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Konflikte·vor 1 Std.

Kim Yo Jong bezeichnet Atomprogramm als 'absolut nicht verhandelbar', während Xi Jinping seinen Besuch in Pjöngjang vorbereitet

Kim Yo Jong, die mächtige Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, erklärte am Sonntag, Stunden vor dem ersten Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping seit sieben Jahren, das Atomwaffenprogramm des Landes für "absolut nicht verhandelbar".

Kim Yo Jong erklärt Atomstatus für nicht verhandelbar

Nordkoreas Kim Yo Jong, die Schwester und wichtigste Beraterin von Machthaber Kim Jong Un, hat am Sonntag eine entschiedene Ablehnung der Denuklearisierung ausgesprochen und das Atomwaffenprogramm des Landes als "absolut nicht verhandelbar" bezeichnet. Sie warnte, dass Pjöngjang "keine Bedrohungen tolerieren werde", und bezeichnete die von den USA angeführten Bemühungen als "anachronistische Träume". Die Erklärung wurde in der regierungseigenen Zeitung Rodong Sinmun veröffentlicht und von den Staatsmedien KCNA verbreitet.

Unser Status als Atommacht ist absolut nicht verhandelbar. Wir werden keine Bedrohungen tolerieren.

Kim wies eine Erklärung des Weißen Hauses vom Mai zurück, wonach US-Präsident Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping das gemeinsame Ziel einer Denuklearisierung Nordkoreas bekräftigt hätten, und bezeichnete dies als "Falschinformationen". Sie sagte, die US-amerikanische "Behauptung, den Status der DVRK als Atomwaffenstaat zu untergraben, habe keine rechtlich bindende Kraft." Ihre Äußerungen erfolgen, während Xi Jinping sich darauf vorbereitet, am Montag nach Pjöngjang zu reisen, seinem ersten Besuch seit fast sieben Jahren.

Feindliche Kräfte sollten ihre Tagträume von einer Denuklearisierung aufgeben.

USA bleiben für bedingungslosen Dialog offen

Am Freitag erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums gegenüber Yonhap News, Washington sei offen für einen Dialog mit Nordkorea "ohne Vorbedingungen" und verfolge weiterhin das Ziel einer vollständigen Denuklearisierung. Die Erklärung folgte auf das Treffen Xi Jinpings mit Trump in Peking, bei dem sich die beiden Führungspersönlichkeiten Berichten zufolge auf das Denuklearisierungsziel geeinigt hatten. Kim Yo Jongs deutliche Antwort verdeutlicht die Kluft zwischen den diplomatischen Angeboten der USA und der verfestigten nuklearen Haltung Pjöngjangs.

Xi Jinping besucht Pjöngjang erstmals seit 2019

Der chinesische Präsident Xi Jinping wird am Montag zu einem Gipfeltreffen mit Kim Jong Un in Pjöngjang erwartet. Das chinesische Außenministerium erklärte, die beiden Führungspersönlichkeiten würden über bilaterale Beziehungen und Fragen von gemeinsamem Interesse sprechen. China bleibt der einzige formelle Bündnispartner Nordkoreas, verbunden durch einen gegenseitigen Verteidigungspakt aus dem Jahr 1961. Analysten zufolge wird Xi es wahrscheinlich vermeiden, direkt auf eine Denuklearisierung zu drängen, und stattdessen wirtschaftliche Hilfe anbieten, um den Einfluss Pekings auf ein Pjöngjang zurückzugewinnen, das sich in den letzten Jahren Moskau zugewandt hat.

Jüngste Entwicklungen im Atomprogramm und Xi Jinpings Besuch
  1. Nordkorea verankert den Status als Atomwaffenstaat in seiner Verfassung.
  2. Kim Jong Un besucht eine neue Urananreicherungsanlage und ordnet ein "exponentielles" Wachstum des Atomwaffenarsenals an.
  3. Kim besichtigt eine Munitionsfabrik und verlangt eine Steigerung der Raketenproduktionskapazität um das 2,5-Fache in fünf Jahren.
  4. Kim Yo Jong veröffentlicht eine Erklärung, in der sie die Denuklearisierung ablehnt und sie als "absolut nicht verhandelbar" bezeichnet.
  5. Der chinesische Präsident Xi Jinping trifft in Pjöngjang ein – sein erster Besuch seit 2019.

Kim Jong Un ordnet "exponentielle" nukleare Expansion an

Kim Jong Un hat den Ausbau des Atom- und Raketenprogramms des Landes in den letzten Wochen beschleunigt. Staatsmedien berichteten, er habe letzte Woche eine neue Urananreicherungsanlage besucht und eine "exponentielle" Steigerung des Atomwaffenarsenals gefordert. Am Samstag besichtigte er eine große Waffenfabrik und ordnete an, die Raketenproduktionskapazität innerhalb eines Fünfjahresplans um das 2,5-Fache zu erhöhen. Nordkorea hat seinen Atomstatus 2023 in der Verfassung verankert und betrachtet sein Arsenal als wesentliche Absicherung gegen einen Regimewechsel – eine Haltung, die durch jüngste US-Militärinterventionen noch verstärkt wurde.

Nordkoreas wachsende Verbindungen zu Russland und internationale Sanktionen

Während Nordkorea seine Zusammenarbeit mit Russland vertieft, hat es Truppen und konventionelle Waffen zur Unterstützung von Moskaus Krieg in der Ukraine entsandt und dafür wirtschaftliche und andere Hilfe erhalten. Das Land steht weiterhin unter umfassenden UN-Sanktionen wegen seiner Atom- und Raketenprogramme, doch die jüngste Blockade durch China und Russland im Sicherheitsrat hat weitere Sanktionen verhindert und das Mandat eines UN-Expertenausschusses zur Überwachung der Durchsetzung beendet. Pjöngjang stellt seine nukleare Abschreckung als "selbstverteidigende" Maßnahme dar, aber die internationale Gemeinschaft unter Führung Washingtons und Seouls fordert eine vollständige Denuklearisierung als Voraussetzung für eine Aufhebung der Sanktionen.

Pjöngjang

8 Quellen

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