Energie & Handel · Warschau und Misdroy
Orlen entlässt Termika-Chef Andrzej Gajewski nach Warnung vor Kohleknappheit im Winter
Der polnische Energiekonzern Orlen entließ am 16. September den Vorstandsvorsitzenden der Orlen Termika, Andrzej Gajewski, nachdem dieser öffentlich gewarnt hatte, dass polnische Versorger im kommenden Winter Gefahr laufen, ihre Kohlevorräte zu erschöpfen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von wnp.pl, NIEZALEZNA.PL, FAKT24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Orlen entließ Andrzej Gajewski am 16. September als CEO der Orlen Termika, nachdem er auf einer Branchenkonferenz in Misdroy vor Kohleknappheit im Winter gewarnt hatte.
Zahlen der Industrieentwicklungsagentur zeigen, dass die Kohlevorräte an den Schächten in Polen von 5,65 Millionen Tonnen im Juli 2025 auf 3,2 Millionen Tonnen Ende Juli 2026 gefallen sind.
Die Importe von Kraftwerkskohle nach Polen erreichten im ersten Halbjahr 2026 3,06 Millionen Tonnen, ein Anstieg von 168 % im Jahresvergleich, wobei Kasachstan mehr als die Hälfte der Lieferungen ausmachte.
PSE-Chef Grzegorz Onichimowski erklärte, der Betreiber müsse Kohlekraftwerke über 2028 hinaus betreiben, da sich der Bau von 8 GW geplanter Gaskapazität verzögere.
- 13.09.Das 30. Polnische Heizungsforum beginnt in Misdroy.
- 14.09.Parlamentarische Konferenz im Sejm diskutiert Netzstabilität und Langlebigkeit der Kohleverstromung.
- 16.09.Orlen entlässt Andrzej Gajewski aus seinem Amt als CEO und Vorstandsmitglied der Orlen Termika.
- 17.09.Orlen-Pressestelle bestätigt Gajewskis Abgang gegenüber Nachrichtenagenturen.
Entlassung nach Forum-Äußerungen
Der polnische Multi-Energiekonzern Orlen entfernte Andrzej Gajewski am 16. September aus seiner Position als Vorstandsvorsitzender und Mitglied des Vorstands der Orlen Termika. Gajewski hatte die Tochtergesellschaft seit Juni 2024 geleitet und war für Fernwärmeanlagen verantwortlich, die 11 % der gesamten Wärmeerzeugung Polens ausmachen. Das Unternehmen bestätigte seinen Abgang am folgenden Morgen, ohne einen offiziellen Grund für den Führungswechsel zu nennen. Branchenberichte brachten die Entscheidung mit öffentlichen Äußerungen in Verbindung, die Gajewski Anfang der Woche auf dem XXX. Polnischen Heizungsforum in Misdroy gemacht hatte. Er sprach vor Branchendelegierten über die Risiken der Brennstoffverfügbarkeit vor der Heizperiode 2026–2027.
„Wenn es einen kalten Winter gibt, wird uns die Kohle ausgehen. Wir werden alle den Boden abschaben. Ich denke, das ist das größte Risiko, das uns heute erwartet.“
Brennstoffdynamik und Lagerabbau
Orlen Termika deckt etwa 70 % des Wärmebedarfs der Warschauer Haushalte sowie 60 % der Nachfrage in den Nachbargemeinden wie Pruszków, Piastów und Michałowice. Zu den Anlagen gehören die Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen Żerań, Siekierki und Pruszków sowie die Heizwerke Wola und Kawęczyn. Gajewski erklärte, dass hohe Gaspreise nach einer Blockade der Straße von Hormus die polnischen Stromversorger dazu veranlasst hätten, von Erdgas auf günstigere Steinkohle umzusteigen. Dieser Brennstoffwechsel, zusammen mit dem hohen Verbrauch während des vorangegangenen kalten Winters, habe die Brennstoffreserven im gesamten heimischen Stromsektor erschöpft. Obwohl Gajewski anmerkte, dass Orlen Termika rund 1,5 Millionen Tonnen Kohlereserven angehäuft habe, um den eigenen Betrieb zu schützen, hätten sich die Gesamtbestände im ganzen Land verknappt.
Schrumpfende Reserven und steigende Importe
Daten der Industrieentwicklungsagentur (ARP) zeigen, dass die Kohlevorräte an den Schächten der polnischen Bergwerke Ende Juli 2026 auf 3,2 Millionen Tonnen gefallen sind, gegenüber 5,65 Millionen Tonnen ein Jahr zuvor. Die Polska Grupa Górnicza (PGG), der größte Kohleproduzent in der Europäischen Union, meldete, dass ihre eigenen Bestände bis Ende 2026 auf nahezu Null sinken werden, nachdem sie das Jahr mit über 2 Millionen Tonnen begonnen hatten. Die PGG erhöhte ihren Förderplan für 2026 um über 1 Million Tonnen, um die inländische Nachfrage zu decken. Die Importe von Kraftwerkskohle nach Polen stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 168 % im Jahresvergleich auf 3,06 Millionen Tonnen, wobei Kasachstan mehr als die Hälfte dieser Menge lieferte und Kolumbien 1,0 Millionen Tonnen beisteuerte.
- Juli 2025
- 5.65 Millionen Tonnen
- Juli 2026
- 3.2 Millionen Tonnen
Daten aus dem Artikeltext
Langfristige Kohleabhängigkeit und Netzbelastung
Die Debatte über Kohlevorräte überschneidet sich mit der breiteren Netzplanung, da die polnischen Strompreise weiterhin hoch sind. Auf einer parlamentarischen Konferenz im Sejm am 14. September verwies der Vorstandsvorsitzende des polnischen Übertragungsnetzbetreibers PSE, Grzegorz Onichimowski, auf Verzögerungen beim Bau von 8 GW geplanter Gaskraftwerke bis 2030. Onichimowski erklärte, der Betreiber benötige regulatorische Mechanismen, um den Betrieb älterer Kohleblöcke über 2028 hinaus zu verlängern. Die Polnische Industrie- und Handelskammer der Kohlehändler berichtete ebenfalls, dass die polnische Energieversorgungssicherheit mindestens ein Jahrzehnt lang von Kohle- und Gaskraftwerken abhängen werde, selbst wenn die Förderkosten bei 835 PLN pro Tonne lägen und die inländischen Einzelhandelspreise für Heizkohle in den letzten Wochen um 500 PLN gestiegen seien.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- wnp.plOrlen: Andrzej Gajewski przestał pełnić funkcję prezesa Orlen Termika
- wnp.plPolska energetyka bez węgla nie da sobie rady? Nie mają najmniejszych wątpliwości
- NIEZALEZNA.PL''Będziemy wszyscy szorować po dnie''. Prezes spółki Orlenu odwołany. Powiedział za dużo?
- FAKT24.plW Polsce może zabraknąć węgla? "Będziemy szorować po dnie"
- Andrzej Gajewski
- Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Orlen Termika
- Krzysztof Bosak
- Vizemarschall des polnischen Sejm
- Orte
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