
Zwei rumänische Staatsbürger in Gdynia festgenommen – weniger als 24 Stunden nach bewaffnetem Juwelenraub in Oslo
Polnische Polizei und Grenzschutz stellten zwei Männer in der ulica Polska, nachdem sie mit gestohlenen Goldwaren im Wert von mehreren Hunderttausend Kronen per Fähre über die Ostsee geflohen waren.
Bewaffneter Raubüberfall in Oslo
Am 1. Oktober 2026 betraten zwei rumänische Staatsbürger ein Juweliergeschäft in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Die beiden Männer im Alter von 31 und 37 Jahren zückten ein Messer, bedrohten einen im Dienst befindlichen Angestellten und stahlen Goldwaren im Wert von mehreren Hunderttausend norwegischen Kronen. Unmittelbar nach dem Überfall flohen die Verdächtigen in einem Volkswagen Pkw vom Tatort und fuhren direkt in Richtung norwegische Küste, um das Land per Schiff über die Ostsee zu verlassen.
Grenzüberschreitende Fahndung
Die norwegischen Strafverfolgungsbehörden leiteten sofort eine Suchaktion ein und stellten fest, dass beide Männer eine kommerzielle Passagierfähre in die polnische Hafenstadt Gdynia bestiegen hatten. Ein dringender Alarm des norwegischen SIRENE-Büros wurde direkt an die Sektion Internationales Kommunikationszentrum im Büro für Internationale Polizeizusammenarbeit der polnischen Nationalpolizei in Warschau übermittelt. In der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober leitete die polnische Polizeizentrale die operativen Unterlagen an die Stadtpolizei in Gdynia und die polnische Grenzschutzbehörde weiter.
Die Beamten in Gdynia ergriffen Maßnahmen zur Überprüfung der Informationen und bestätigten, dass sich die beiden Verdächtigen während der Überfahrt über die Ostsee tatsächlich an Bord des Schiffes befanden. Die polnischen Ermittler fanden zudem heraus, dass die Verdächtigen planten, ihre Route nach Erreichen des Festlands zu ändern, ihr Fahrzeug aufzugeben und einen Linienbus von Gdynia zu besteigen, um ihre Flucht fortzusetzen.
Aspirant Marek Kobiałko von der Stadtpolizeidirektion in Gdynia erläuterte den internationalen Kommunikationsprozess zwischen den beteiligten Diensten.
Dringende Informationen des norwegischen Sirene-Büros erreichten das Büro für Internationale Polizeizusammenarbeit bei der Nationalen Polizeidirektion und gingen dann an die Beamten in Gdynia und den Grenzschutz. Die 31- und 37-Jährigen wurden festgenommen. Die Beamten stellten unter anderem 49 Goldketten bei ihnen sicher.
Abfangen im Hafen von Gdynia
Als die Fähre am frühen Morgen des 2. Oktober 2026 im Hafen von Gdynia anlegte, standen polnische Polizeiteams bereit, um die Operation durchzuführen. Gegen 07:15 Uhr stellten die Beamten in der ulica Polska beide rumänischen Staatsangehörigen und nahmen sie fest. Gegen beide Männer lagen Europäische Haftbefehle vor, die nach dem bewaffneten Raubüberfall ausgestellt worden waren. Vom Zeitpunkt des Überfalls in Oslo bis zur Festnahme in Gdynia waren weniger als 24 Stunden vergangen.
- Die Verdächtigen überfallen ein Juweliergeschäft in Oslo mit einem Messer und fahren mit einem Volkswagen in Richtung Küste
- Das norwegische SIRENE-Büro alarmiert die polnische Polizei, dass sich die Verdächtigen an Bord einer Fähre nach Gdynia befinden
- Die Polizei nimmt beide Männer in der ulica Polska in Gdynia fest und stellt das Diebesgut sicher
- Das Gericht in Polen ordnet für beide Verdächtige die Untersuchungshaft an
Sichergestellte Wertsachen und Untersuchungshaft
Bei der Festnahme und Durchsuchung stellten die Beamten das Diebesgut sicher, darunter 49 Goldketten, eine Silberkette, eine Brosche und ein Zifferblatt mit Anhängern. Die polnische Polizei beschlagnahmte zudem Bargeld in norwegischen Kronen und rumänischen Lei, drei Mobiltelefone, zwei SIM-Karten und die Kleidung, die beide Verdächtige während des Vorfalls getragen hatten.
- Goldketten
- 49 Stück
- Silberketten
- 1 Stück
- Broschen
- 1 Stück
- Zifferblätter mit Anhängern
- 1 Stück
Beide Männer wurden in eine Polizeihaftanstalt in Gdynia gebracht. Am 2. Oktober 2026 ordnete das Gericht auf Antrag der Bezirksstaatsanwaltschaft in Danzig die Untersuchungshaft für die Verdächtigen an. Lokale Polizeimitteilungen und Regionalberichte nannten eine Haftdauer von zwei Monaten, während ein anderer nationaler Bericht angab, das Gericht habe eine dreimonatige Haft verhängt.
