Oktoberfest 2026 in München eröffnet: Sanitätsteams behandeln über 300 Patienten am Eröffnungstag
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause eröffnete das Oktoberfest 2026 mit zwei Hammerschlägen, während die Sanitätsteams vor Ort Hunderte Besucher wegen Alkoholvergiftung, Kreislaufproblemen und fahrgeschäftsbezogenen Vorfällen behandelten.
Eröffnungszeremonie und Einrichtung der Sanitätsstation
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause eröffnete das Oktoberfest 2026 auf der Theresienwiese mit zwei Hammerschlägen und dem traditionellen Ausruf „O'zapft is“. Um medizinische Notfälle während des 16-tägigen Festes zu bewältigen, hat der Rettungsdienst Aicher Ambulanz einen 24-Stunden-Einsatz mit rund 430 Mitarbeitern, darunter 36 Ärzte, eingerichtet. Die Spitzenbesetzung am Eröffnungssamstag erreichte etwa 140 Einsatzkräfte in der Festklinik. Die temporäre Einrichtung fungiert als Mini-Krankenhaus und bietet Vor-Ort-Blutanalysen, Wundversorgung, Überwachung von Betrunkenen über Nacht sowie diagnostische Scans mittels eines auf dem Gelände installierten Computertomographen. Die Einrichtung soll die Belastung der umliegenden Krankenhäuser und Labore in München reduzieren. Während des Oktoberfestes 2025 behandelten die Sanitätsteams 7.158 Menschen, wobei alkoholbedingte Notfälle rund 39 % der Aufnahmen ausmachten, chirurgische Fälle über ein Drittel und internistische oder allgemeinmedizinische Zustände 26 %.
- Gesamtes Festivalpersonal
- 430 Personal
- Spitzenschicht am Eröffnungssamstag
- 140 Personal
- Ärzte insgesamt
- 36 Personal
Erste Alkoholvergiftungen und Patientenaufnahmen
Bis 17:00 Uhr am Eröffnungstag hatten die Sanitäter mehr als 300 Patienten auf dem Festgelände behandelt, wobei Kreislaufprobleme der häufigste Grund für eine Aufnahme waren. Der erste akute Fall einer Alkoholvergiftung ereignete sich gegen 15:45 Uhr, fast vier Stunden nach dem Anzapfen des ersten Fasses. Ein 19-jähriger Münchner brach nach dem Trinken von Festbier zusammen und konnte nicht mehr allein stehen. Rettungssanitäter transportierten den Jugendlichen auf einer Trage zur Sanitätsstation, um mit der Behandlung zu beginnen und zu prüfen, ob eine plötzliche Erkrankung die Alkoholaufnahme begleitete.
Seine Freunde alarmierten uns, unser Team kümmerte sich vor Ort um ihn mit Vitalzeichenkontrolle und einer Infusion.
Das medizinische Personal überwachte die Vitalzeichen und verabreichte eine intravenöse Infusion, während für die weitere Untersuchung ein Computertomographie-Scan und gegebenenfalls Medikamente eingeplant wurden. Der Scanner, der seit mehreren Jahren auf dem Wiesn-Gelände betrieben wird, ermöglicht es den Ärzten, Kopfverletzungen und akute Symptome vor Ort zu beurteilen, ohne die Patienten in städtische Kliniken verlegen zu müssen.
- Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause eröffnet das Oktoberfest mit zwei Hammerschlägen.
- Rettungssanitäter nehmen einen 19-jährigen Münchner als ersten Fall einer Alkoholvergiftung auf.
- Der Rettungsdienst Aicher Ambulanz überschreitet die Marke von 300 behandelten Patienten am Eröffnungstag.
- Passagiere bleiben während eines Stillstands eines über Kopf fahrenden Fahrgeschäfts fünf Minuten lang kopfüber hängen.
Fahrgeschäft-Störung und Armdrücken-Verletzung
Die Rettungskräfte reagierten am Samstagabend auf mehrere mechanische und körperliche Traumata auf dem Festgelände. Ein über Kopf fahrendes Fahrgeschäft, das Passagiere in rotierenden Gondeln bis zu 16 Meter hoch und mit 60 km/h bewegt, erlitt eine Störung, sodass die Passagiere etwa fünf Minuten lang kopfüber hingen. Rettungssanitäter, Polizei und Feuerwehr trafen ein, als die Passagiere bereits wieder auf dem Boden außerhalb des Fahrmechanismus waren. Mehrere Jugendliche wurden wegen leichter Schwindelgefühle und Kreislaufproblemen behandelt, bevor das medizinische Personal alle Teilnehmer entließ, um das Festgelände eigenständig zu verlassen.
In den Bierzelten führten körperliche Herausforderungen unter den Besuchern zu schweren Verletzungen. Ein 25-jähriger Besucher aus Berlin brach sich beim Armdrücken den Arm und musste in den Akutbehandlungsbereich der Klinik gebracht werden.
Derzeit kümmern wir uns um den armen Kerl im Akutraum.
Mehrere Festbierzelte erreichten ihre Kapazitätsgrenze und schlossen ihre Türen, als die Besucherzahlen im Laufe des Abends stiegen.


