Lokal · Susa und Venaus
Turiner Präfekt verbietet No-Tav-Camping nach Zusammenstößen, Aktivisten widersetzen sich Anordnung in Venaus
Nach den Zusammenstößen am Wochenende auf der Baustelle der Hochgeschwindigkeitsstrecke Turin-Lyon erließ Präfekt Donato Cafagna dringende Verordnungen, die das freie Camping in Susa und Bussoleno verbieten. Aktivisten verlegten ihr Lager nach Venaus, wo die Polizei sie zum Gehen aufforderte und der Präfekt das Verbot später ausweitete.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, Il Fatto Quotidiano, Il Messaggero und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Präfekt Donato Cafagna erließ am 30. Juli drei dringende Verordnungen: ein Verbot des freien Campings in Susa und Bussoleno bis zum 3. August, ein Verbot von gesichtsverhüllenden Gegenständen und potenziellen Waffen in sechs Gemeinden sowie ein Verbot des organisierten Zugangs zu Fuß in der Nähe von Tav-Baustellen.
Gegen 12:30 Uhr am 30. Juli zogen einige Dutzend Aktivisten von Susa nach Venaus und begannen, Zelte und Hängematten aufzustellen, nachdem der ursprüngliche Campingplatz in Traduerivi von der Bereitschaftspolizei blockiert worden war.
Die Bereitschaftspolizei traf mit sieben Transportern am Lager in Venaus ein und forderte die Aktivisten auf zu gehen, wobei sie den Ort nach der Gewalt der letzten Tage als 'zu symbolträchtig' bezeichnete. Die Aktivisten sagten, sie hätten nicht vor zu gehen.
EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas schrieb auf X, dass Angriffe auf das Projekt Lyon-Turin inakzeptabel seien, und drückte seine volle Solidarität mit Telt und allen Arbeitern an diesem strategischen europäischen Korridor aus.
Am späteren 30. Juli erließ der Präfekt eine weitere Verordnung, die das Verbot des freien Campings auf das gesamte Gebiet von Venaus ausdehnte, gültig bis 7:00 Uhr am 3. August.
- 30.07.Die zweite und dritte Verordnung treten in Kraft: Verbot von gesichtsverhüllenden Gegenständen und Gruppen-Zugang in der Nähe von Tav-Standorten.
- 30.07.Aktivisten beginnen, Zelte und Hängematten in Venaus aufzustellen, nachdem ihnen der Zugang zu Susa verwehrt wurde.
- 30.07.Bereitschaftspolizei trifft in Venaus ein und fordert Aktivisten zum Gehen auf; Präfekt weitet Campingverbot auf Venaus aus.
Die drei Verordnungen des Präfekten
Am Morgen des 30. Juli unterzeichnete der Turiner Präfekt Donato Cafagna drei dringende Verordnungen als Reaktion auf die Zusammenstöße, die am Samstag, den 25. Juli, auf der Baustelle von Chiomonte und entlang der Autobahn während des Festivals dell'Alta Felicità ausgebrochen waren. Die erste verbietet das freie Camping im gesamten Gebiet von Susa und Bussoleno ab Mitternacht des 30. Juli bis 7:00 Uhr am Montag, den 3. August, unter Berufung auf dringende Erfordernisse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Die zweite, die ab 8:00 Uhr am 30. Juli in Kraft tritt, verbietet den Besitz ohne berechtigten Grund von gesichtsverhüllenden Gegenständen (Helme, Gasmasken, Sturmhauben) und Gegenständen, die als Schlagwerkzeuge, Rauchbomben oder Sprengstoff verwendet werden können, in den Gemeinden Bruzolo, Bussoleno, Chiomonte, Giaglione, San Didero und Susa. Eine dritte Verordnung verbietet den organisierten Zugang zu Fuß zu Straßen, Parkplätzen, ländlichen Gebieten und Wegen in der Nähe der Tav-Baustellen in Susa, Giaglione und Chiomonte.
Aktivisten verlegen ihr Lager nach Venaus
Das Camping war von Mitgliedern der No-Tav-Bewegung zusammen mit Vertretern des ehemaligen Turiner Sozialzentrums Askatasuna angekündigt worden und sollte drei Tage dauern, mit einer "serata di lotta" am Samstag enden. Nachdem das Verbot in der Nähe des Presidio San Giuliano ausgehängt worden war, versammelten sich etwa fünfzig Jugendliche im Zentrum von Susa, um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen. Gegen 12:30 Uhr waren sie in die nahe gelegene Gemeinde Venaus umgezogen und begannen, Zelte und Hängematten aufzustellen. Die ursprünglich für das Camp vorgesehenen Gebiete in San Giuliano und Traduerivi blieben den gesamten Vormittag über unter der Kontrolle von Bereitschaftspolizeieinheiten.
Polizei rückt in Venaus ein
Kurz nachdem das Lager aufgebaut war, traf die Bereitschaftspolizei mit sieben Transportern, einem Carabinieri-Fahrzeug und mehreren Geländewagen in Venaus ein. Die Beamten forderten die Aktivisten auf zu gehen. Über einen Lautsprecher gaben die Aktivisten die Begründung der Polizei weiter:
„Es sei (laut Polizei) ein zu symbolträchtiger Ort nach dem, was in den letzten Tagen passiert ist.“
Die Aktivisten erklärten, sie hätten nicht vor, das Gebiet zu verlassen. Einige Dutzend von ihnen blockierten kurzzeitig für einige Minuten die Provinzstraße 210, während sie mit zivilen Beamten sprachen, und kehrten dann zu ihren Zelten zurück. Die Lage blieb ruhig.
Verbot auf Venaus ausgeweitet
Am späteren Nachmittag erließ der Präfekt eine neue Verordnung, die das Verbot des freien Campings auf das gesamte Gebiet von Venaus ausdehnte, mit sofortiger Wirkung bis 7:00 Uhr am Montag, den 3. August. Die Anordnung bezog sich ausdrücklich darauf, dass der Marsch vom 25. Juli vom Campingplatz in Venaus ausgegangen war und Tausende von Teilnehmern angezogen hatte, darunter auch einige aus dem Ausland.
Reaktion der EU
EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas veröffentlichte auf X eine Erklärung, in der er die Gewalt verurteilte:
„Gewalt und Einschüchterung haben in Europa keinen Platz. Die Angriffe auf das Projekt Lyon-Turin sind inakzeptabel und können eine strategische Investition, die Millionen von Europäern dient, nicht untergraben. Als Schlüsselelement des Mittelmeerkorridors und der TEN-V wird das Projekt die Verbindungen zwischen den Ländern verbessern, den Personen- und Güterverkehr effizienter machen und das europäische Verkehrsnetz stärken. Volle Solidarität mit Telt, unseren italienischen und französischen Partnern und all denen, die jeden Tag daran arbeiten, diese europäische Verbindung zu verwirklichen.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ANSA.itIl prefetto vieta il campeggio libero anche a Venaus, in Val di Susa - Notizie
- Il Fatto QuotidianoNo Tav:,vietato il campeggio: ma gli attivisti montano le tende a Venaus. Braccio di ferro con la polizia
- ANSA.itNo Tav, 'la polizia ci chiede di lasciare il campeggio di Venaus' - Notizie
- ANSA.itA Venaus è iniziato il campeggio No Tav dopo il divieto a Susa - Notizie
- Apostolos Tzitzikostas
- EU-Verkehrskommissar, der die Angriffe auf das Bahnprojekt Lyon-Turin verurteilte.
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