Diplomatie · Ankara, Istanbul und Brüssel

Özel wirft Erdoğan-Regierung außenpolitisches Versagen im Libyen-Deal vor

Der türkische Oppositionsführer Özgür Özel sagte, das Libyen-Memorandum genieße nicht die internationale Anerkennung des Abkommens zwischen Griechenland und Ägypten, während das Außenministerium in Ankara betonte, seine Positionen in der Ägäis blieben unverändert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NEWS 24/7, ΣΚΑΪ, Η Ναυτεμπορική und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Koray, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)

Angriff auf das Libyen-Memorandum

Özgür Özel, Vorsitzender der größten Oppositionspartei der Türkei, kritisierte die Regierung am Dienstag, 27. Oktober, und sagte, das maritime Memorandum, das Ankara mit Libyen unterzeichnet habe, sichere die türkischen Rechte im östlichen Mittelmeer nicht. Bei einer Sitzung der Provinzvorsitzenden seiner Partei argumentierte er, das maritime Abkommen zwischen Griechenland und Ägypten werde international breit akzeptiert, während der türkisch-libysche Deal von europäischen Partnern kritisiert und abgelehnt werde. Özel sagte, er sei der Abgeordnete gewesen, der die Ratifizierung des Libyen-Abkommens und dessen Hinterlegung bei den Vereinten Nationen vorangetrieben habe, damit die Türkei die Initiative gewinne. Er warf der AKP mangelnde Weitsicht und unlogische Schritte in der Außenpolitik vor. Zudem sagte er, die angespannten Beziehungen zu Ägypten hätten Erdoğan an der Tür von Präsident Sisi warten lassen.

Luftmacht und Zugeständnisse an Washington

Anschließend wandte sich Özel der Militärluftfahrt zu und sagte, die Türkei sei aus dem F-35-Programm gedrängt worden, obwohl türkische Piloten zum Training auf dem Flugzeug entsandt worden seien. Ankara habe das in das Projekt eingezahlte Geld nicht zurückerhalten. Mit Blick auf Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump über eine mögliche Überraschung für die Türkei fragte er, ob es um F-35-Jets oder um ein Triebwerk für den im eigenen Land entwickelten Kampfjet KAAN gehe, und sagte, beides sei nicht eingetroffen. Er argumentierte, Griechenland und Israel verfügten über die modernsten F-16, während die Türkei die Modernisierung ihrer eigenen F-16 nicht vorgenommen habe. Türkische Kampfjets flögen minutenlang blind, während griechische und israelische Radare sie aus großer Entfernung verfolgen könnten. Er listete zudem auf, was Ankara seinen Worten zufolge Washington gegeben habe: 250 Boeing-Flugzeuge, LNG zu hohen Preisen, Nullzölle auf US-Waren und Seltene Erden, die überwiegend in Eskişehir vorkommen.

Verteidigung, Handel und die EU

Özel kritisierte Ankara dafür, keinen Platz im europäischen Verteidigungsprogramm SAFE im Umfang von 150 Milliarden Euro gesichert zu haben. Die Türkei wiederhole ständig, europäische Sicherheit sei ohne die Türkei unmöglich, doch wegen der Fehler der Regierung sei sie außen vor gelassen worden. Er verwies auf türkische F-16, die für den Luftpolizeidienst über den baltischen Staaten stationiert sind, und sagte, sie brächten Wohlwollen gegenüber der NATO, aber keine entsprechende politische oder wirtschaftliche Gegenleistung. In der Handelspolitik sei es Ankara nicht gelungen, die Zollunion mit der Europäischen Union zu revidieren, und es drohe der Ausschluss von der Initiative „Made in Europe“. Er erklärte, rund 70 % der türkischen Exporte gingen nach Europa, und warnte, neue europäische Zölle könnten die Produktion treffen, insbesondere die Autoindustrie. Deutschland und Frankreich hätten dem Gesetz zugestimmt, und Europa behandle die Türkei, als wäre sie China.

Fidans Äußerungen und die Antwort Ankaras

Özel nahm Außenminister Hakan Fidan ins Visier und argumentierte, dessen Äußerungen zur 12-Seemeilen-Grenze, zur Casus-belli-Doktrin und zur Verlegung von Unterseekabeln für Strom in der Ägäis kämen einem Rückzug von langjährigen türkischen Positionen gleich. Er behauptete, Griechenland könne ein Kabel nach einer einfachen Notifizierung verlegen, und sagte, Ankara gebe auch bei der Casus-belli-Doktrin nach. Er bezeichnete die Linie der Regierung als eine Außenpolitik des Ausverkaufs und des Rückzugs. Am Dienstag, 27. Oktober, wies das türkische Außenministerium Behauptungen zurück, Fidan habe einer griechischen Zeitung ein Interview gegeben; seine Äußerungen bei einer Veranstaltung eines Brüsseler Thinktanks seien verzerrt und falsch gedeutet worden. Die Positionen der Türkei zur Ägäis und zum östlichen Mittelmeer blieben unverändert und würden nach internationalem Recht ohne Zugeständnisse verteidigt. Das Ministerium warf den Kritikern zudem vor, die Außenpolitik zu einem innenpolitischen Streit zu machen.

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Quellen und Kontext

Ankara, Istanbul, Brüssel · Türkei, Belgien

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