
SPFL verbietet Auswärtsfans von Celtic und Rangers für die Saison 2026–2027
Die Scottish Professional Football League hat besuchende Anhänger von allen Derbys zwischen Celtic und Rangers in dieser Saison ausgeschlossen, nachdem Sicherheitsüberprüfungen von Ausschreitungen während eines Pokalspiels im März im Ibrox durchgeführt wurden.
Ligabeschluss und Saisonregelung
Die Scottish Professional Football League hat am Freitag bestätigt, dass für den Rest der Saison 2026/27 keine Auswärtsfans an Spielen zwischen Celtic und Rangers in SPFL-Wettbewerben teilnehmen werden. Die Regelung gilt für alle Scottish-Premiership-Spiele zwischen den Glasgow-Rivalen sowie für deren Pokalduell im Premier Sports Cup. Die Entscheidung wurde nach gemeinsamen Gesprächen zwischen der SPFL, beiden Vereinen und Police Scotland getroffen. Die Ligaverwaltung bezeichnete den Ausschluss als vorübergehende Regelung, die einer erneuten Überprüfung unterliegt, falls sich die betrieblichen Rahmenbedingungen während der Saison wesentlich ändern sollten. Der Dachverband erklärte, die Pause gebe den Vereinen und Fans Planungssicherheit und vermeide gleichzeitig wiederkehrende Streitigkeiten über die Zuteilung einzelner Spieltickets.
Das Pokalspiel im März und die Sicherheitsüberprüfung
Die Regelung folgt auf Unruhen beim Scottish-Gas-Men's-Scottish-Cup-Viertelfinale zwischen den Mannschaften im Ibrox am 8. März. Nach den Turnierregeln des schottischen Fußballverbands erhielt Celtic für diese Partie ein volles Auswärtskontingent von rund 8.000 Tickets. Nach einem torlosen Unentschieden sicherte sich Celtic im Elfmeterschießen den Sieg, woraufhin Anhänger beider Seiten die Sicherheitsbarrieren durchbrachen und das Spielfeld betraten. Rivalisierende Fans lieferten sich Auseinandersetzungen und warfen Leuchtfeuer und Feuerwerkskörper über den Platz, sodass Polizisten und Ordner eine physische Linie zwischen den Gruppen bilden mussten, während die Spieler schnell in die Umkleidekabinen eilten. Die Behörden nahmen anschließend 43 Personen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen fest. Eine unabhängige Überprüfung des Spiels durch Mark Blackbourne wurde dem schottischen Fußballverband Anfang des Sommers vorgelegt.
Zuteilungsstreitigkeiten und Reaktion des Trainers
Meinungsverschiedenheiten über die Gästezuteilungen eskalierten, nachdem Rangers und Celtic im Viertelfinale des Premier Sports Cup aufeinandertrafen. Die Vereine hatten sich zuvor für Ligaspiele auf eine Gästezuteilung von 5 % der Stadionkapazität geeinigt, was sowohl im Ibrox als auch im Celtic Park rund 2.500 Plätzen entspricht. Für das Pokalspiel im Ibrox am 13. September führte Rangers eine Risikobewertung durch und schlug vor, Celtics Ticketkontingent auf 300 Plätze zu kürzen. Celtic lehnte die Kürzung ab und beantragte formell, dass die SPFL eingreift und eine verbindliche Entscheidung trifft, woraufhin die Liga Auswärtsfans vollständig ausschloss. Celtics Trainer Martin O'Neill zeigte sich enttäuscht über den Ausgang:
Ich denke, das war unvermeidlich, ehrlich gesagt, als Rangers 300 Tickets anbot und wir das ablehnten. Wirklich traurig, muss ich zugeben, einfach aus der Sicht eines normalen Fans. Es ist eine großartige, großartige Begegnung, wenn das Stadion voll ist. Und ich denke, die Auswärtsfans machen das aus.
Spielplan und Sanktionen des schottischen Fußballverbands
Das Verbot tritt sofort für das Premier-Sports-Cup-Viertelfinale im Ibrox am 13. September in Kraft, gefolgt von einem William-Hill-Premiership-Derby im Celtic Park am 20. September. Während die SPFL-Politik die Ligaspiele und Ligapokal-Spiele regelt, beaufsichtigt der schottische Fußballverband den separaten Scottish Cup, der auf eine seit 1888 bestehende Rivalität zurückgeht. Disziplinarstrafen aus dem März-Viertelfinale haben diesen Wettbewerb bereits beeinträchtigt. Letzten Monat ordnete der schottische Fußballverband an, dass sowohl Celtic als auch Rangers ihre nächsten Heimspiele im Scottish Cup unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen müssen. SPFL-Vertreter bestätigten, dass alle Beteiligten weiterhin daran arbeiten, während der Saison die Empfehlungen des Blackbourne-Berichts zu bewerten und überarbeitete Sicherheitsverfahren für zukünftige Spielzeiten zu etablieren.
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