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Einzelsport·vor 3 Std.

FIS wählt Alexander Ospelt zum neuen Präsidenten und verdrängt Johan Eliasch mit einer Stimme Vorsprung in Belgrad

Der Internationale Skiverband hat am Freitag den Liechtensteiner Alexander Ospelt zu seinem neuen Präsidenten gewählt und damit die Amtszeit von Johan Eliasch nach nur einer Periode beendet. Die Abstimmung auf dem Kongress in Belgrad endete mit 65 zu 64 Stimmen.

Die Abstimmung

Die Delegierten des 57. FIS-Kongresses in Belgrad, Serbien, wählten am Freitag einen neuen Präsidenten. Alexander Ospelt, ein 58-jähriger Anwalt aus Liechtenstein, erhielt 65 der 129 möglichen Stimmen. Der amtierende schwedisch-britische Geschäftsmann Johan Eliasch kam auf 64 Stimmen. Eine einzige Stimme entschied den Ausgang.

Die FIS, wie ich sie mir vorstelle, ist offen und transparent, fördert den Austausch und stellt ein Gleichgewicht zwischen den Interessen der vielen Beteiligten in unseren wunderbaren Sportarten sicher.

Eliashs umstrittene Kandidatur

Eliasch hatte sich um eine Wiederwahl bemüht, stand jedoch vor einem ungewöhnlichen Weg zur Wahl. Nachdem ihn weder der britische noch der schwedische Skiverband nominiert hatte, erwarb er im Frühjahr einen georgischen Pass und trat unter dem Banner des georgischen Verbandes an. Seine fünfjährige Amtszeit stieß bei einem breiten Bündnis großer Skinationen, darunter die Schweiz, Österreich, die USA, Deutschland und Norwegen, auf scharfe Kritik. Sie warfen ihm Intransparenz, mangelnde Kommunikation und gebrochene Versprechen vor. Der zentrale Vorwurf betraf die Finanzen: Berichten zufolge soll Eliasch während seiner Präsidentschaft bis zu 100 Millionen Schweizer Franken aus den FIS-Reserven ausgegeben haben.

Die Papierwahl

Swiss-Ski setzte sich erfolgreich dafür ein, das geplante elektronische Wahlsystem durch eine Papierwahl zu ersetzen. Co-CEO Diego Züger verwies auf Probleme mit dem elektronischen System beim vorherigen Kongress und argumentierte, die Wahl sei zu wichtig, um neue Technologien zu testen. Der Antrag wurde mit 77 zu 50 Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen. Auch der serbische Verband konnte die Wahl zeitlich im Kongressprogramm vorverlegen. FIS-Generalsekretär Michel Vion wies die Delegierten an, dass während des etwa 50-minütigen Wahlvorgangs keine Kommunikation, einschließlich Mobiltelefone, erlaubt sei. Die Auszählung dauerte etwa 40 Minuten.

Der neue Präsident

Ospelt war der Wunschkandidat des Bündnisses, das sich gegen Eliasch stellte. Als langjähriger Präsident des Liechtensteiner Skiverbandes und seit zwei Jahren Mitglied des FIS-Rates bezeichnete er sich selbst als Brückenbauer. Seine Amtszeit beträgt vier Jahre. Der Führungswechsel folgt auf den kürzlichen Abgang von FIS-CEO Urs Lehmann, der angesichts der Besorgnis über die finanzielle Lage des Verbandes unter Eliasch zurückgetreten war.

Die Oppositionskoalition

Swiss-Ski, Ski Austria, der US-Verband und andere stellten sich in den Wochen vor der Wahl gegen Eliasch. Zur Koalition gehörten auch Italien, Deutschland, Frankreich, Schweden, Norwegen, Großbritannien, Slowenien und Kanada. Ihre geschlossene Haltung erwies sich bei dem knappen Vorsprung von einer Stimme als entscheidend.

Belgrad

3 Quellen

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