Regierung · Warschau

Justizminister: Noch kein Ermittlungsverfahren zu Nawrockis Besuch am Verfassungsgericht – er nennt ihn einen Überfall

Justizminister Waldemar Żurek sagte am Montagabend, 2. November, es sei kein Ermittlungsverfahren wegen des Eindringens des Präsidenten in das Verfassungsgericht eingeleitet worden, obwohl mehrere Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingegangen seien.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NIEZALEZNA.PL, wpolityce.pl, Rzeczpospolita und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen

Ein nächtlicher Besuch und ein umstrittener Stoß

Polens Justizminister Waldemar Żurek sagte am Montagabend, 2. November, Präsident Karol Nawrocki sei mitten in der Nacht in das Verfassungsgericht gelangt, zu einem Zeitpunkt, an dem Bogdan Święczkowski bereits von seinem Posten als Präsident des Gerichts entfernt worden war. Im Programm „Pytanie dnia“ bei TVP Info bezeichnete Żurek den Vorgang als „Überfall im Banditenstil“ und sagte, der Präsident habe sich im Gebäude an Menschen vorbeigedrängt. Er verortete die Konfrontation am Eingang, wo sich Richter versammelt hätten, um das Staatsoberhaupt zu begrüßen, und sagte, der Präsident habe sie dann angegriffen. Żurek nannte die Richterin Anna Korwin-Piotrowska als beteiligte Richterin und sagte, er habe die Aufnahmen des Moments gesehen.

Żurek wies jede Darstellung zurück, die Richterin habe den Präsidenten gestoßen. Er sagte, der Präsident habe sie geschlagen und mit Gewalt beiseitegeschoben, und argumentierte, wer das anders sehe, brauche eine Schweißerbrille. Seine Worte zu dem Moment waren deutlich.

„Er ist derjenige, der sie geschlagen und sie sehr hart gestoßen hat.“

Waldemar Żurek, Justizminister

Stand der Ermittlungen

Auf die Frage, ob die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen des Eindringens eröffnet habe, sagte Żurek, es gebe zu diesem Zeitpunkt kein Ermittlungsverfahren. Mehrere Anzeigen seien bei der Staatsanwaltschaft eingegangen, die sie nun prüfe. Żurek sagte, er wolle nicht in die Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft eingreifen und werde die Sache nicht selbst entscheiden. Er fügte hinzu, Mitarbeiter der Kanzlei, die die Ereignisse im Gericht gefilmt hätten, müssten ihre Aufnahmen der Staatsanwaltschaft übergeben.

„Zum jetzigen Zeitpunkt läuft kein Ermittlungsverfahren, aber es sind bereits mehrere Anzeigen eingegangen.“

Waldemar Żurek, Justizminister

Żureks Äußerungen zu dem Besuch fielen scharf aus. Er sagte, der Präsident habe ein Maß an Rüpelhaftigkeit gezeigt, das extrem sei, und verglich das Verhalten des Präsidenten mit dem eines Hooligans aus gestellten Schlägereien. Er sagte zudem, der Präsident habe die Beamten des Staatsschutzes in eine schwierige Lage gebracht, indem er sie in einen Polizeikordon geführt habe, was den Protest verschärft habe. Żurek sagte, es habe einen Plan gegeben, den Präsidenten sicher über die Kanzlei des Ministerpräsidenten zum Verfassungsgericht zu bringen, und die Richter seien bereit gewesen, ihn zu empfangen.

„Der Präsident hat das Höchstmaß an Rüpelhaftigkeit gezeigt, aber damit nichts erreicht.“

Waldemar Żurek, Justizminister

Staatsanwalt und frühere KRS-Vorsitzende äußern sich

Der Staatsanwalt Jacek Skała schrieb auf X, eine Frau, die den Präsidenten gestoßen habe, und ein Kollege, der einen Ellbogen eingesetzt habe, könnten unter Artikel 135 §1 des Strafgesetzbuchs fallen, der den tätlichen Angriff auf den polnischen Präsidenten oder dessen Beleidigung erfasst. Zumindest greife Artikel 222 §1 über die Verletzung der körperlichen Unversehrtheit eines Amtsträgers. Skała argumentierte, unter normalen Umständen würden solche Personen noch am Ort festgenommen und zur Rechenschaft gezogen. Er kritisierte zudem die anwesenden Beamten des Staatsschutzes dafür, dass sie nicht körperlich reagiert hätten.

Dagmara Pawełczyk-Woicka, die frühere Vorsitzende des Landesjustizrats (KRS), antwortete auf X. Sie verglich die Vorwürfe mit einem Gerichtsstreit mit Żurek, der ihrer Darstellung nach fünf Jahre gedauert habe, und beschuldigte den Präsidenten, eine Richterin gerammt zu haben. Ihr Beitrag und der Beitrag Skałas schildern die Szene auf gegensätzliche Weise, und Żureks Darstellung weist die Schuld dem Präsidenten zu.

Konkurrierende Versionen der Szene

Die Darstellungen, wer wen gestoßen hat, weichen stark voneinander ab. Żurek sagt, der Präsident habe eine Richterin geschlagen und gestoßen, während Skałas Beitrag eine Frau am Gericht beschreibt, die den Präsidenten gestoßen habe, sowie einen Kollegen, der einen Ellbogen eingesetzt habe. Pawełczyk-Woicka wirft dem Präsidenten vor, im selben Vorfall eine Richterin gerammt zu haben. Bis Montagabend hatte die Staatsanwaltschaft kein Verfahren eröffnet, und die Anzeigen wurden weiter geprüft.

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