
Noskova schlägt Pegula im verspäteten Berlin-Finale und holt zweiten WTA-Titel
Die 21-jährige Tschechin besiegte Jessica Pegula in drei Sätzen, nachdem eine sechsstündige Unwetterverzögerung die Räumung des Veranstaltungsorts erzwungen hatte.
Unwetter-Chaos in Berlin
Schwere Gewitter zogen am Sonntag über die deutsche Hauptstadt, zwangen die Räumung des Rot-Weiss Tennis-Clubs und verzögerten das WTA-500-Finale um fast sechs Stunden. Starker Regen beschädigte Teile der Infrastruktur und technischen Anlagen des Veranstaltungsorts. Die Organisatoren gaben mehrere Updates heraus, zunächst um 11:25 Uhr, dann bestätigten sie, dass das Spiel nicht vor 16:00 Uhr wieder aufgenommen werden könne.
Wir waren gezwungen, das Turniergelände als Vorsichtsmaßnahme zu räumen. Starke Regenfälle verursachten Schäden an Teilen der Infrastruktur des Veranstaltungsorts. Trotz enger Abstimmung mit dem Deutschen Wetterdienst erreichte der Sturm eine Intensität, die wir nicht erwartet hatten. Ihre Sicherheit hat für uns höchste Priorität.
- Erste Verzögerung aufgrund herannahenden Sturms angekündigt
- Geplanter Spielbeginn; Veranstaltungsort geräumt
- Organisatoren bestätigen Spielbeginn nicht vor 16:00 Uhr
- Match beginnt, fast sechs Stunden Verspätung
- Noskova gewinnt in drei Sätzen nach zwei Stunden
Das Finale
Als die Spielerinnen endlich den Platz betraten, gewann Linda Noskova den ersten Satz, bevor Jessica Pegula zurückschlug und den zweiten Satz mit 6:4 für sich entschied – der erste Satz, den Noskova im gesamten Turnier abgab. Die Tschechin gelang im entscheidenden Satz ein frühes Break und behielt die Kontrolle, um nach genau zwei Stunden zu gewinnen. Es war ihr zweiter WTA-Titel und ihr erster auf der 500er-Ebene.
Ranglisten- und Wimbledon-Auswirkungen
Der Sieg setzt Noskovas rasanten Aufstieg fort: Sie wird auf Platz 10 der WTA-Rangliste klettern und damit erstmals in die Top 10 einziehen. Für Pegula, die Siegerin von 2024, ist die Niederlage ein Rückschlag nur eine Woche vor Wimbledon. Beide Spielerinnen werden voraussichtlich nächste Woche in Bad Homburg antreten, als letzte Vorbereitung auf Rasen.
Polnisches Interesse
Magdalena Fręch, die einzige polnische Spielerin im Berliner Hauptfeld, verlor in der ersten Runde. Am Sonntag wurde ihr Erstrundenmatch in Bad Homburg gegen Naomi Osaka durch Regen unterbrochen und auf Montag verschoben, wobei Osaka im ersten Satz mit 5:4 führte.


