Diplomatie · Washington und Teheran
Obama zweifelt an Trumps Iran-Deal und hält es für unwahrscheinlich, dass ein neues Abkommen das Atomabkommen von 2015 übertrifft
Der frühere US-Präsident Barack Obama sagte in einem am Sonntag veröffentlichten ABC-News-Interview, er erwarte nicht, dass ein neues US-Iran-Abkommen wesentlich anders oder eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Atomabkommen von 2015 sein werde.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Blick.ch, SAPO, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Obama sagte, es sei unwahrscheinlich, dass ein neues US-Iran-Abkommen wesentlich anders oder besser als das Atomabkommen von 2015 sein werde.
Er argumentierte, Diplomatie sollte ausgeschöpft werden und dass die Lösung von 80-90 % eines Problems besser sei, als einen offenen Krieg zu riskieren.
Er stellte fest, dass das Abkommen von 2015 über einen langen Zeitraum funktionierte, bis die USA unter Trumps erster Amtszeit austraten.
Trump sagte am Samstag, die USA würden am Sonntag ein Abkommen mit dem Iran unterzeichnen, um den Nahostkrieg zu beenden und die Straße von Hormus wieder zu öffnen, was Teheran nicht bestätigt hat.

Obamas Skepsis
In einem Interview mit ABC News sagte Barack Obama, es sei unwahrscheinlich, dass ein Abkommen aus den laufenden Gesprächen sich wesentlich von dem 2015 von seiner Regierung ausgehandelten Abkommen unterscheiden würde. Er beschrieb dieses Abkommen als über einen langen Zeitraum funktionierend, bevor die USA zurücktraten, und bezog sich dabei auf Donald Trumps Entscheidung in seiner ersten Amtszeit, aus dem Pakt auszusteigen.
„Es ist unwahrscheinlich, dass ein zustande kommendes Abkommen wesentlich anders oder eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Abkommen darstellen wird.“
Diplomatie vor Gewalt
Obama argumentierte, dass unvollkommene diplomatische Abkommen einem offenen Krieg vorzuziehen seien, insbesondere bei komplexen außenpolitischen Problemen. Er schlug vor, dass Führungskräfte diplomatische Kanäle ausschöpfen und Abkommen akzeptieren sollten, die 80 oder 90 Prozent eines Problems lösen, anstatt den Willen mit Gewalt oder Bombardements durchsetzen zu wollen.
„Das erinnert uns daran, dass angesichts vieler komplexer außenpolitischer Probleme die Idee, wir könnten einfach unseren Willen mit Gewalt durchsetzen oder uns zu Lösungen bombardieren, manchmal verlockend erscheinen kann.“
Trumps Behauptung eines bevorstehenden Abkommens
Die Äußerungen erfolgten einen Tag, nachdem Donald Trump am Samstag erklärt hatte, die USA würden am Sonntag ein Abkommen mit dem Iran unterzeichnen, das den Nahostkrieg beende und die Straße von Hormus sofort wieder öffne. Teheran hat diese Behauptung nicht bestätigt. Obamas Kommentare stellten die Vorstellung, dass ein neues Abkommen einen Durchbruch darstellt, direkt in Frage und präsentierten es stattdessen als Fortsetzung des von ihm geschaffenen diplomatischen Rahmens.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Blick.chBarack Obama se moque de Trump sur l'accord avec l'Iran
- SAPOObama considera "improvável" que Trump consiga um acordo com o Irão melhor do que ele próprio obteve em 2015
- Notícias ao MinutoAcordo com Irão diferente de 2015? "Pouco provável", considera Obama
- RTBFAccord Iran - États-Unis : 'Il est peu probable que tout accord voyant le jour soit sensiblement différent' de celui d'avant 2018, selon Barack Obama - RTBF Actus
- Barack Obama
- Ehemaliger US-Präsident, der Skepsis über ein neues Iran-Abkommen äußerte und für Diplomatie eintrat.
- Donald Trump
- Amtierender US-Präsident, der behauptete, ein Iran-Abkommen werde am Sonntag unterzeichnet, um den Nahostkrieg zu beenden.
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