Regierung · Den Haag
Niederlande verbieten 25% Lohnabzüge für Unterkunft von Wanderarbeitnehmern bis Juli 2028
Sozialminister Hans Vijlbrief hat angekündigt, dass Arbeitgebern nicht mehr erlaubt sein wird, Mietkosten für Unterkünfte von den Gehältern der Wanderarbeitnehmer abzuziehen, und richtet die Abschaffung an neuen Mietgesetzen aus.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von de Volkskrant, Telegraaf, NRC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Sozialminister Hans Vijlbrief informierte die Tweede Kamer, dass der maximale Abzug von 25 % des Bruttomindestlohns für Unterkunft am 1. Juli 2028 endet.
Die ehemalige geschäftsführende Ministerin Mariëlle Paul hob einen vorherigen Ausstiegsplan am 30. Oktober 2025 auf, einen Tag nach den Wahlen, obwohl interne Entwürfe bereits am 7. Oktober 2025 fertig waren.
Der Zeitplan 2028 synchronisiert das Abzugsverbot mit den bevorstehenden Vorschriften des Bauministeriums, die spezielle Mietverträge und Unterkunftsstandards festlegen.
- 30.10.Die geschäftsführende Ministerin Mariëlle Paul kündigt die Abschaffung einen Tag nach den Wahlen an.
- 10.09.Sozialminister Hans Vijlbrief legt Pläne vor, Abzüge bis Juli 2028 zu verbieten.
- 1.07.Zieldatum für das Inkrafttreten des Lohnabzugsverbots und der neuen Mieterschutzgesetzgebung.
Verbot von Lohnabzügen für Unterkunft
Niederländische Arbeitgeber und Zeitarbeitsfirmen werden ab dem 1. Juli 2028 daran gehindert, Unterkunftskosten direkt von den Löhnen der Wanderarbeitnehmer abzuziehen. Sozialminister Hans Vijlbrief skizzierte den Regierungsplan am 10. September 2026 in einem formellen Schreiben an die Tweede Kamer. Nach derzeit geltenden Vorschriften dürfen Arbeitgeber bis zu 25 % des Bruttomindestlohns für die Bereitstellung von Unterkünften für ausländische Mitarbeiter abziehen. Das System wurde wiederholt von Regierungsstellen und Arbeitsaufsichtsbehörden kritisiert, weil es den Wohnsitz eines Arbeitnehmers direkt an seinen Beschäftigungsstatus knüpft, was bedeutet, dass Arbeitnehmer bei Arbeitsplatzverlust routinemäßig mit sofortiger Räumung und Obdachlosigkeit konfrontiert sind.
„Wir sehen zu viele Missbräuche. Wanderarbeitnehmer werden derzeit zu sehr ausgebeutet.“
Umkehrung der Wahlkontroverse von 2025
Der Gesetzesvorschlag stellt eine Politik wieder her, die ursprünglich unter dem Kabinett Schoof vom ehemaligen Sozialminister Eddy van Hijum (NSC) entwickelt wurde. Anfang 2025 schlug Van Hijum vor, die Abzüge schrittweise abzuschaffen, indem die zulässige Schwelle jedes Jahr um 5 % gesenkt wird, bis sie vollständig entfällt. Nach dem Ausscheiden der NSC aus der Regierungskoalition hob seine Nachfolgerin, die geschäftsführende Ministerin Mariëlle Paul (VVD), das Verbot am 30. Oktober 2025, einen Tag nach den Parlamentswahlen, auf. Paul erklärte der Tweede Kamer im November 2025, dass die Verschiebung für die interministerielle Koordinierung notwendig sei, und bestritt, während des Wahlkampfs Informationen zurückgehalten zu haben. Interne Regierungsakten, die im August 2026 durch Informationsfreiheitsanfragen erlangt wurden, ergaben, dass das Schreiben zur Abschaffung der Reform am 7. Oktober 2025 fertiggestellt und absichtlich bis zum Abschluss der Abstimmung zurückgehalten wurde.
Arbeitsbedingungen und Branchendemografie
Die Maßnahme betrifft direkt eine Arbeitskräftezahl von schätzungsweise 600.000 bis 900.000 Wanderarbeitnehmern in den Niederlanden, eine Bevölkerung, die jährlich um etwa 50.000 Menschen wächst. Die Arbeitnehmer stammen hauptsächlich aus Polen, Rumänien, Ungarn, der Ukraine und Georgien und besetzen wichtige Niedriglohnpositionen im Gewächshausgartenbau, in Fleischverarbeitungsbetrieben und in Logistikverteilzentren. Eine von dem ehemaligen SP-Politiker Emile Roemer geleitete Beratungskommission hatte zuvor empfohlen, die Lohnabzüge zu beenden, um missbräuchliche Praktiken im Personalvermittlungssektor einzudämmen. Viele Zeitarbeitsfirmen haben den maximalen Abzug von 25 % als Gewinnmodell genutzt, während sie minderwertige Unterkünfte bereitstellten, in einigen Fällen hohe Gebühren für die Anmietung von gemeinsamen Matratzen für nur wenige Stunden pro Nacht verlangten.
Koordination mit Mieterschutz
Vijlbrief setzte das Umsetzungsdatum auf den 1. Juli 2028 fest, um das Abzugsverbot mit der neuen Wohnungsgesetzgebung zu synchronisieren, die vom Bauministerium vorbereitet wird. Die bevorstehende Mietgesetzgebung wird gesetzliche Qualitätsanforderungen für Wohnungen festlegen und spezielle Mietverträge definieren, die Wanderarbeitnehmer vor überhöhten Mietpreisen schützen sollen. Paul hatte zuvor argumentiert, dass die Beendigung der Arbeitgeberabzüge ohne rechtliche Schutzmaßnahmen ausländische Arbeitnehmer auf einem angespannten inländischen Wohnungsmarkt im Stich lassen würde. Vijlbrief räumte das Risiko ein, dass Arbeitnehmer mit missbräuchlichen privaten Vermietern konfrontiert werden könnten, und erklärte, dass die Einführung des Lohnabzugsverbots zusammen mit umfassenden Mieterschutzmaßnahmen rechtliche Sicherheit bieten werde, während ausländische Arbeitnehmer ihren vollen Lohn erhielten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- de VolkskrantKabinet wil alsnog af van inhouden huur op loon arbeidsmigranten
- TelegraafKabinet komt alsnog met verbod om loon in te houden voor huis arbeidsmigrant
- NRCKabinet regelt alsnog bescherming voor arbeidsmigranten die minister Paul blokkeerde
- NOSKabinet schrapt loonkorting arbeidsmigranten: 'Werkt uitbuiting in de hand'
- Hans Vijlbrief
- Niederländischer Minister für Soziales und Arbeit
- Mariëlle Paul
- Ehemalige niederländische geschäftsführende Ministerin für Soziales und Arbeit
- Eddy van Hijum
- Ehemaliger niederländischer Minister für Soziales und Arbeit
- Emile Roemer
- Ehemaliger niederländischer Politiker und Vorsitzender der Beratungskommission für Wanderarbeit
- Orte
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