Homers Epen-Verkäufe springen in Griechenland um 400% vor Christopher Nolans ‚Odyssee‘-Premiere am 17. Juli
Griechische Verlage melden, dass die Nachfrage nach ‚Odyssee‘ und ‚Ilias‘ sich vervierfacht hat, während die Premiere von Christopher Nolans Filmadaption am 17. Juli näher rückt.
Der Verkaufsanstieg
Die Verkäufe von Homers ‚Odyssee‘ und ‚Ilias‘ sind in Griechenland im Vorfeld der Premiere von Christopher Nolans Filmadaption am 17. Juli um bis zu 400% gestiegen, so griechische Verlage. Der Anstieg ist am stärksten bei Ausgaben, die von altgriechischem Text und wissenschaftlichen Kommentaren befreit sind und sich an jüngere Leser richten.
Yiannis Leventis, Verleger bei Kaktos, sagte, die neueren einbändigen Ausgaben des Verlags hätten ein Wachstum von vier bis fünf Mal verzeichnet. Kaktos produziert eine sechsbändige Ausgabe, die den antiken Text mit einer modernen Übersetzung kombiniert.
Die Bücher sind bereits Bestseller, aber je näher der Premierentermin rückt, sehen wir ein Wachstum von 400%.
Die Nachfrage bestand schon vor dem Film selbst. Leventis sagte, Kaktos habe bereits vor der Ankündigung von Nolans Projekt Verträge mit großen Verlagen in Asien und der arabischen Welt zur Übersetzung und Verbreitung der homerischen Texte abgeschlossen.
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- Aktueller Anstieg (4-5x)
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Homers anhaltende Anziehungskraft
Die Verlage betrachten das erneute Interesse als Fortsetzung von Homers langjähriger globaler Relevanz und nicht als rein filmgetriebenes Phänomen. Leventis beschrieb die Beziehung zwischen dem Filmemacher und dem antiken Dichter als gegenseitig.
Nolan braucht Homer, aber Homer braucht auch Nolan. Der Film bringt ihn zurück ins Rampenlicht, in das alltägliche Bewusstsein eines viel breiteren Publikums.
Giorgos Patmios von Patakis Publications sagte, die Epen fänden Anklang, weil ihre Themen universell seien. Er verwies auf Verlust, Trauma, die Suche nach Identität, Resilienz und die schwierige Arbeit der Rückkehr – nicht nur in die Heimat, sondern zu sich selbst – als die Kernideen, die die Leser immer wieder zu den vor fast drei Jahrtausenden verfassten Texten zurückkehren ließen.
Die Ilias und die Odyssee sind nicht nur Geschichten über Götter, Helden und Monster. Sie handeln von Verlust, Trauma, der Suche nach Identität, Resilienz und der schwierigen Arbeit der Rückkehr – nicht nur in die Heimat, sondern zu sich selbst.
Breitere Auswirkungen
Die Aufmerksamkeit für Nolans Film hat auch die Verkäufe zeitgenössischer Werke gesteigert, die sich mit der homerischen Tradition befassen. Verlage nannten erneutes Interesse an Nikos Kazantzakis‘ Fortsetzung der ‚Odyssee‘ von 1938, eine Adaption des Dichters Michalis Ganas aus dem Jahr 2016 und eine Neuveröffentlichung des britischen Schauspielers und Autors Stephen Fry, erschienen bei Patakis.
Dora Tsaknaki von Metaichmio Publications bezeichnete den Film als hervorragende Gelegenheit, die öffentliche Aufmerksamkeit wieder auf Homer zu lenken, warnte jedoch, dass eine Filmadaption nicht automatisch zu Buchverkäufen führe. Vielmehr eröffne sie einen neuen öffentlichen Dialog über einen jahrhundertealten Text.
Leventis unterstrich Homers Status als gemeinsames kulturelles Erbe. Er sagte, Homer gehöre nicht Griechenland, sondern der Weltzivilisation, und beschrieb die ‚Odyssee‘ und die ‚Ilias‘ als das Fundament von allem.

