
Ölpreise kehren auf Vorkriegsniveau zurück – Straße von Hormus wieder geöffnet, aber Iran warnt Schifffahrt
Brent-Rohöl fiel am Donnerstag auf 72 Dollar pro Barrel und WTI auf 69 Dollar und löschte damit alle kriegsbedingten Gewinne aus, da der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus fast das Vorkriegsniveau erreichte. Die iranischen Revolutionsgarden warnten jedoch Schiffe, den von Teheran vorgegebenen Routen zu folgen, und der IWF warnte, dass eine vollständige Handelsnormalisierung Zeit brauchen wird.
Ölpreise verlieren Kriegsaufschlag
Brent-Rohöl notierte am Donnerstag bei 72,24 Dollar pro Barrel, unter seinem Vorkriegsniveau, während WTI auf 69 Dollar fiel, ein Rückgang von 30 Prozent gegenüber Anfang Juni. Der Rückgang folgt der vorläufigen 60-Tage-Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran sowie der schrittweisen Wiedereröffnung der Straße von Hormus. US-Energieminister Chris Wright erklärte, dass innerhalb von 24 Stunden mindestens 20 Millionen Barrel die Meerenge passiert hätten, was sich den Vorkriegsmengen nähere. Der IWF stellte fest, dass auch die Preise für Harnstoff, Düngemittel und Basismetalle mit der Wiederaufnahme der Golflieferungen gefallen sind.
Das bedeutet, dass es einige Zeit dauern wird, bis wir... zu einem normalen Zustand zurückkehren, und das natürlich alles unter der Voraussetzung, dass die Waffenruhe bestehen bleibt.
Verkehr in der Meerenge erholt sich, aber Iran beansprucht Kontrolle
Daten der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation zeigten, dass seit dem 23. Juni 57 Schiffe mit etwa 1.100 Seeleuten die Meerenge im Rahmen eines mit Oman koordinierten Evakuierungsplans durchquert haben. Die iranischen Revolutionsgarden wiesen jedoch die neu angekündigten Schifffahrtsrouten, die nicht mit Teheran koordiniert wurden, als inakzeptabel und gefährlich zurück und warnten die Schiffe, sich an die von Iran festgelegten Wege zu halten. Die Warnung erfolgte, nachdem Oman mit der UN-Schifffahrtsbehörde vorläufige Fahrspuren angekündigt hatte.
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- IMO-Evakuierungsplan beginnt; 57 Schiffe durchqueren Meerenge
- Ölpreise kehren auf Vorkriegsniveau zurück; Iran warnt Schiffe vor Routen
Diplomatie und innerer Druck
US-Außenminister Marco Rubio sagte bei einem Besuch in Bahrain, die USA strebten einen dauerhaften Frieden an und Teheran werde nicht erlaubt, Gebühren für die Nutzung der Meerenge zu erheben. Omans Außenminister Badr bin Hamad Al Busaid bekräftigte, dass künftige Regelungen keine Mautgebühren vorsehen sollten. In der Zwischenzeit sah sich Präsident Trump innenpolitisch mit Kritik von Republikanern konfrontiert und geriet mit Senator Bill Cassidy aneinander, kurz bevor die Verwaltung Dutzende Milliarden Dollar für die Kriegsanstrengungen anforderte.
Die Realität ist, dass kein Land der Erde das Recht hat, die Nutzung internationaler Wasserstraßen zu bepreisen. Und das wird niemals eine akzeptable Bedingung eines Abkommens sein.
Inflation und Wirtschaftsaussichten
ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski erklärte, der Rückgang der Ölpreise sei schneller als erwartet erfolgt und werde weiteren Inflationsdruck beseitigen. Er erwarte nun, dass die deutsche Inflation im September mit 3,7 Prozent ihren Höhepunkt erreiche, bei einer Jahresdurchschnittsrate von 3,1 Prozent – niedriger als frühere Prognosen. Allerdings warnte er, dass Minen noch aus dem Wasser geräumt und Schiffe versichert werden müssten. Die Kraftstoffpreise an der Zapfsäule dürften wieder steigen, wenn eine befristete Steuerermäßigung Ende des Monats ausläuft, und die Flugpreise blieben trotz der nachlassenden Krise bei Kerosin hoch.
Rakete hoch, Feder runter.
- 2026-02-27
- 67 $/Barrel
- 2026-03-15
- 119 $/Barrel
- 2026-06-01
- 98 $/Barrel
- 2026-06-25
- 69 $/Barrel


