und auf Anweisung der saudischen Führung weitere Maßnahmen ergreifen würden.
Diplomatische Kanäle und Druck auf Iran
Neben militärischen Erklärungen hielten pakistanische Beamte diplomatische Kanäle zu Teheran aufrecht, um Angriffe von iranisch unterstützten Gruppen einzudämmen. Der pakistanische Armeechef Asim Munir reiste im August 2026 nach Teheran, um den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und andere Regierungsvertreter zu treffen. Bei anschließenden Kontakten forderten pakistanische Vertreter iranische Beamte auf, die Huthi-Angriffe auf saudische Energieanlagen und zivile Zentren zu unterbinden, und warnten, dass Pakistan aufgrund gegenseitiger Verteidigungsverpflichtungen zum Eingreifen gezwungen sein könnte. Ein Sprecher des pakistanischen Außenministeriums bekräftigte die vertraglichen Verpflichtungen des Landes, behielt sich jedoch das operative Ermessen über mögliche Truppenentsendungen vor. Chaudhry merkte an, dass Islamabad gleichzeitig mit regionalen Partnern zusammenarbeite, um verhandelte Lösungen für die Spannungen im Zusammenhang mit dem Konflikt unter Beteiligung der USA, Israels und des Iran zu finden.
Institutionalisierung des trilateralen Mekka-Pakts
Der diplomatische Rahmen zwischen den drei Nationen geht auf das bilaterale Strategische Verteidigungsabkommen zurück, das Riad und Islamabad im September 2025 unterzeichneten und dem die Türkei im August 2026 im Rahmen des Strategischen Verteidigungsabkommens von Mekka beitrat. Der türkische Außenminister Hakan Fidan erklärte, der Pakt funktioniere wie der kollektive Verteidigungsmechanismus der NATO, der von einem angegriffenen Mitglied eine offizielle Anfrage erfordere, bevor Verbündete Maßnahmen ergreifen. Ein türkischer Diplomat sagte der AFP, dass Riad keine formelle Anfrage um militärische Hilfe gestellt habe. Der Diplomat merkte an, dass der Austausch von Geheimdiensten oft effektiver sei als Bombenkampagnen, und betonte, dass die Integration der Luft-, See- und Landstreitkräfte Pakistans, Saudi-Arabiens und der Türkei erhebliche administrative Arbeit erfordere.
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