Wahlen · Budapest
Orbán als Fidesz-Vorsitzender wiedergewählt und plant Neuaufstellung der Opposition nach Verlust der 16-jährigen Macht in Ungarn
Der frühere Ministerpräsident Viktor Orbán erhielt auf einem Parteitag in Budapest ein einjähriges Mandat als Fidesz-Vorsitzender, übernahm die Verantwortung für die Wahlniederlage im April und versprach, die Partei als wirksame Oppositionskraft neu aufzustellen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, 7sur7, RTBF und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
729 Fidesz-Delegierte stimmten dafür, Orbán für ein Jahr als Vorsitzenden zu behalten, bei acht Enthaltungen und ohne Gegenstimmen.
Orbán übernahm die persönliche Verantwortung für die verlorene Parlamentswahl im April gegen Péter Magyars Tisza-Partei und nannte zehn beitragende Faktoren.
Er plant, die Partei bis Herbst 2026 von der Basis aus umzustrukturieren, vier neue Vizepräsidenten zu ernennen und mit der EU-Fraktion Patrioten für Europa zusammenzuarbeiten.
Der Sieg der Tisza mit Zwei-Drittel-Mehrheit am 12. April beendete Orbáns lange Amtszeit, in der die EU Milliarden an Finanzmitteln aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit eingefroren hatte.
- 12.04.Tisza-Partei gewinnt Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament, beendet Orbáns Amtszeit
- 13.06.Wiedergewählt als Fidesz-Vorsitzender mit einjährigem Mandat auf dem Budapester Parteitag
- 1.10.Zieltermin für den Abschluss der Oppositions-Neuorganisation der Partei
Die Bestätigungsabstimmung
Auf einem Parteitag in Budapest am Samstag, dem 13. Juni, stimmten 729 von 737 Fidesz-Delegierten für die Verlängerung von Viktor Orbáns Vorsitz, bei null Gegenstimmen und acht Enthaltungen. Der 63-Jährige trat ohne Gegenkandidaten an und erhielt ein auf ein Jahr begrenztes Mandat. Er sagte, es sei Zeit für eine „jüngere Generation“, die Führung zu übernehmen, auch wenn er schwor, politisch „nie aufzugeben“.
„Die Verantwortung für die Wahlniederlage liegt auf meinen Schultern. Es wäre unfair, den Wahlkampfmanager, die Regionalleiter oder die Kandidaten zu beschuldigen. Es gab strategische Fehler, und dafür bin ich verantwortlich.“
Der Weg zur Niederlage
Die Fidesz verlor die Parlamentswahl am 12. April deutlich an Péter Magyar und dessen Tisza-Partei, die eine Zwei-Drittel-Mehrheit errang, die zur Verfassungsänderung berechtigt. Das Ergebnis beendete Orbáns 16-jährige Amtszeit als Ministerpräsident, eine Periode, die 2010 nach einer früheren Amtszeit von 1998 bis 2002 begann. Er nannte zehn Gründe für die Niederlage, darunter, dass die Fidesz es versäumt habe, die von der Tisza im Wahlkampf erhobenen Korruptionsvorwürfe zu widerlegen, auf unrealistische Wahlbeteiligungsprognosen gesetzt habe und den sozialen Medien das Feld überlassen habe.
Orbán deutete auch indirekt auf Brüssel und argumentierte, dass die EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Krieges in der Ukraine das ungarische Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren gebremst hätten und dass Algorithmen auf ausländischen Social-Media-Plattformen Botschaften bevorzugten, die einen Regierungswechsel befürworteten.
Wiederaufbau der Partei
Orbán beabsichtigt, die Fidesz bis zum Herbst von der Basis aus neu zu organisieren, damit die Partei in der Opposition effizient arbeiten kann. Der Parteitag wählte vier neue Vizepräsidenten, was als Generationenwechsel dargestellt wurde. Er signalisierte ein engeres Verhältnis zur rechten Fraktion „Patrioten für Europa“ im Europaparlament und versprach, jüngere Ungarn für die Partei zu gewinnen.
Kontrast zur neuen Regierung
Orbán warnte, dass die Regierung von Ministerpräsident Péter Magyar politisches und wirtschaftliches Chaos bringen werde, und behauptete, Ausländer würden versuchen, „Ungarn zu plündern“. Die Rhetorik stand im Gegensatz zu Magyars eigenen Aussagen, die eine ähnlich strenge Asylpolitik wie sein Vorgänger beibehielten. Unabhängige Medien urteilten, dass Orbán einer ernsthaften Analyse der Niederlage ausweiche, während konservative Medien seinen Vorstoß zur Verjüngung der Partei lobten.
„Wir werden im Herbst sehen, ob die Ungarn die Missstände und den wirtschaftlichen Liberalismus der Regierung ertragen.“
Der EU-Hintergrund
Während Orbáns Amtszeit warfen ihm Kritiker vor, die Demokratie ausgehöhlt, die Rechtsstaatlichkeit zerstört und ein hybrides Regime mit autokratischen Zügen geschaffen zu haben. Die EU froh als Reaktion darauf Milliarden Euro an Finanzmitteln für Ungarn ein. Seine prorussische Haltung, einschließlich regelmäßiger Kritik an den EU-Sanktionen nach der umfassenden Invasion der Ukraine im Jahr 2022, machte das Land zu einem Außenseiter im Block. Er bleibt eine viel zitierte Figur unter illiberalen Bewegungen weltweit.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Deutsche WelleUngarn: Fidesz-Partei bestätigt Orbán als Vorsitzenden
- 7sur7Malgré la défaite aux élections, Viktor Orbán réélu à la tête de son parti
- Deutsche WelleОрбан залишився головою "Фідес" і пообіцяв оновлення
- RTBFHongrie : Viktor Orbán réélu à la tête du parti Fidesz malgré sa défaite électorale - RTBF Actus
- Viktor Orbán
- Ehemaliger Ministerpräsident Ungarns, wiedergewählt als Vorsitzender der Fidesz-Partei für eine einjährige Amtszeit
- Péter Magyar
- Amtierender Ministerpräsident Ungarns und Vorsitzender der Tisza-Partei, die Orbán bei der Wahl im April 2026 besiegte
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