Drei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Wien und einer der OSZE-Mission wurden am Freitag, 23. Oktober 2026, nach Angaben des österreichischen Außenministeriums zu Persona non grata erklärt.
Das Ministerium berief sich auf Erkenntnisse der österreichischen Sicherheitsdienste, nannte aber keine weiteren Details; unklar bleibt, welche konkrete Spionage den Diplomaten vorgeworfen wird.
Seit Februar 2022 hat Österreich 18 russische Diplomaten ausgewiesen, drei davon im Mai 2026 wegen Spionageverdachts.
Wien ist Sitz von UN, OSZE und IAEA; der Guardian schätzte, dass bis zu 7.000 von rund 17.000 akkreditierten Diplomaten Verbindungen zu Nachrichtendiensten haben könnten.
Das österreichische Außenministerium teilte am Freitag, 23. Oktober 2026, mit, dass vier russische Diplomaten das Land verlassen müssen. Drei sind an der russischen Botschaft in Wien akkreditiert, der vierte gehörte der russischen Mission bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an. Das Ministerium erklärte, die vier hätten Aktivitäten ausgeübt, die mit ihrem diplomatischen Status unvereinbar seien, weshalb sie zu Persona non grata erklärt worden seien. Dem Ministerium zufolge war der OSZE-Diplomat innerhalb dieser Mission für militärische Sicherheits- und Rüstungskontrollfragen zuständig. Das Magazin „Profil“ berichtete, die Diplomaten stünden im Verdacht der Spionage; die Erklärung des Ministeriums verwendet dieses Wort jedoch nicht. Weitere Einzelheiten zu den Gründen der Ausweisungen nannte das Ministerium nicht.
Daten aus dem Artikeltext
Das Ministerium erklärte, die Maßnahmen beruhten auf Erkenntnissen der österreichischen Sicherheitsdienste, ohne weitere Details zu nennen. Unklar bleibt, welche konkreten Spionageaktivitäten den Diplomaten vorgeworfen werden. Laut „Profil“ verschickte das Verteidigungsministerium im August 2026 E-Mails an Bundesheer-Angehörige und Milizsoldaten, in denen vor Kontaktversuchen mutmaßlicher Kreml-Agenten gewarnt und um Hinweise gebeten wurde. Mehrere Hinweise seien eingegangen, und die Inlandsdienste gingen ihnen intensiv nach, berichtete das Magazin. „Profil“ zufolge tauchten die drei Botschaftsmitarbeiter auf einer Liste von 21 Russen auf, die angeblich in solche Kontakte verwickelt waren.
Seit Beginn des russischen Einmarschs in die Ukraine im Februar 2022 hat Österreich 18 russische Diplomaten ausgewiesen, die vier am Freitag angekündigten eingerechnet. Im Mai 2026 wies Österreich drei russische Diplomaten wegen Spionageverdachts aus, nachdem die Behörden an der russischen Botschaft in Wien einen sogenannten Antennenwald entdeckt hatten, der nach ihren Angaben zur illegalen Datensammlung genutzt wurde. Im März 2025 zerschlugen Ermittler eine Gruppe, die für russische Nachrichtendienste arbeitete und nach Angaben der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst darauf abzielte, die öffentliche und politische Meinung in Österreich zum Nachteil der Ukraine und zum Nutzen Russlands zu manipulieren.
Wien ist Sitz der Vereinten Nationen, der OSZE und der Internationalen Atomenergiebehörde. Spiegel Online berichtet unter Berufung auf Sicherheitsexperten, die österreichische Hauptstadt sei traditionell ein Zentrum der Spionagetätigkeit in Europa. Der Guardian schätzte, dass von rund 17.000 in Wien akkreditierten Diplomaten bis zu 7.000 Verbindungen zu nachrichtendienstlicher Arbeit haben könnten. Die Angaben zur russischen Präsenz gehen auseinander: Der ORF beziffert die drei Wiener Missionen Russlands auf mehr als 200 akkreditierte Diplomaten, RMF24 zählt mehr als 100 für die Botschaft sowie die UN- und OSZE-Missionen. Die Regierung hat zudem eine Verschärfung eines Gesetzes angekündigt, das Spionage erlaubte, solange sie sich nicht direkt gegen österreichische Interessen richtete; neue Regeln sollen den Schutz auf internationale Institutionen und EU-Interessen ausweiten.
Österreich ist ein neutrales EU-Mitglied, das die Ukraine mit humanitärer und ziviler Hilfe unterstützt, nicht aber mit militärischer, und sich an der Finanzierung des angegriffenen Landes beteiligt. Das Land beherbergt Zehntausende ukrainische Geflüchtete, die meisten von ihnen leben in Wien. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) leitet das Ministerium, das laut Spiegel Online einen härteren Kurs gegen mutmaßliche Spionage aus Russland verfolgt. Die vier Diplomaten wurden aufgefordert, österreichisches Hoheitsgebiet zu verlassen.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützenDiplomatie · Wien
Drei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Wien und einer der OSZE-Mission wurden zu Persona non grata erklärt und aufgefordert, Österreich zu verlassen. Der Schritt folgt auf die Ausweisung von drei weiteren russischen Diplomaten im Mai 2026.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Digi24, rmf24.pl, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht .